„Sie sind nun einmal da“

Syrien sollte wieder lebenswert werden (Foto: Pixabay)

Die Probleme unserer Zeit sind sicher ausgesprochen vielfältig und führen unter anderem dazu, daß sich viele von uns verzetteln, weil es keine einheitliche Prioritätenliste gibt. Das ist zwar aus Gründen der Meinungsfreiheit sehr zu begrüßen, aber dennoch nicht sinnvoll. Wie dem auch sei, mir liegt die Berichterstattung in Deutschland einigermaßen, nein, sehr am Herzen, weil ich glaube, Medienkritik muß auch Konsequenzen haben.

Als einer, der auch seine Heimat verlassen hat – zu den Gründen komme ich vielleicht noch irgendwann – habe ich bei Google einfach einmal eine Suchanfrage gestartet: Warum Menschen ihre Heimat verlassen.

Ich habe nicht daran gedacht, daß mir die inzwischen zensierende Suchmaschine nun eine Bestätigung meiner „Fluchtgründe“ liefern würde, aber der Tenor der meisten aufgelisteten Seiten zu meiner Suchanfrage hat mich bewogen, einmal darüber zu schreiben.

Die Gründe für das Verlassen der Heimat seien selten einfach. Das ist die erste Binsenwahrheit, die mir auffiel.
Die Migration sei so alt wie die Menschheit selbst, die zweite.

Nummer drei: Es steckten Zwänge dahinter, nicht freiwillig sei Migration. Krieg, Hunger, Erdbebenkatastrophen, Bildungsmigration. Auf jeden Fall eine Herausforderung, wie sie existentieller nicht sein könne.

Google lieferte mir ungefähr 409.000 Ergebnisse in 0,56 Sekunden. Ich gehe davon aus, daß nur ein Bruchteil der Texte auch darauf eingeht, daß in den genannten Fällen eine Rückkehr in die Heimat nach Wegfall der auslösenden Ursachen als zweckmäßig und sinnvoll angesehen werden muß. Ich stellte für mich den Wert 10 Prozent fest. Das heißt also, daß in ungefähr neun Zehnteln der von mir gelesenen Texte eine Rückkehr in die Heimat nach Wegfall der „Fluchtgründe“ gar keine Beachtung findet.

Es heißt, sie sind nun einmal da. Es heißt nicht, sie sind nun einmal weg.

So interessiert es die Journaille auch nicht, daß Syrien nach Ende der Kriegshandlungen wieder aufgebaut werden sollte. Unabhängig davon, daß in den Redaktionsstuben ein dumpfer Mief das Denken der dort Beschäftigten stark beeinträchtigt haben muß, kommt noch die eingeimpfte Propaganda deutlich zum Tragen. Das Wiederholen von dummen Sprüchen, das immergleiche Gezeter über den angeblichen Rassismus in den Köpfen ganz normaler Leute. Selbst wenn die Leserzahlen dreistellig würden, sähe sich die Journaille wahrscheinlich noch als staatstragendes Systemorgan mit Recht auf Lügen, Lücken, Beleidigungen und anderen Schmähungen an.

Die Rechte verfügt in der derzeitigen Auseinandersetzung darüber, was zum Wohle Deutschlands geraten wäre, leider nicht wie die Linke über eine schlagkräftige Sturmabteilung und solch einen riesigen Propaganda-Apparat, sonst sähe es vielleicht anders aus. Ich beklage das Fehlen rechter Sturmtruppen keineswegs, aber manchmal schweifen die Gedanken eben ein wenig ab.

Wer immer auch wünscht, daß der gesunde Menschenverstand wieder in Redaktionsstuben und Parlamente einzieht, sollte sich darüber im Klaren sein, daß jeder Kauf eines Einzelexemplars Journaille und jeder Klick auf Online-Journaille dazu beiträgt, dieses durch bewußte Leugnung der Wahrheit inzwischen hochgradig kriminell gewordene System zu stützen. Das könnte jeder wissen, der einmal in das Grundgesetz schaut.

Boykottieren wir doch das, was Deutschland seit Jahren in einen kranken Strudel reißt, wenn wir schon nicht willens sind, zu emigrieren. (Kleiner Scherz). (RH)

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