Die „gewaltfreie“ Linke schlägt wieder zu

Foto: JouWatch
Ein Linker bei der Arbeit (Foto: JouWatch)

Linke Gewalt gibt es ja eigentlich nicht. Wenn doch ist sie notwendig. Damit muss sich der Hamburger Student Maurice Gesser abfinden. Denn wer beim RCDS ist und in einer Verbindung, der ist vogelfrei. Die liberale Hochschulgruppe hat die Schnauze voll.

Von Volker Kleinophorst

Johannes Dallheimer, Bundesvorsitzender der Liberalen Hochschulgruppen (LHG) warnt alle seine Mitglieder per Mail vom 29.10, sich nicht mehr „alleine vor und nach der studentischen Gremienarbeit, besonders nach Einbruch der Dunkelheit auf dem universitären Gelände aufzuhalten“. Man solle „möglichst in Gruppen zusammenbleiben“.

Der vollständige Text ist ein Offenbarungseid, was sich unter dem Denkmantel Freiheit, Toleranz und Kampf gegen Rechts an unseren Universitäten abspielt:

Liebe Mitglieder der Liberalen Hochschulgruppen,

mit großem Schrecken sehen wir in letzter Zeit die Verrohung der studentischen Kultur an unseren Hochschulen. Ob Besetzungen von Räumen und Hörsälen, Beleidigungen, Sachbeschädigung oder, wie vorgestern in Hamburg geschehen, sogar schwere Körperverletzung gegenüber Personen, die andere Meinungen vertreten. Einige Gruppen und Personen scheinen unsere Universitäten für rechtsfreie Räume zu halten.

Die Prügelattacke gegen ein Mitglied des RCDS in Hamburg, bei der auch ein LHG-Mitglied, das einzuschreiten versuchte, bedroht wurde, hat das Fass nun zum Überlaufen gebracht.

Gerade für Studierende aus Verbindungen, aber auch für alle, die sich für die liberale Sache in den Gremien einsetzen, halten wir die Hochschulen in Deutschland nicht mehr für sicher.

Daher warnen wir alle Mitglieder des LHG vor ExtremistInnen an den Hochschulen und rufen dazu auf, äußerste Vorsicht bei der studentischen Gremienarbeit walten zu lassen. Wir raten, vor und nach Veranstaltungen möglichst in Gruppen zusammenzubleiben und Hochschulgelände gerade nach Einbruch der Dunkelheit nicht alleine zu betreten oder zu verlassen.

Als Bundesverband werden wir noch stärker als bisher die rechtlichen Fähigkeiten unserer Gruppen stärken und entschieden gegen jede Art von Extremismus vorgehen. Hochschulen sind für uns Orte der freien Meinungsbildung und der freien Debatte. Beide werden wir klar verteidigen!“

Entlarvend dazu die pflaumenweichen Distanzierung mit anschließender Rechtfertigung von Campusgrün, nach dem Motto: Keine Gewalt. Aber die Rechten (also alle die man dafür hält) sind doch selber schuld:

„Svenja Horn, Mitglied des Studierendenparlamentes und im Ausschuss gegen Rechts macht deutlich: „Burschenschaften, Corps, und ideologisch verwandte Verbindungen sind mit ihren rassistischen, sexistischen und nationalistischen Einstellungen ein Hort von rechtem Gedankengut. Diese Form der organisierten Ungleichheitsideologie steht gegen unsere Überzeugung der Gleichwertigkeit aller Menschen und bedeutet eine strukturelle Form von Gewalt. Wir verurteilen jede Form von Gewalt, physische wie strukturelle.“

So sind sie unsere Linken, einfach immer auf der richtigen Seite. In der Hamburger Morgenpost (bereits oben verlinkt) gibt es zum Artikel über den Angriff über 100 Kommentare, die mal wieder die besondere geistige Schlichtheit der Weltenretter offen legen.

Die sogenannten Argumente: 1. Man wisse doch dar nicht, wer es war. 2. Das hatten wir schon. 3. Hitler ist auch durch Wahlen an die Macht gekommen. Diese drei einfältigen Thesen reichen heute Links zur Begründung aus für Straftaten. Dabei ist das genau das, was wir schon hatten. Als in Weimar NationalSOZIALISTEN mit den Kommunisten um die Vorherrschaft kämpften, waren beide Seiten mit Schlägertrupps unterwegs. Ob ein Deutschland unter Stalinjünger Thälmann so toll gewesen wäre und zu weniger Toten geführt hätte, darüber kann man nur spekulieren. Das die Linken zutiefst antisemitisch waren und es bis heute noch sind, ist auch nicht unbedingt Geheimwissen. Hitler hatte bei Wahlen keine Mehrheit (die letzte ohne Gegenkandidaten mal außen vor). Er ist durch das Gekungel an die Macht gekommen. Sozusagen frühes Jamaika.

Doch das interessiert natürlich keinen Linken:

Wer von Links auf die Fresse kriegt, ist schon der Richtige.

Carl Cevin-Key Coste, Landesvorsitzender Junge Liberale Hamburg e.V. zu Tichys Einblick über die InternationalSOZIALISTEN an der Hamburger Uni: „Der Fall Maurice Gesser kann da durchaus als Eskalation verstanden werden….Was die Uni Hamburg betrifft, kann man schon sagen, dass die studentischen Vertretungen links dominiert sind. Die Asta der Uni HH hat ihr Aktionsfeld da weit ausgedehnt auf weltpolitische Themen bis hin zu Protesten gegen G-20 und die Olympia-Bewerbung…“

Wenn man sieht, was an den amerikanischen Universitäten los ist, eigentlich nicht überraschend. Aber man muss ja gar nicht mehr so weit gucken. Auch ein Vortrag des Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft an der Goethe Universität Frankfurt wurde in der letzten Woche abgesagt. Wegen Sicherheitsbedenken.

Rainer Wendt in der Welt: „Wenn man an deutschen Universitäten nur noch darüber diskutieren darf, ob man links, halb links oder ganz links ist, dann gibt es keinen Dialog mehr.“

Dass hatten wir wirklich schon. Man nennt es Faschismus.

Wandere aus, solange es noch geht!
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