Tunesischer Asylbewerber zerschneidet JVA-Wärter das Gesicht

(Bild: shutterstock)
Bluter Übergriff eines Schutzsuchenden (Bild: shutterstock)

Bautzen – Ein Jahr und drei Monate Haft. So das Urteil des Bautzener Amtsgericht gegen den 24-jährigen Tunesier Wassim A. Dem abgelehnten Asylanten wurde bei der Verhandlung am Mittwoch vorgeworfen, einem Beamten der JVA Bautzen mit einer Rasierklinge das Gesicht zerschnitten und ihn dabei schwer verletzt zu haben. Grund für die Attacke: Aus seiner Zelle wurde der Fernseher entfernt.

Wassim A. reiste Mitte 2013 von Tunesien nach Deutschland ein und stellte einen Asylantrag. A. gab als Fluchtgrund aus seinem Heimatland Tunesien an: Seine Eltern hätten sich getrennt.

Kaum in Deutschland, füllte der Tunesier laut der Bild-Zeitung dann in kürzester Zeit seine Strafakte. In Chemnitz wurde er wegen Körperverletzung und Drogendelikten in 80 Fällen zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. In der JVA Zeithain griff er dann Mitgefangene an und nähte sich zudem den Mund zu. Deshalb wurde er in die JVA Dresden verlegt. Und auch hier tobte er weiter und griff unter anderem einen tschechischen Mitgefangenen an. Grund für den Übergriff: Er müsse „Ungläubige vernichten“. Schlussendlich landete er in der JVA Bautzen, wo er Ende 2016 dann den Vollzugsbeamten angriff, um ihm mit einer zum Messer umgebauten Rasierklinge das Gesicht zu zerschneiden.

Der Richter gab nach der Urteilsverkündung seinem Wunsch mit den Worten Ausdruck: „Ich kann nur hoffen, dass Ihre Abschiebung nach Verbüßung der Strafe schnell realisiert wird.“ Sein Asylantrag sei zwischenzeitlich abgelehnt worden. (SB)

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