Gedenkstätte Breitscheidplatz: Kein Hinweis auf den islamischen Täter!

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Gedenken ja, Täter benennen nein (Foto: Imago)

Berlin – Am 19. Dezember ist es ein Jahr her, dass der korangläubige Anis Amri am Breitscheidplatz mit einem Lkw durch die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt raste. Immer noch halten hier Menschen inne, gedenken der Toten, zünden Kerzen an. Nun hat der rot-rot-grüne Senat sich doch durchgerungen, eine offizielle Gedenkstätte einzurichten. Ein Hinweis auf den islamischen Mörder fehlt jedoch.

Geplant ist ein mit einer goldenen Legierung gefüllter Riss, der den Boden am Breitschneidplatz durchschneidet. Vorn an den Treppenstufen der Gedächtniskirche sollen Namen und Herkunftsländer der Opfer stehen. Nun geht es um die Inschrift, über die heiß gestritten wird.

„Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am 19. Dezember 2016. Für ein friedliches Miteinander aller Menschen“, soll sie lauten. Politisch korrekt gibt es keinen Hinweis auf den Täter und seine Gesinnung.

Das „grenze an Geschichtsfälschung“, empört sich die AfD. Auch der Vorsitzende des Amri-Untersuchungsausschusses, Burkard Dregger (CDU), wünscht sich ein wenig mehr. Ihm fehle, „dass man zusammensteht gegen die Gefahren des islamistischen Terrorismus“.

Der Begriff ,islamistisch‘ habe nie zur Debatte gestanden, entgegnet Leiterin der Jury Dagmar von Wilcken. „Wollen wir wirklich den Tätern huldigen, indem wir ihnen die Ehre erweisen, sie zu nennen?“, meint sie.

Der Pfarrer der Gedächtniskirche findet die Kritik der AfD unangebracht. Es sei überflüssig, von Islamismus zu sprechen, so der evangelische Pfarrer Martin Germer.

Die Gegner einer ausführlicheren Beschriftung beziehen sich auf andere Gedenkorte. Schließlich stehe auf der erst kürzlich eingeweihten Münchner Gedenktafel zu Ehren der von palästinensischen Terroristen getöteten israelischen Olympioniken im Jahr 1972 auch nur, dass diese eines „gewaltsamen Todes“ starben.

Auch in München gäbe es auf dem Gedenkstein zum Bombenanschlag auf das Oktoberfest 1980 keinen Hinweis auf einen rechtsextremistischen Hintergrund

So heißt es auf dem Gedenkstein, der an das Oktoberfestattentat 1980 erinnert: „Zum Gedenken an die Opfer des Bombenanschlags“. Von einem rechtsextremistischen Täter ist dort nicht die Rede.

Und auch auf dem Gedenkstein für den 1977 ermordeten Generalbundesanwalt Siegfried Buback, dessen Fahrer und begleitenden Polizisten, ist weder von Linksextremisten oder der Rote-Armee-Fraktion die Rede.

Das so manche dieser Inschriften vielleicht auch der politischen Korrektheit geschuldet sind und auf so gut wie jedem Denkmal, das an die Opfer des Dritten Reiches erinnert, die Täter sehr genau benannt und somit „geehrt“ werden, übersehen sie geflissentlich. (MS)

 

 

 

 

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