Migrantenkrieg in Kopenhagen: Hier wird scharf geschossen!

Foto: Screenshot/Youtube
Foto: Screenshot/Youtube

Verzweifelt versucht der sozialdemokratische Oberbürgermeister Frank Jensen der Stadt, die eskalierende Situation runterzuspielen: „Der Alltag der Kopenhagener setzt sich fort. Auch für Touristen ist es nicht gefährlich, durch die Straßen zu ziehen, wenn sie unsere Stadt besuchen“, behauptet Stadtoberhaupt Frank Jensen.

Von Marilla Slominski

Doch der Gang über die Straße im von Migranten dominierten Bezirk Nørrebro ist lebensgefährlich geworden. Hier wird scharf geschossen und immer häufiger trifft es Unbeteiligte, es gibt sogar Tote. Gestern morgen kam es zu einem weiteren Schusswechsel. Als die Polizei eintraf, fand sie drei Angeschossene, einer von ihnen war bei ihrer Ankunft bereits verstorben.

„Was wir jetzt sehen, ist der Beginn der Eskalation. Ging es im Sommer noch um diffuse Schießereien, wird inzwischen bewußt gezielt. Sie schießen jetzt, um zu treffen und zu töten“, so der Anwohner Terje Bech, der auch Anti-Gewalt Demos organisiert.

Nur kurz zuvor, am 25. Oktober wurden ein 22-Jähriger und ein 24-Jähriger in ihrem Auto beschossen und leicht verletzt. Wenige Tage vorher wurde ein anderer 24-Jähriger zusammengeschlagen und mit einem Messer angegriffen.

Dutzende Schießereien und Verletzte in Multi-Kulti-Vierteln

Im Zeitraum von Anfang Juni bis Mitte August gab es laut Polizei 28 Schießereien, 13 Menschen wurden verletzt – darunter auch Unbeteiligte. In den ersten siebeneinhalb Monaten 2017 habe es bereits mehr Schusswechsel auf den Straßen gegeben als im gesamten Jahr 2016, meldete die Tageszeitung „Politiken„.

Der Kopenhagener Stadtteil Nørrebro, einst ein Arbeiterbezirk, gilt inzwischen als Multi-Kulti-Szeneviertel.  Doch die „hippen“ Einwohner des Einwanderer-Bezirks bekommen es nun mit der Angst zu tun. Sie steigen inzwischen vom geliebten Drahtesel ab und suchen lieber Schutz in Autos.

Anfang August wurden in nur zwölf Stunden drei Menschen mit Waffen verletzt. Davon hatten zwei keine Verbindung zur Unterwelt. Ein 17-Jähriger wurde anscheinend grundlos von zwei Männern aus einem vorbeifahrenden Auto angeschossen, einem 19-jährigen Mann wurde ins Bein gefeuert.

Ende August erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ein führendes Mitglied der Gruppe „Loyal to familia“ (LTF), in der sich vor allem Migranten zusammengeschlossen haben. Der Migrant mit pakistanischen Wurzeln soll einen Polizisten bei einer Kontrolle bedroht haben. Dem 30-Jährigen droht nun die Ausweisung.

Junge Männer sollen auf „Kappen“ verzichten

Es tobt ein Bandenkrieg zwischen Zuwanderern, der seit dem Sommer zusehends eskaliert. Es soll um Drogen und persönliche Feindschaften gehen. Die organisierte Kriminalität übernimmt den öffentlichen Raum, die Politik diskutiert u.a. ein Verbot der Gruppe LTF und setzt auf „mehr Geld“. 8 Millionen Euro machte der konservative Justizminister Søren Pape Poulsen locker, um einen 12-Punkte-Plan gegen die Bandenkriminalität zu finanzieren. Außerdem verstärke man das pädagogische Angebot um Kinder und Jugendliche von den Banden fernzuhalten, heißt es.

Mit Razzien und zwei sogenannten Visitationszonen versucht die Polizei Konflikt einzudämmen. In den Zonen darf die Polizei Bürger stichprobenartig kontrollieren und durchsuchen. 40 mutmaßliche Bandenmitglieder wurden seit Juni festgenommen.

Junge Männer im Alter zwischen 17 und 25 werden mittlerweile von offizieller Seite gewarnt, durch bestimmte Bezirke in Kopenhagen zu laufen. Sie sollen auf „bandentypische“ Kleidung wie Kappen verzichten, rät ihnen die Polizei.

„Für Leute in meinem Alter, die über 50 sind, besteht nicht das Risiko, mit Bandenmitgliedern verwechselt zu werden“, sagte Polizeichefinspektor Jörgen Skov. „Wenn ich ein junger Mann wäre, würde ich genau überlegen, wie ich mich wo fortbewege. Ob ich ein Taxi, einen Bus, ein Fahrrad nehme oder zu Fuß gehe.“

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.