Silvio-Meier-Preis: Wie man sich selber den Arsch küsst

Foto: Collage
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Lustig ist das Linken-Leben. Wenn man hetzt, ist das nicht so schlimm. Wenn man viel hetzt, gibt es einen Preis. Aber nur wenn man gegen die AfD hetzt

Von Volker Kleinophorst

Am 21. November verleiht das Bezirksamt Kreuzberg den Silvio-Meier-Preis unter anderem an die Ortsgruppe der Kampagne „Aufstehen gegen Rassismus“. Die Ortsgruppe habe „anti-rassistische Schulungen“ organisiert, wo man lernt „mit der um sich greifenden Hetze  gegen Flüchtlinge (…) umzugehen“.

Der B.Z. Kolumnist Gunnar Schupelius findet das „fragwürdig“. Denn die Kampagne habe nur ein Ziel: „Stoppt die AfD“.

Schupelius: „Eine solche Kampagne vonseiten des Staates aus mit einer Medaille zu ehren, ist schon fragwürdig genug. Die AfD ist immerhin eine zugelassene und demokratisch gewählte Partei.“

Doch was seiner Meinung nach die Preisverleihung noch fragwürdiger mache, sei der Namensgeber: Silvio Meier.

Silvio Meier, von Beruf Aktivist und Hausbesetzer, ist 1992 bei einer Schlägerei erstochen worden. Während die Linke sich daran klammert, dass Meier Mordopfer von Neonazis sei “Er hat die nur ganz freundlich auf den Naziaufnäher angesprochen, da haben die gleich aus reiner Mordlust zugestochen“ gehen andere Darstellungen von „Meier versuchte den Aufnäher abzureißen. Es kam zur Schlägerei. Als die Linken erst obsiegten und dann noch einmal zurückkamen, ist die Sache eskaliert“ bis „Die haben Streit angefangen. Dabei ist Meier mit seinem eigenen Messer verletzt worden“.

Die Strafrichter haben jedenfalls bei den jugendlichen Tätern keine politische Motivation erkennen können, schrieb aber 1993 sogar die TAZ, um das Urteil gleich wieder anzuzweifeln.

Doch die Linke braucht ja Helden, hat ja nur eine glanzvolle Ahnenreihe von Blutsäufern.

Denn bei der Sachlage ist es schon erstaunlich, dass sowohl bei Wikipedia, in der Presseerklärung zum Silvio Meyer Preis (natürlich im schwachsinnigen Genderschreib), als auch in nahezu allen Veröffentlichungen zu dem Thema, weiter die Legende des Neonazimordes aufrecht gehalten wird. Gerichtsurteile, Fakten braucht man nicht, man weiß es ja.

Penetrant, so penetrant wird Silvio Meier zum antifaschistischen Helden hochstilisiert, das es sogar persönlichen Freunden verlogen und politisch motiviert vorkommt.

Tote Helden sind einfach die besten. Können sich nicht mehr zu Wort melden. Ob er wirklich ein Held war, oder einfach nur einer dieser linken „Hasse ma en Euro“-Krawall Köppe, die in Berlin ja schon lange zur Folklore gehören? Wer weiß. Von einem kann man bei der Vita von Silvio Meier aber sicher ausgehen. Der hat nicht einen Tag gearbeitet.

Und trotzdem ist schon ein Straße nach ihm benannt, im November gibt es eine Mahnwache an Meiers Gedenkplakette und seit 2016 auch den Preis, der wohl nicht dotiert ist. Respekt.

Gunnar Schupelius: „Mit dem Silvio-Meier-Preis werde „gewaltfreies Eintreten für Freiheit“ gewürdigt, schreibt das grün-rot-rote Bezirksamt. Das klingt gut, wirklich gut! Doch vergibt man diesen Preis an eine Kampagne, die tief im linksextremen Milieu verankert ist, in dem es eben nicht gewaltfrei zugeht.“

Eigentlich passt der Namensgeber des Preises ja doch.

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