FDP gegen Abzug von US-Atomwaffen

Alexander Graf Lambsdorff spricht sich für eine "nukleare Teilhabe" Deutschlands aus (Foto: JouWatch)

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im Bundestag Alexander Graf Lambsdorff hat sich gegen einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland ausgesprochen.

„Würden die ganz wenigen noch vorhandenen Waffen abgezogen, könnten wir als Deutsche in der Nato bei dieser Frage unsere Werte nicht mehr vertreten, unsere Interessen nicht mehr behaupten“, so Graf Lambsdorff.

Die nukleare Teilhabe Deutschlands in den Jamaika-Sondierungen sollte nicht in Frage gestellt werden, appellierte er an die Grünen.

Anders als die Linkspartei seien die Grünen in der Verteidigungspolitik „profiliert und pragmatisch“. Sie wüßten, daß die Nato ein nukleares Bündnis sei, in dem nur entscheiden dürfe, wer einen Teil dieser Last trüge.

Wie die dts Nachrichtenagentur meldet, schlug Lambsdorff vor, die Idee des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu einer Aktualisierung des deutsch-französischen Elysee-Vertrags aufzugreifen. Frankreich habe außenpolitisch eine herausgehobene Position. Es sei Nuklearmacht und ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat. Deutschland sei wiederum die stärkste Wirtschaftsmacht der EU.

„Warum schaffen wir aus dieser Konstellation heraus nicht eine permanente Koordinierung unseres Auftretens in den Vereinten Nationen, im Sinne Europas?“ so Alexander Graf Lambsdorff. Letztlich könnten sich Frankreich und Deutschland auf der Weltbühne nur noch gemeinsam behaupten, so Lambsdorff weiter. (RH)

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