NGO´s gehen leer aus: Libysche Küstenwache fischt ihnen die „Flüchtlinge“ weg

Foto: Durch Nicolas Economou/Shutterstock
Keine leichte Beute mehr für NGOs (Foto: Durch Nicolas Economou/Shutterstock)

Italien bereitet sich auf die Wahlen im kommenden Jahr vor und lässt nichts unversucht, um die Zahlen an illegalen Einwanderen zu reduzieren und so den aufstrebenden Anti-Einwanderungsparteien-Parteien den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Von Marilla Slominski

„Hilfsorganisationen“ sind empört. Am Dienstag machte sich das „Rettungsschiffe“ Aquarius – gechartert von den NGO´s SOS Mediterranee und Ärzte ohne Grenzen – auf den Weg, um rund 200 illegale Einwanderer in zwei Gummibooten zu „retten“, die es bis etwa 55 Kilometer vor die italienische Küste geschafft hatten.

Doch zu ihrem Entsetzen kam ihnen die libysche Küstenwache in die Quere, nahm die Migranten an Bord und schaffte sie umgehend nach Libyen zurück.

„Niemand sollte nach Libyen zurück müssen “, twitterten die Ärzte ohne Grenzen entgeistert.

In diesem Jahr hat sich die Zahl der in Italien ankommenden illegalen Einwanderer mit 150.000 bisher deutlich reduziert. Die sinkenden Zahlen sind einem Abkommen geschuldet, dass Rom Mitte des Jahres mit der libyschen Regierung und Stammesführern geschlossen haben soll. Die italienische Regierung bestreitet vehement, mit Militär und Menschenschmugglern zur Reduzierung der Migrantenströme zusammenzuarbeiten.

Das ist allerdings kein Zeichen der Entwarnung, denn die Migranten kommen jetzt über andere Länder nach Italien. So haben sich die Zahlen der über Tunesien startenden Immigranten verdreifacht, aus Algerien verdoppelt und aus der Türkei kommen sogar 63 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des letzten Jahres.

Auch Spanien steigt in der Beliebtheit als Einreiseland nach Europa. Hier verdreifachten sich die Zahlen auf 14.000 in diesem Jahr.

Die Aufnahmelager in Italien sind restlos überfüllt. Wurden 2015 noch 84.000 Asylanträge gestellt, waren es 123.000 im vergangenen und bisher 106.000 in diesem Jahr.

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