„Skandal an der Uni“ – Professorin verlangt Respekt

Symbolfoto: Durch Tatiana Frank/Shutterstock
Symbolfoto: Durch Tatiana Frank/Shutterstock

Die Augsburger Puppenkiste, nein, die sogenannten Augsburger Nachrichten glauben, ihre Leser mit folgender, in die Irre führender Schlagzeile bei der Stange halten zu können: Streit um Kopftuch im Hörsal eskaliert.

Aus meiner Sicht handelt es sich allerdings lediglich um einen abermals irrwitzigen Vorstoß, linkes und damit gedankenloses Handeln alltagstauglich zu machen sowie unterschwellig einer fortschreitenden Islamisierung mit deutlichen Unterwerfungsgesten das Wort zu reden.

„Wie es dazu kam und warum eine Dozentin in der Kritik steht“, steht unter dem Titel.

Das Blatt fragt scheinheilig – Zitat: „Dürfen muslimische Frauen in Vorlesungen an der Würzburger Universität Kopftuch tragen?“ – Zitatende.

Mit Laizismus, der in Hinblick auf den christlichen Glauben auch oft und sehr streng durchgesetzt wird, hat das muslimische Koptuch natürlich ebensowenig zu tun, wie viele der heutigen campusuntauglichen Studenten mit wissenschaftlichem Fortschritt.

Die sogenannte Politik-Professorin  Frau Gisela Müller-Brandeck-Bocquet habe in einer Vorlesung an der Universität Würzburg im sogenannten Fach Politikwissenschaft alle Hörer gebeten, ihre Kopfbedeckungen abzunehmen, auch Mützen und Käppis.

Eine türkischstämmige mutmaßliche Studentin habe sich daraufhin geweigert, ihr Kopftuch abzulegen und sich dabei auf die gesetzlich verankerte Religionsfreiheit berufen. Wahrscheinlich dachte diese, sie sei bei sich zu Hause.

Die Professorin habe hingegen auf die Trennung von Staat und Kirche verwiesen. – Zitat: „Die Universität sei ein säkularer Raum, religiöse Bekenntnisse hätten dort nichts zu suchen.“ – Zitatende.

Daraufhin hätten sich viele sogenannte Studierende auf die Seite der Bekopftuchten gestellt und die Vorlesung verlassen.

Gegenüber der Redaktion des Lokalblatts habe die Studentin geäußert, daß das Kopftuch für sie zur Religionsausübung gehöre, es ihre freie Entscheidung sei und sie niemand, nicht einmal ihre Eltern, zwänge.

Nun der heute übliche Verlauf. – Zitat: „In einer Erklärung der Universität bekennt sich die Hochschulleitung zum „selbstverständlichen Prinzip“ der Religionsfreiheit. Das Verständnis für unterschiedliche Kulturen und Nationalitäten gehöre zum Leitbild der Universität. Hier gebe es keine Vorschriften oder Richtlinien, die das Tragen eines Kopftuches untersagen würden. Abgesehen davon dürfte die Uni gar kein Verbot erlassen, wie das Kultusministerium in München bestätigt.“ – Zitatende

Frau Müller-Brandeck-Bocquet habe in einer schriftlichen Erlärung diese Vorkommnisse bedauert. Sie pflege in ihren Vorlesungen seit vielen Jahren, alle Hörer zu bitten, als Zeichen des Respekts vor einer universitären Einrichtung und vor ihr als Professorin, die Kopfbedeckungen abzunehmen.

Sie bestreite übrigens, die Studentin zum Ablegen des Kopftuchs aufgefordert zu haben. Sie habe lediglich auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen hingewiesen und ihre Mißbilligung zum Ausdruck gebracht.

In der Uni-Erklärung hieße es – Zitat „Sie bedauert die Aufregung und die Missverständnisse, die sich aus der Artikulation ihrer persönlichen Missbilligung ergeben haben.“ – Zitatende.

Der sogenannte Vorfall habe zudem natürlich, wie kann es auch anders sein, heftige Debatten ausgelöst. Die Juso-Hochschulgruppe werfe der Politik-Professorin ein intolerantes Verhalten vor. Von der Grünen Jugend Würzburg käme gar scharfe Kritik – Zitat: „Sie (die Grüne Jugend) bewertet das Verhalten der Professorin als „öffentliche Demütigung“.“ – Zitatende.

Das sind alles aus meiner Sicht zwar keine Meldungen, die die Welt erschüttern, aber sie zeigen, wohin derzeit fast überall die Reise geht. Gedemütigt wurden in diesem Falle wieder einmal Verstand und Rechtsstaat. (RH)

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