Alle guten Dinge sind 3 Jahre Pegida

(Foto: JouWatch
Wieder volles Haus bei Pegida (Foto: JouWatch)

Es ist die Ruhe vor dem Sturm, die mich an diesem Samstag in Dresden empfängt. Ich bin natürlich nicht der einzige, den es magnetisch Richtung Innenstadt zieht.

Von Thomas Böhm

Links und rechts von mir Rechte und Linke, die man zu diesem Zeitpunkt allerdings äußerlich nicht voneinander unterscheiden kann.

Die Geister scheiden sich erst kurz vor dem Theaterplatz. Die schwarzgekleideten Brüllaffen ziehen einen großräumigen Kreis um den grünen Ring der Polizei. Drinnen, zwischen Baustelle und historischer Kulisse eingepfercht, sollen heute die Feierlichkeiten zum 3. Geburtstag der Pegida stattfinden.

Ein böiger Wind fegt über den sich langsam füllenden Platz. Die ersten Deutschlandfahnen flattern in der Luft, vom Winde verweht wurde an diesem Nachmittag trotzdem keine.

Die Begrüßung ist gewohnt herzlich im „galligen“ Dorf, dass nun seit 129 Montagen dem politischen Tiefdruckgebiet, dass mit dunklen, schweren Wolken von Berlin über die Republik zieht, trotzt.

Foto: JouWatch
Pegida-Mann Däberitz bekommt zum 3. Geburtstag einen Blumenstrauß (Foto: JouWatch)

Hier trifft sich die Familie, hier trifft sich wie letztes Jahr die Creme de la Creme des antifaschistischen Widerstands. Götz Kubitschek, Renate Sandvoß, Michael Stürzenberger, Jürgen Elsässer, Martin Sellner, Tommy Robinson und die anderen – sie sind alle gekommen, um der Pegida ihre wohl verdiente Ehre zu erweisen.

„Nazis raus“, „Nazis raus“, schallt es immer wieder aus der Menge heraus. Der Wind trägt diese Botschaft nach draußen und wird den hirntoten Rotzlöffeln regelrecht um die Ohren gehauen.

„Rebel“ Tommy Robinson kommt von einem kleinen Ausflug zurück. „Was sind die Typen dahinten nicht alle verrückt“, lacht er und zeigt auf den schwarzen Block. „Ich habe sie gefragt, wie viele Refugees sie denn noch haben wollen. 1 Million? 10 Millionen, 100 Millionen. Sie haben keine Antwort nur Geschrei.“

Der Theaterplatz ist jetzt bis auf den letzten Mann gefüllt. Keine Ahnung ob es 2500, 3000, oder gar 5000 Leute sind. Der harte Kern, die Treuesten der Treuesten sind auf jeden Fall dabei.

Und sie üben sich in Geduld, denn genau in dem Moment, in dem Lutz Bachmann die Veranstaltung eröffnen will, gibt das Strom-Aggregat seinen Geist auf.

Kein Problem für Götz Kubitschek und Martin Sellner, sie klettern kurzerhand aufs König-Johann-Denkmal in der Mitte des Theaterplatzes und halten ihre Reden ohne technische Hilfsmittel, der Wind trägt ihre scharfen Worte über den ganzen Platz.

Die Menge jubelt und es wären nicht die Ossis, wenn das technische Problem nicht schnell wieder gelöst wäre. Irgendwelche Freunde schleppen kurzerhand drei neue Strom-Aggregate heran und die Show kann jetzt auch auf der Bühne beginnen.

Gewohnt energiegeladen der Auftritt des unermüdlichen und unkaputtbaren Michael Stürzenberger, der sich ebenso wie seine Vor- und Nachredner darüber freut, dass die AfD jetzt den Bundestag gestürmt hat und dort den etablierten Parteien ein scharfer Wind von rechts, nordrechts um die Nase weht.

Foto: JouWatch
Die Bürgerbewegung Pax Europa heute mal verhüllt

Spektakulär dann auch der Auftritt der Bürgerbewegung Pax Europa. Dem Vermummungsverbot zum Trotz klettern plötzlich unter der Anleitung eines korpulenten Koranträgers jede Menge schwarz verhüllte Gestalten auf die Bühne. Sie tragen alle auf großen Schildern diese berühmt-berüchtigten Suren vor sich her, die die Idee, den Sinn und das Durchhaltevermögen der Pegida-Macher, aber vor allen Dingen der Unterstützer und Anhänger aus der ganzen Republik deutlich machen.

Und deshalb, alle zusammen und alle gleichzeitig: Noch nie war es so wertvoll und wichtig, gegen die Islamisierung des Abendlandes zu demonstrieren. Martin Sellner bringt es in seiner großartigen Rede auf den Punkt: „Pegida ist eine Idee, wir einzelnen, die hier auf der Bühne stehen, sind gar nicht wichtig. Ihr seid wichtig, ihr müsst euch wehren. Das Volk muss sich wehren und Widerstand leisten, gegen den politischen Wahnsinn, der das Land, der unsere Freiheit zerstört.“

Und es gab noch eine Überraschung. Zum ersten Mal standen Bundestagsabgeordnete auf der Bühne, um damit ihre Solidarität mit Pegida zu demonstrieren. Das zeigt, dass der politische Widerstand, das Bündnis der Patrioten gleichzeitig unten auf der Straße und im „Oberhaus“ die Elite in die Zange nehmen wird.

Renate Sandvoß hat wie immer die richtigen Worte, als sich die Feier dem Ende naht:

„Wir Patrioten müssen zusammenhalten – und Widerstand gegen das scheinbar besiegelte Schicksal Deutschlands leisten. Ich baue auf euch…..! Danke Dresden, bis bald!“

Es ist schon dunkel, als die Jubliäumsveranstaltungen sich dem Ende neigt, die Patrioten gehen wieder nach Hause und es erhebt sich ein Orkan, der diese wichtige politische Botschaft über das ganze Land tragen wird. Oh, ja, es kommen stürmische Zeiten auf die Linken in diesem Lande zu.

Hier einige Reden

Martin Sellner

Götz Kubitschek

Renate Sandvoß

Tommy Robinson

Der Auftritt der AfD

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...