Pegida? In Dresden? Gibt´s hier nicht.

Symbolbild Pegida und Tatort
Symbolbild Pegida und Tatort

Damit der politisch korrekte Tatort (böse deutsche Männer, tolle Migranten, starke Frauen) auf keinen Fall Spuren von Wirklichkeit enthält, dürfen Anhänger von Pegida nicht gezeigt werden. Schon gar nicht in einem positiven Kontext.

Von Volker Kleinophorst

Im Tatort „Auge um Auge“ (Sendetermin 12. 11.) ist eine Gruppe von Männern zu sehen, die eine Fahne (welche wird nicht spezifiziert) mit sich tragen, wie sie häufig auf Pegida-Demos zu sehen sei. Die halten einen Rollstuhlfahrer vom Selbstmord ab. Das kann nicht sein.

Aber der MDR ist einsichtig, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet: „Wir beheben den Fehler und korrigieren den Film entsprechend.“ Man betont, dass eine politische Gruppe erkennbar, aber ohne ersichtlichen Zusammenhang, als Retter eines Rollstuhlfahrers erscheine, sei selbstverständlich nicht beabsichtigt gewesen. Also umschneiden.

Die Entschuldigung, wieso das passieren konnte: Vorher habe es eine Einstiegszene gegeben, in welcher der Rollstuhlfahrer gegen Pegida pöbelte. Diesen „sarkastischen“ Witz habe man aus Gründen der „Dramaturgie“ rausgenommen, da konnte man ja die Pegida-Anhänger nicht drin lassen. Schon gar nicht als Retter.

Ich wundere mich etwas. Dass dieser „sarkastische Witz“ nicht durch die Zensur gehen würde, hätte dem Tatort-Team doch eigentlich klar sein müssen.

Warum hat man nicht den Rollstuhlfahrer zum Pegida-Anhänger gemacht, der gegen „Flüchtlinge hetzt“ und dann von einem perfekt deutsch sprechenden syrischen Arzt gerettet wird, dessen Berufsabschluss in Deutschland nicht anerkannt wird, weswegen er in einer Nazi-Kneipe arbeiten muss, aus der ein Kinderschänderring betrieben wird.

Das wäre der doch der Tatort, den wir alle kennen.

Langweiliges, deutschenfeindliches Erziehungsfernsehen.

Der Mitteldeutschen Zeitung ist das ja immerhin einen Bericht wert. Entlarvend die Frage, die den Lesern dazu gestellt wird.

„Ist der Sonntagabend auch bei Ihnen für den Tatort reserviert?

Erfreulich, als ich abstimmte, meinten 57% Nein, nur 35 % Ja.

Wandere aus, solange es noch geht!
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