L’académie française: „Die französische Sprache ist in tödlicher Gefahr“

Jetzt auch in Frankreich Sprachverwirrung (Foto: Pixabay)

Die in Frankreich offiziell als Wächter der französischen Sprache bezeichnete „Académie Française“ ist alarmiert. Die französische Sprache sei „in tödlicher Gefahr“. Es gehe dabei weniger um den Anglizismus, sondern vielmehr um den zunehmenden Einfluss der politisch korrekten Gender-Ideologie. 

Die Mitglieder der Akademie sind regelrecht wütend über die Entstehung sogenannter „inklusiver Schriften“, die die männlichen und femininen Formen der Substantive im Text verursachen. Das Ziel, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und sexistische Stereotypen zu reduzieren, „um Frauen in Texten sichtbar zu machen“, bezeichnet die Sprachakademie als eine „Verirrung“, die die französische Sprache bedrohe, man stehe auch für kommende Generationen in der Verantwortung.

Bisher enthalten Texte auf Französisch nur die männliche Form von Substantiven wie zum Beispiel citoyen (Bürger), consommateur (Verbraucher) oder agriculteur (Landwirt). Wird „inklusives Schreiben“ angewendet kommen solche „Unwörter“ wie citoyen.ne.s, consommateur.rice.s, agriculteur.rice.s., acteur.rice.s (Schauspieler), ingénieur.es (Ingenieur) und directeur.rice.s (Regisseur) dabei heraus.

Die derzeitige Kontroverse um „inklusives Schreiben“ wurde vom einflußreichen Verlag Hatier initiiert, der sich dazu entschlossen hat, auch Schulbücher mit den sogenannten gleichberechtigten grammatikalischen Formen neu zu schreiben.

Neue Schreibregeln machen die Worte unlesbar

Nun versucht die Académie Française die Entwicklung zu stoppen: Die Vermehrung der orthographischen und syntaktischen Zeichen, führe ihrer Meinung nach zu einer uneinigen Sprache, die in ihrer Ausdrucksweise verschieden ist und eine Verwirrung schafft, die an Unlesbarkeit grenzt.

Feministische Gruppen unterstützten die Einführung des inklusiven Schreibens, auch wenn die Sprachwächter plausibel machen, daß es völlig unklar sei, wie die praktischen Hindernisse beim Schreiben, Lesen oder bei der Laut- und Aussprache überwunden werden könnten. Auch sei das wirkliche Ziel dieser angestrebten Entwicklung nicht zu erkennen.

Es sei schon schwierig genug, eine Sprache zu lernen, ohne die neuen Formen am Ende der Worte hinzufügen zu müssen, argumentiert die Akademie.

Umfragen in Frankreich zeigen, daß 75 Prozent der Franzosen „inklusives Schreiben“ zwar bevorzugen, aber nur 12 Prozent auch wissen, was es ist und wie man es benutzt. (RH)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.