Abt. Adel & Zuckerberg: Sir Winston Churchill bei Facebook gesperrt!

Foto: Wikipedia
Die großen Drei (links Winston Churchill) (Foto: Wikipedia)

Wir wissen alle, wer Sir Winston Churchill gewesen ist. Doch, wissen wir. Es handelt sich um den Kriegspremier und unbeugsamen Nazibesieger aus Großbritannien. Guter Mann, also. Hilft aber nichts. Sir Winston Churchill wurde heute Abend bei Facebook gesperrt. Wie´s wohl kam? Näheres dazu …

von Max Erdinger

Rückblende: Vor Jahren schon hatte sich Winston anläßlich seines 139ten Geburtstages gedacht, er könnte die Welt an seinem Jubeltage doch mit einer elektrischen Nachricht bedenken. An etwas Wahres dachte er. Eine Warnung vielleicht. Etwas, das man als förderlich für das Verständnis kultureller Verschiedenartigkeit begreifen würde.

Kurz danach konnte die Menschheit die elektrische Warnung von Sir Winston Churchill auf ihren Bildschirmen lesen. „Du hast eine neue Nachricht von Winston“ ….

„Winston schreibt: Islam in a man is as dangerous as rabies in a dog.“ (Übersetzung: „Islam in einem Mann ist so gefährlich wie die Tollwut in einem Hund“.)

Der alte Winston hatte sich für die Kurzfassung des Abschnitts einer Rede entschieden, welche er anno 1899 im Alter von 25 Jahren gehalten hatte, als er ein junger Soldat und Journalist gewesen ist. Der vollständige Abschnitt aus seiner jugendlichen Rede lautete so:

„Wie schrecklich sind die Flüche, mit denen die Mohammedaner ihre Anhänger belegen! Neben der fanatischen Raserei, die für Menschen so gefährlich ist, wie die Tollwut bei Hunden, gibt es eine furchtbare, fatalistische Apathie. Die Folgen sind in vielen Ländern offensichtlich: unbesonnene Angewohnheiten, ein schlampiges landwirtschaftliches System, stagnierender Handel und Unsicherheit des Eigentums gibt es überall dort, wo die Anhänger des Propheten herrschen. Eine unterdrückte Sinnlichkeit nimmt dem Leben seine Anmut, seine Raffinesse und als nächstes seine Würde und seine Heiligkeit.“

( Quelle: „The River War“, Erstausgabe, Vol II, Seite 248-250 )

Viele Menschen bedankten sich damals bei Winston für seine Warnung und versprachen, einmal heftig darüber nachzudenken. Nun aber zurück in die Gegenwart …

Es ist Sonntagabend, der 29te Oktober 2017. Der alte Winston, in seiner antifaschistischen Unbeugsamkeit ein Churchill durch und durch, möchte kurz vor seinem 143ten Geburtstag der Welt erneut Bedenkenswertes mitteilen und ruft zu diesem Zwecke auf seiner elektrischen Weltverbindungsmaschine den Verbindungsexperten Facebook auf, bei welchselbigem er seit Jahren eine Mitteilungs-Schreibstube unterhält. Der Schreck fährt ihm in die alten Glieder, als er eine Nachricht vom Verbindungsexperten selbst lesen muß, in welcher dieser ihm mitteilt, daß die Kurzfassung seiner Rede aus dem Jahre 1899, von ihm veröffentlicht im Jahre 2013, gegen des Verbindungsexperten Gemeinschaftsstandards verstoßen habe, weswegen man wiederum heute nun, vier Jahre später, sich aus erzieherischen Gründen dem tapferen Nazibesieger gegenüber genötigt sehe, ihm die Dienste für das Versenden von bedenkenswerten Nachrichten an die weite Welt für ganze 30 Tage zu versagen.

(Foto: Screenshot Facebookseite von Sir Winston Churchill)
(Foto: Screenshot 2 / Facebookseite von Sir Winston Churchill)

Daraufhin griff der alte Winston zum Telefon, steckte seinen feisten Mittelfinger ausgestreckt in die Wählscheibe und rief bei Royal Air Force und Royal Navy an. Neben der Zigarre in seinem Mundwinkel stieß er dabei ein energisches „I will never surrender!“ hervor. Dieses Mal, nach diesem erneuten Krieg, war sich Winston sicher, würde er sich mit den Siegermächten auf dem Zuckerberg treffen und dafür sorgen, daß die Zukunft des treulosen Verbindungsexperten kein Zuckerschlecken sein würde. Dann wand er seiner Bulldogge den großen Knochen zwischen den Zähnen hervor und klemmte ihn sich zwischen die eigenen, ehe er knurrend die Weltverbindungsmaschine herunterfuhr und gemächlich sich zur Nachtruhe begab.

 

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.