Jetzt erobern die Patrioten die Betriebe!

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Sehen wir hier die AfD-Wähler? (Foto: Durch Bannafarsai_Stock/Shutterstock)

Von Jürgen Elsässer und Simon Kaupert

Paukenschlag in Berlin! Mit dem grandiosen Wahlergebnis vom 24. September hat in den Bastionen der Linken eine regelrechte Bombe eingeschlagen: In den Betrieben hat wohl vor allem die SPD große Teile ihrer Stammwähler verloren.

Vor allem nach den antisozialen Reformen der „Agenda 2010“ und ihre schlimmen Folgen überrascht das nicht. Profitiert hat klar die AfD! Dieser grandiose Erfolg ist das direkte Resultat einer starken Gegenöffentlichkeit, wie sie auch das Compact-Magazin seit Jahren hegt und pflegt. Dieser Geländegewinn muss nun gehalten und vergrößert werden!

Mit dem grandiosen Wahlergebnis der AfD setzt sich ein Trend fort, den man zuvor in anderen westlichen Ländern studieren konnte: In Frankreich hat der Front National die früheren Hochburgen der Kommunisten übernommen und ist zur Partei des Proletariats geworden. In Österreich votierten bei den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2016 satte 86 Prozent der Arbeiter für den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer. In den USA verdankte Donald Trump seinen Triumph dem Überlaufen der Malocher aus dem industriellen Rostgürtel, die einst treue Anhänger der Demokraten gewesen waren.

Warum tendiert eine Bevölkerungsgruppe, die Marx zum „revolutionären Subjekt“ seiner Gesellschaftsveränderung ausgerufen hat, nach rechts? Warum stimmen die Arbeiter für einen Milliardär wie Trump, eine Bürgerliche wie Marine Le Pen, ja sogar für eine ehemalige Goldmann-Sachs-Bankerin wie Alice Weidel? Weil sie sich von diesen – trotz aller Unterschiede in Herkunft und Habitus – an einem Punkt verstanden fühlen, der für sie als Arbeiter existentiell ist: dass Masseneinwanderung und Islamisierung gestoppt werden müssen! Die Frage nach der Identität wird das zentrale Thema des kommenden Jahrhunderts sein.

Denn im Unterschied zu den Großkapitalisten können sich normale Wähler nicht vor den kriminellen Ausländerbanden in Luxus-Ressorts flüchten; sie können ihre Töchter nicht auf Privatschulen vor den Dschihad-Machos in Sicherheit bringen; sie sind – im Unterschied zur anglisierten Elite – schon durch die Sprache an ihr Heimatland gebunden. Und ist nicht die Frauenemanzipation, die die Moslems hassen, eine der Errungenschaften gerade der Arbeiterbewegung gewesen? Warum sind dann Sozis und Gewerkschaften so kriecherisch islamophil?

Auch zur wirtschaftlichen Absicherung sind die Kollegen auf den Schutz des Nationalstaates angewiesen: In der One World wandern ihre Jobs in Billigstandorte ab – und illegale Lohndrücker ein. Die Arbeiter werden also – weniger aufgrund von romantischer Neigung als einfach infolge ihrer Bedrohung auf allen Ebenen – zu Patrioten, und das wiederum zieht sie über kurz oder lang zu Parteien, die wie sie für die Verteidigung der Nation einstehen. Damit haben One World – Ideologen genau das Gegenteil dessen bewirkt, dass sie ursprünglich erreichen wollten: Die Arbeiter setzen nun ganz gezielt auf Identität statt anonymer Massenkultur und auf Regionalismus statt Globalismus! Seitdem der Killervirus der 68er Ideologie die vaterländischen Traditionen der Linken vernichtet hat, gibt es solche Parteien allerdings nur noch rechts.

Deswegen wählten Arbeitnehmer am 24. September die AfD – und nahmen dabei in Kauf, dass es bei dieser in Personal und Programmatik noch wirtschaftsliberale Restelemente gibt, die zum Beispiel im Front National längst überwunden sind. Aber die Sozialkompetenz ist auch in der deutschen Alternative auf dem Vormarsch: Der Bergmann Guido Reil, ein sozialdemokratisches Urgestein, hat die Seele des Kohlenpotts eingebracht; in Sachsen-Anhalt mischt das ehemalige DKP-Mitglied Robert Farle mit klassenkämpferischem Schmackes den Landtag auf; und in der neuen Bundestagsfraktion bilden die Werktätigen mit solider DDR-Sozialisation einen starken Block. Der typische Arbeiter wählt jetzt rechtskonservativ! Die Professorenpartei, die Bernd Lucke gegründet hatte, ist jedenfalls passé und bereits jetzt ein ernstzunehmender Spieler in der bundesrepublikanischen Politik.

Die Schlagzahl hochhalten!

Das gegnerische Machtsystem reicht viel weiter, als in die blauen Sessel des Reichtages: Ein ganzes Ökosystem hat sich unseren Staat zur Beute gemacht. Allein mit einer politischen Partei und nonkonformen Großdemonstrationen wird uns der dringend nötige Umschwung nicht gelingen. Wir müssen das Kartell nicht nur in seinen Schaltzentralen bloßstellen, sondern auch seine schier endlosen Verästelungen angehen.

Denn: Was werden die patriotischen Leistungsträger tun, wenn das Merkel-Regime trotz des AfD-Vormarsches einfach weiter durchzockt? Wenn der Familiennachzug aus Arabien und Afrika zur Lawine wird? Vor allem in der Automobilbranche gärt es, hier fährt das grünversiffte Establishment über die Diesel-Lüge einen zusätzlichen Frontalangriff, mehr als vier Million Arbeitsplätze in der Automobilbranche – dem Zugpferd unserer Volkswirtschaft – sind jetzt bedroht!

Fakt ist: In den letzten Jahren haben die Vorstandsbosse abermillionen Vollzeit-Arbeitsplätze in prekäre Zeitarbeit und sklavenähnliche Werkvertragsarbeit umgewandelt – übrigens mit freundlicher Unterstützung von Ministern und Gewerkschaftsbossen. Mit unsozialen Maßnahmen schönen sie ihre Bilanzen, während es den Familien der Arbeiter vorne und hinten fehlt. Diese schlimmen Zustände müssen wir jetzt angehen! Wir werden nicht länger hinnehmen, dass sie sich gigantische Boni auszahlen, während der Arbeiter klein gehalten wird. Doch was können wir dagegen tun?

Bei Daimler-Benz haben oppositionelle Betriebsräte, die zum Teil die AfD unterstützen, zehn Prozent der Belegschaft hinter sich gebracht. Ein massiver Erfolg, den es jetzt zu halten und auszubauen gilt! Der Funke einer betrieblichen Opposition soll nun auch auf andere Großbetriebe überspringen, die Idee wird erstmals auf der COMPACT-Konferenz am 25. November in Leipzig vorgestellt werden. Derzeit tüfteln fleißige Kampagnenexperten noch an den Feinheiten, aber seien Sie versichert: Wir werden das Machtgefüge in der Bundesrepublik gehörig aufwirbeln!

Ausführlich schreibt Jürgen Elsässer zum Thema in COMPACT-Magazin 10/2017

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