Neu im Lexikon der Linken: Die Opferrolle

(Foto: Durch Azabdull/Shutterstock
Schaf (Foto: Durch Azabdull/Shutterstock)

Stellen Sie sich mal vor, eine Frau „provoziert“ durch ihr äußeres Erscheinungsbild eine Gruppe Schwarzafrikaner und wird mehrfach vergewaltigt. Würden dann Politiker und Journalisten davon sprechen, dass die arme Frau lediglich in die Opferrolle geschlüpft ist und damit kokettiert?

Von Thomas Böhm

Wohl kaum. Etwas anderes ist es aber, wenn so genannte Rechte oder AfD-Politiker verfolgt, verprügelt, mit der Nazikeule erschlagen oder verbal niedergemetzelt werden. Dann gibt es plötzlich keine Opfer mehr, sondern nur Bösewichte, denen man zurecht „eins ausgewischt“ hat und die nun gemeinerweise in die Opferrolle geschlüpft sind und nur jammern und wehklagen, damit sie diese Angriffe politisch für ihre Ziele ausnutzen können.

Ganz im Sinne von: Wenn wir dich schon zu Boden treten, halt einfach deine Klappe und beschwer Dich nicht.

Einer der schlimmsten Hassprediger ist Michel Friedman, der sich in seiner typisch arroganten Weise über die bösen AfDler beschwert, wohl wissend, dass diese ständig auf brutalste Weise niedergetrampelt werden. Die „BZ“ gibt diesem Hassprediger natürlich das passende Forum:

Was für ein grandioses Doppelspiel! Einerseits gnadenlos hetzen, Emotionen gegen Minderheiten schüren, demokratische Prinzipien infrage stellen, Institutionen kaputtreden. Und andererseits, wenn Millionen Menschen kritisch auf all das Demagogische reagieren, sich auf den Boden werfen und lamentierend beklagen: Keiner hat uns lieb, keiner nimmt uns ernst, keiner hört uns zu, alle drehen uns das Wort im Munde herum. Und noch dazu werden wir als Rassisten, Neonazis oder Ewiggestrige markiert…

…In aller Klarheit: Eine Vielzahl der AfD-Funktionäre sind keine Opfer, sondern Täter. Mit ihren Äußerungen zündeln sie verbal bewusst gegen Menschen. Allein diese geistige Brandstiftung macht sie schon zu Tätern. Und dann gibt es noch die anderen, die, die schlagen und Asylbewerberheime anzünden. Opfer? Nein! Brutale, feige Täter.

Demagogie vom Feinsten, auf dass die nächsten Hirntoten der Antifa ihre Baseballschläger wieder auf Hochglanz polieren und auf die Jagd gehen.

Ein anderer Hassprediger, Paul Wrusch von der „taz“, knöpft sich in klassisch stalinistischer Art Alice Weidel vor, die, nach einer Talkshow, die auf ihrem Rücken ausgetragen wurde, das Weite sucht:

Weidels durchchoreographierter Abgang wirkt wie eine inszenierte Eskalation, ein PR-Manöver, das der AfD neue Schlagzeilen bringt. Kann ja nicht schaden im Wahlkampf. Denn die Spitzenkandidatin muss in Sachen Bekanntheitsgrad noch ordentlich aufholen. Und auch Wähler, die der AfD durchaus positiv gegenüber stehen, können sich jetzt ihrer Sache noch einmal gewiss werden: Seht her, die AfD, Opfer des Staatsfunks und der etablierten Parteien! Rein in die Opferrolle. Ein bekannter Trick von Rechten, der immer wieder funktioniert.

Ist es die AfD nicht selbst, die sich durch plumpe Inszenierung als Opfer von wem oder was auch immer stilisiert, dann helfen Medien, wenn sie der AfD eine Extrabehandlung zukommen lassen. Dann helfen Stadtverwaltungen, die AfD-Politikern Auftrittsverbot erteilen oder andere Parteien, die sich direkten Diskussionen mit der AfD verweigern. Es ist ein Dilemma. Einerseits will man die AfD nicht zur normalen Partei erheben, andererseits spielt man ihr damit immer wieder in die Karten…

Den Vogel schießt natürlich wie immer der Propaganda-Sender des Kanzleramtes – Die Tagesschau – ab:

In der konstituierenden Sitzung des Bundestags wurde gleich mal klar gemacht, wie man mit der AfD nicht umgehen kann. Es war ein klassisches Eigentor, die Geschäftsordnung so zu ändern, dass nun der Abgeordnete mit der längsten Zugehörigkeit im Parlament die erste Sitzung eröffnet – und nicht mehr der älteste Abgeordnete. Das wäre ein AfD-Politiker gewesen.

Die AfD hat diese Steilvorlage wie erwartet genutzt und mit einem provozierenden Nazi-Vergleich ihre oft geübte Opferrolle eingenommen. Zum ersten Mal in der Geschichte sei die Regel mit dem ältesten Abgeordneten gebrochen worden, 1933 von Hermann Göring, sagte prominent vom Rednerpult der AfD-Politiker Baumann mitten ins verblüffte Plenum. So habe Göring politische Gegner ausgrenzen wollen.

Der FDP-Politiker Marco Buschmann konterte zwar noch: Die AfD habe sich an Geschmacklosigkeit überboten, wenn sie sich mit den Opfern Hermann Görings vergleiche.

Doch es folgte umgehend die nächste Lektion – Akt Nummer zwei: Nach der Provokation folgt die Relativierung. Man habe sich nicht mit den Opfern des Nationalsozialismus verglichen, sagte der AfD-Politiker Baumann in einem Interview und wies die Vorwürfe zurück.

Der heutige Tag lehrt: Eine prophylaktische Ausgrenzung und Stigmatisierung ist ein Elfmeter für die AfD, den sie auch nachts um drei sicher verwandeln kann…

So ein Ärger aber auch, wenn die Nazikeule mal den Schädel desjenigen zertrümmert, der ständig zum Schwung ansetzt, um Andersdenkende zu treffen.

Der Oberhammer aber kommt jetzt. Es geht um die linken Terrorangriffe gegen die Identitäre Bewegung in Halle. In der „Mitteldeutschen Zeitung“ erfahren wir, wie linke Täter „verkehrte Welt“ spielen, um ihre Hände in Unschuld zu waschen:

Nach Ansicht der Initiative „Halle gegen Rechts“ ist der Angriff ein weiteres Zeichen, dass ein Miteinander von IB und Anwohnern nicht funktioniere. „Der Vorfall zeigt, dass das rechtsextreme Hausprojekt zu Auseinandersetzungen vor Ort führt“, sagte Sprecher Valentin Hacken.

Es müsse zudem damit gerechnet werden, dass die Gewalt von Rechts im Viertel weiter zunehme. „Die IB merkt, dass ihre Strategie, durch vermeintlich friedliche Aktionen wie das Verteilen von Willkommensbeuteln an Erstsemester neue Mitglieder zu gewinnen, auf Protest stößt“, so Hacken. „Ich glaube, dass der Frust darüber zu einer weiteren Radikalisierung und Gewalt führt.“

Diese kranke, aber eben typischen linke Denkweise, muss jeden klar denkenden Menschen irre werden lassen: Die Täter beklagen sich über ihre Opfer, geben ihnen die Schuld für ihre eigenen Schandtaten. In diesem Sinne: Frauen, wenn Euch jemand überfällt, schlüpft bitte nicht in die Opferrolle, entschuldigt Euch bei den Tätern, sonst werden die Linken in diesem Land richtig böse.

Wandere aus, solange es noch geht!
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