Gérard Depardieu findet Trost im Koran

Wenn die Flasche leer ist, hilft nur noch der Koran (Foto: Collage)
Wenn die Flasche leer ist, hilft nur noch der Koran (Foto: Collage)

Der nach Russland emigrierte französische Schauspieler Gérard Depardieu zieht in seinem jüngst veröffentlichten Buch mit dem Titel „Es hat sich so ergeben“ eine bittere Lebensbilanz, wie t-online berichtet. So schreibt er, die Welt laufe „ins Leere“. Erbauung findet der französische Superstar seinen eigenen Worten zufolge im Koran.

„Wie können wir in einer Kultur vorankommen, die nach und nach ihre Daseinsberechtigung verliert?“, fragt Dépardieu. Der 68-Jährige bezieht sich unter anderem auf den österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig, der 1942 freiwilig aus dem Leben schied, kurz bevor sein letztes Werk „Die Welt von gestern – Erinnerungen eines Europäers“ erschien. Depardieu klagt in seinem Buch über „den Mangel an Leidenschaft und Sinnlichkeit“, der die heutige Welt präge. Trost finde er immer wieder im Koran, bekennt der Schauspieler. Gérard Depardieu hatte Frankreich vor etlichen Jahren unter Hinterlassung einer leidenschaftlichen Tirade gegen die sozialistische Steuerpolitik verlassen und war nach Russland übergesiedelt.

„In der Beschreibung des Paradieses von Allah findet man eine wahre Vision der Leidenschaft“, sagt Dépardieu. Sie habe nichts zu tun mit dem Bild vom Paradies, welches gewisse „Knallköpfe“ dazu verleite, sich im Glauben an 72 Jungfrauen in die Luft zu sprengen. Dem eigenen Tod sieht der erklärte Bonvivant bei mindestens zwei Flaschen Rotwein täglich gelassen entgegen. Der Tod, so Depardieu, „ist kein Fragezeichen, er ist ein hübsches Ausrufezeichen hinter dem Erlebten.“ (ME)

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