Wie sich die Bilder gleichen (oder: Nichts Neues unter der Sonne)

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Im Rahmen der Zirkusspiele des alten Rom wurden auch Löwen, Tiger und andere exotische Raubtiere verwendet, deren Beschaffung mit einem gewissen Aufwand an Kosten verbunden war. Zur Ernährung dieser Unterhaltungsträger in der Zeit bis zu ihren Einsätzen, verwendete man u. a. auch alte (und, aus der Sicht ihrer Besitzer, wertlose) Sklaven, welche, mit dem Ziel den Jagdinstinkt der Tiere wachzuhalten, lebend in den Tierzwingern deponiert wurden. Um andererseits auch die entfernteste Gefahr einer “Beschädigung“ der wertvollen Importe zu verhindern, schlug man den Sklaven unmittelbar vor der Fütterung die Vorderzähne aus und brach ihnen die langen Arm- und Beinknochen.

Von Quo usque tandem

Heute, im aufgeklärten 21. Jahrhundert, können wir in Deutschland (einer der fortschrittlichsten Kulturnationen der Erde) eine Praxis beobachten, welche der oben beschriebenen, wenn nicht in allen äußerlichen Erscheinungsformen, so doch im Grundprinzip gleicht: Ich spreche von der Situation der deutschen Polizei. (Um etwaigen Belehrungen vorzugreifen: Es ist mir bekannt, dass die Polizeihoheit in der BRD Sache der einzelnen Bundesländer ist; der Begriff “deutsche Polizei“ wird hier gebraucht, um umständliche Formulierungen zu vermeiden,)

Die Angehörigen dieser Berufsgruppe, welche (zumindest vom der ursprünglichen Konzeption her) die Ordnung unseres Staatswesens und unser aller Sicherheit garantieren soll (und somit eigentlich Gegenstand allgemeinen Respektes sein sollte) können im heutigen Deutschland verhöhnt, bespuckt, gemobbt, bedroht und immer häufiger auch – bis hin zu terminalen Folgen – misshandelt werden. Übergriffe solcher Art (welche, wie bereits angedeutet, auch Angriffe auf die Grundfesten unseres Kultur-Gefüges sind) werden, wenn die einschlägige Reaktion überhaupt über einen Eintrag im Protokollbuch des zuständigen Reviers hinausgeht, seitens der bundesdeutschen Justiz hinsichtlich des/der Täter(s) allzu oft als Kavaliersdelikt behandelt – immer vorausgesetzt, der (oder normalerweise die) Täter verfügt/verfügen über den richtigen ethnischen Hintergrund (MiHiGru) bzw. die richtige politische Filiation (links).

Eine Betrachtung des Handlungsspielraums der jeweils betroffen Ordnungshüter bringt uns wieder zu dem eingangs erwähnten “Tiernahrungs-Sklaven“ zurück: Was bei diesem die künstlich herbeigeführte Verkrüppelung und Wehrlosmachung war, ist im Falle des kontemporären deutschen Polizisten das ständig über ihm schwebende Damoklesschwert des Disziplinar- (bzw. sogar  Strafverfahrens) und das damit verbundene mögliche Ende der Berufslaufbahn, wegen “Überschreitung des zulässigen Verhaltens-Rahmens“ (geiler Ausdruck – nicht wahr, geschätzter Leser?)

Wer war das? Von wem kam der Zwischenruf “Kein Wunder, dass es in gewissen Sektoren unserer Städte inzwischen so aussieht, wie es aussieht“? Diese Bemerkung ist, da den Diktaten der “politischen Korrektheit“ zuwiderlaufend, völlig unzulässig.

Auch ein Hinweis darauf, dass die (inzwischen stellenweise durch krankhafte Züge gekennzeichnete) Aufarbeitung unserer NS-Vergangenheit etwas mit der eben beschriebenen Anomalie zu tun haben könnte, ist tadelnswert und – gemäß offizieller Lesart – staatsgefährdend.

Der einzig u. U. noch zulässige Kommentar wäre das Shakespeare-Zitat “O Urteil, du entflohst zum blöden Vieh; der Mensch nahm Abschied vom Verstand“ (Julius Caesar, Dritter Akt, Rede des Markus Antonius).

 

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