Grüne Hermann: Medaillen für die Kanaillen

Foto: JouWatch
"Gewaltfreies Eintreten" nach linker Art (Foto: JouWatch)

Im malerischen Friedrichshain-Kreuzberg zu Berlin regiert eine grüne Bezirksbürgermeisterin mit dem schönen Namen Hermann. Wie Hermann sieht sie auch aus. Obwohl sie mit Vornamen Monika heißt. Ein schockierender Bericht.

von Max Erdinger

In jenem pittoresk grün-rot-rot eingefärbten Hermannsbezirk unserer wunderschönen Hauptstadt verleiht man gern Preise an Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich um das grüne Idyll verdient gemacht haben. Einer dieser Preise heißt Meier-Preis. Benannt ist er nach Herrn Silvio Meier (1965 – 1992), der seines Zeichens Hausbesetzer gewesen ist und in gewissenhafter Ausübung seiner beruflichen Nebentätigkeit als linker Krawallbruder vor 25 Jahren bei einer Schlägerei im U-Bahnhof Samariterstrasse erstochen wurde. Von einem Hooligan übrigens, wie die Strafrichter damals urteilten. Von einem Neonazi, behaupten die Wahngläubigen bis heute mit andächtiger Miene. Nach Silvio Meier, diesem leuchtenden Vorbild für alle ehrenamtlich Engagierten, wurde also der Meier-Preis benannt – und der soll nun wieder verliehen werden, wie jedes Jahr im traditionsbewußten Bezirk. Am 21. November wird die würdevolle Zeremonie unter der fach- und sachkundigen Aufsicht des Bezirksamtes stattfinden.

Wer wird nun dieses Jahr die Medaille verliehen bekommen? Es gibt heuer zwei Preisträger. Einen Meier-Preis wird Frau Edeltraut Pohl erhalten. Frau Edeltraut setzte sich ehrenamtlich für Migranten ein. Den anderen Meier-Preis bekommt die Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“, eine Vereinigung ehrenamtlicher Mitbürgerinnen und Mitbürger, die mehrheitlich nur gegen Rassismus aufsteht, selten aber für die Arbeitsaufnahme und meistens erstens gegen nachmittags um drei. Wenn gerade Rassismus ist. Sonst erst um halb fünf.

Warum diese engagierte Gruppe von Aufstehern den einen Meier-Preis verliehen bekommt, weiß man im Bezirksamt jener grünen Frau, die aussieht wie Hermann: Die Ortsgruppe habe für immerhin 250 Menschen jedweden tatsächlichen oder auch eingebildeten Geschlechts „anti-rassistische Schulungen“ organisiert. In diesen Schulungen hätten die Teilnehmer gelernt, mit der um sich greifenden Hetze gegen Flüchtlinge umzugehen. Gerüchteweise heißt es, das Bezirksamt äußere sich wegen des ehrenvollen Andenkens an den erstochenen Meier nicht zu der Frage, ob auch Antihetzschulungen gegen Flüchtlinge, die andere Leute bereits mit einem Messer bedroht haben, für meierpreiswürdig erachtet werden. Monika schweigt vorne dazu und Hermann hinten sagt auch nichts.

Auf der Internet-Seite der Kampagne „Aufstehen gegen Rassismus“ kann man aber sehen, wo die Schulungen, quasi fernzielartig, hinführen sollen. „Stoppt die AfD“ heißt es da. Typische Übungsaufgaben der Antihetzschulungen sind überschrieben mit „Infostände ärgern“ oder „Veranstaltungen stören“. Der erfolgreich Geschulte weiß also hinterher, wie man AfD-Politiker erfolgreich attackiert und an der Arbeit hindert

Die ehrenamtliche Intiative „Aufstehen gegen Rassismus“ wird die Silvio-Meier-Medaille folglich als Preis dafür erhalten, daß sie lehrt, wie man eine zugelassene, demokratische Partei mit undemokratischen Mitteln terrorisiert. Das feierliche Ritual wird das gleiche sein wie anno 2016. Die Linksextremisten ziehen mit ruhigem, festem Tritt zum U-Bahnhof Samariterstraße. Dort werden sie eine Mahnwache abhalten und gleich danach im „Jugendwiderstandsmuseum“ die Silvio-Meier-Ruhmesmedaille in Empfang nehmen.

Das „Jugendwiderstandsmuseum“ ist in der Galiläakirche untergebracht, die seit 2008 nicht mehr für Gottesdienste genutzt wird, weil der liebe Gott Bezirke kennt, die noch göttlicher sind als Friedrichshain-Kreuzberg. Die nunmehr ungöttliche Kirche befindet sich übrigens in der Rigaer Straße, also genau da, wo man gerne einmal zuvor geklaute Gehwegplatten von Hausdächern auf anrückende Polizisten fallen lässt oder Polizeistreifen mit einem Steinhagel aus dem Hinterhalt angreift. Lieber einen Unschuldigen zuviel zum Antirassisten umgeschult, als einen zu wenig. Und was heißt überhaupt unschuldig? Daß es bei der Beriner Polizei vor Rassisten nur so wimmelt, steht vermutlich irgendwo in den Schulungsunterlagen.

Wie begründet nun das Bezirksamt der grünen Frau Monika, die Hermann heißt, die Preisverleihung an das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“? – „Erfolgreiche Antipolizeischulungen“ scheiden als Begründung (noch) aus. Die richtige Begründung geht so: Mit dem Silvio-Meier-Preis wird „gewaltfreies Eintreten für Freiheit“ gewürdigt. So sagt es das grün-rot-rote Bezirksamt. Nicht schlecht, wenn es nicht so dermaßen realitätsfern wäre. Realiter vergibt man den Preis nämlich an höchst zweifelhafte Figuren, die tief im linksextremen Milieu verwurzelt sind. Dort geht es zwar irgendwie zu, aber „gewaltfrei“ keinesfalls.

 

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