Wie der Linksextremismus in der Gesellschaft ankam

Foto: JouWatch
Ein linkes "Terrornest" (Foto: JouWatch)

Sie sind nach wie vor in aller Munde – die „nach-links-Gerückten“ in unserer Republik. Jedoch in den seltensten Fällen als Angeklagte, sondern zumeist als „Aktivisten“ einer „guten Sache“. Ganz gleich, wie viele Ängste sie schüren, wie viel Schaden verursacht wird, wie oft sie drohen, anklagen und verletzen; stets findet sich ein Medium, das beschwichtigende Worte und tiefstes Verständnis für dieses Treiben findet. Man hat sich bereits vielerorts daran gewohnt, dass Antifa und Gleichgesinnte immer in Erscheinung treten, wenn es vermeintlich gegen Recht(s) geht. Wer dann von ihnen angegriffen wird, ist gemäß ihrer radikalen Logik eben selbst schuld – schließlich trägt er ganz offensichtlich eine „falsche Gesinnung“ in sich.

In den „Thinktanks“ der Parteijugend von Linken, Grünen sowie der Jusos wird derweil festgelegt, welche Meinung noch zulässig ist, selbstredend unter Nichteinbeziehung des Gesetzes. Man antizipiert dort eben ein kommunistisch verklärtes Weltbild – und arbeitet gleichermaßen daran, dass „Linkssein“ zukünftig den Normalzustand einer einst bürgerlichen Gesellschaft abbildet.

Von Caontaloop (PI-News) 

Gleichgültige, Duckmäuser und „noch-nicht-so-lange-hier-Lebende“ werden von den schwarz gekleideten Recken als „Speerspitze“ der vereinigten Linken zumeist noch verschont – aber ab und an greifen sie in ihrem Eifer für eine „bessere Welt“ auch schon mal ihresgleichen an, so wie unlängst in Leipzig geschehen.

Die rote Flora als Allegorie

Die zugemüllten und mit Graffiti verschmierten Szene-Kieze der verslumten Großstädte als stumme Zeugen dieser Entwicklung, zeigen die Endzeit einer zutiefst dekadenten Gesellschaft von Irrlichternden, Wohlstandsverwahrlosten und Möchtegern-Revoluzzern an – von denen die Gesellschaft gleichsam nichts weiter erwarten kann, als Hass, Zerstörung und eine synthetische Hypermoral, die in elaborierte Schreibcodes verpackt ist, deren Textbausteine im geschlechtsneutralen „Soziologie-Sprech“ daherkommen. Sie betreiben eben eine Art von „negativer Wertschöpfung“. Das ist die Tragik ihres gesamten Werdeganges, der genau diametral zum Wirken der „Aufbaugeneration“ angesehen werden kann – und letzten Endes eine Anarchie, die Auflösung jeder bestehenden Ordnung, zum Ziel hat.

Galten die ursprünglichen 68-er Linken noch als überaus gebildet, belesen und diskursiv, wurden in ihren endlosen Diskussionsrunden linke französische Vordenker, deutsche Philosophen sowie Gelehrte der Antike als geistige Grundlage herangezogen und nicht selten in Spiritualität und im Einklang mit fernöstlicher „Erleuchtung“ gelebt  – so gelten ihre Nachfahren der jüngeren Jahrgänge als überaus einfältig – und zumeist nur noch von Halbwissen und stumpfer Ideologie genährt.

Das intellektuelle Gefälle zwischen den Altvorderen und deren Zöglingen ist geradezu gigantisch in linken Kreisen. Die jungen „Erben der 68-er“ sind nichts anderes, als beliebig zu disponierenden Objekten geworden. Eine Art von „Allzweckwaffe“, die just dann eingesetzt wird, sollte man im Diskurs argumentativ nicht weiterkommen. Instrumentalisierte „Tore“ – jedoch zu verblendet, um es selbst zu erkennen. Edle, rote Ritter, einst im immerwährenden Kampf gegen den Klassenfeind, treten nun ein, für die „Schutzsuchenden“ aus aller Welt – die neuzeitlich das „Proletariat“ als Projektionsfläche ersetzt haben. Agitation und Propaganda haben eben nichts eingebüßt von ihrer Wirksamkeit –  und dies seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte.

Waren die „Salon-Bolschewiki“ vom Schlage eines Kretschmann, Trittin oder Bütighofer aus der bundesrepublikanischen „Frühzeit“ nichts weiter, als eine laute Minderheit, kann man aktuell davon ausgehen, dass mindestens ein strammes Viertel der wahlberechtigten Bürger geistig linken und linksextremen Parteien nahesteht – und selbst radikalste Ansichten innerhalb dieses Spektrums als vollkommen unproblematisch einstuft. Gleichwohl gibt es auch in der SPD zwischenzeitlich so starke nach „Linksaußen“ – ziehende Kräfte, induziert von Politikern wie Stegner, Maas und Konsorten, so dass man von einer seriösen Sozialdemokratie als Parteiräson im Sinne von Brandt und Schmidt, eigentlich gar nicht mehr sprechen kann. Das Paradigma von „Gerechtigkeit“, „Gleichheit“ und „Freiheit“ bröckelt.

Die aktuelle Generation dieser „Heimatdistanzierten“, die sich selbst als „ pazifistische Antifaschisten“ wahrnehmen, wäre vermutlich noch in den 80-er Jahren selbst von politisch vollkommen unbedarften Bürgern aus ihren Städten und Dörfern geprügelt worden, so sie denn dort mit ihren sattsam bekannten Fäkal-Parolen und Hass-Tiraden, die ihr Heimatland zutiefst verunglimpfen, aufgetreten wären. Niemals hätte sich das Bürgertum so etwas bieten lassen.

 Von der Sinnhaltigkeit des „Linksseins“

 Lange vorbei sind diese Zeiten, als es politisch opportun war, links zu sein. Für den Umweltschutz, für Abrüstung und Gleichberechtigung – kurz für eine wirklich bessere Welt. Damals ergab alles noch einen Sinn. Man war noch nicht „globalisiert“. Der kalte Krieg und die damit einhergehende atomare Bedrohung aus dem Osten waren allgegenwärtig und schwebten wie ein Menetekel über Europa.

Der Rhein war eine Kloake, der Bodensee kurz vor dem Umkippen – und den Wäldern drohte, auch dank des verbleiten Kraftstoffes und der undifferenzierten Streusalzanwendung im Winter, der Kollaps. Der politische Islam indes und dessen Gewaltspirale war noch sehr weit weg, im Gegensatz zu heute. Das war somit kein Grund zur Besorgnis. Man konnte noch via VW-Bus oder Hanomag nach Kabul und Nordafrika reisen. Linke Lagerfeuerromantik und Weltverbesserungsoptimismus lagen in der Luft. Als gymnasialer Schüler/ Student war man in der Kambodscha und Nicaragua-Gruppe organisiert, reiste aber auch zum Erfahrungsaustausch in einen Kibbuz nach Israel. Im Nachhinein darf man also sagen; diese damalige Zäsur war nötig – und gerechtfertigt. Niemand wird deshalb heute den Sinn der Gründung von Öko-Parteien und Friedensinitiativen in den 80ern in Abrede stellen.

Si tacuisses, philosophus mansisses

Wenn sie doch nur bei ihren „Kernthemen“ geblieben wären! Als es noch wirkliche Aktivisten von Format bei den Grünen oder auch bei Greenpeace gab, erschien uns dies mehr als geboten und absolut unterstützenswert. Dass hierbei natürlich auch allerlei, sagen wir einmal „radikaler Gesinnte“ anzogen wurden, haben sie in ihrer anfänglichen Naivität weder registriert, noch bekämpft. Sie wurden faktisch „gekapert –  der Rest ihrer weiteren Entwicklung ist Geschichte.

Viele dieser Gefährdungen damaliger Zeiten sind glücklicherweise weitgehend abgewendet. Die Welt als „Einheit“ ist sinnbildlich enger zusammengerückt und vertritt nun, abgesehen von islamisch geprägten Staaten, vielerorts gemeinsame Partikularinteressen. Doch die alten Feindbilder und Antagonismen geistern immer noch durch die graubezopften Köpfe der einstigen RAF/ Rudi Dutschke Anhängerschaft, ihren Sympathisanten – und vor allem deren fehlgeleiten und oft nur halbinformierten Antifa- „Nachwuchs“.

Dass die APO mittlerweile rechts verortet ist, nehmen sie nicht wahr. Sie warnen jedoch eindringlich vor Gefahren, die längst keine mehr sind. Und übersehen in ihrer eingeschränkten Sicht der Dinge die wahren Bedrohungen, die sie zum Teil selbst herangezüchtet haben, in ihrem unsäglichen „Laissez-faire“- Stil.

Verweichlichte Indigene*Innen mit Gender*- und „one-world“-Phantasien (Vorsicht Ironie!) stehen zukünftig hochaggressiven Zugewanderten, zumeist muslimisch geprägter Provenienz entstammend, gegenüber. Sie sehen allen Ernstes im politischen Islam einen Verbündeten und unterschätzen vollkommen dessen Eigendynamik, namentlich die subversiven und desintegrativen Kräfte  dieser ganzheitlichen „Geisteshaltung“. Darüber hinaus fehlinterpretieren sie das noch „friedliche“ Auftreten der Mehrheit von Muslimen als Zustimmung ihrer weitgehend „gottlosen“ Politik. Doch dem ist nicht so. Der zutiefst „konservative“ Islam als „Gesamtheit“ ist politisch, gesellschaftlich und kulturell so weit „rechts“ verortet, dass schon alleine dessen Symbolik, Habitus und vor allem der ausufernde Führerkult jeden noch so realitätsblinden Waldorfschüler und Stuhlkreis-Sitzpinkler eigentlich aufhorchen lassen müsste. Iran 1979 – schon vergessen, werte Linke? Willfährige aber ungläubige Helfer dieser überaus rabiaten Ideologie werden nach dem Erreichen der religiösen Ziele stets „entsorgt“. Auf welche Weise auch immer. Und so wird es auch hierzulande geschehen, sollten wir, als konservativ-liberales Regulativ, dieser unheilvollen Entwicklung nicht Einhalt gebieten können.

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