Rainer Wendt: „Das Opfer ist die Meinungsfreiheit“

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Rainer Wendt ist bei der Antifa verhasst Foto: Screenshot/Youtube

Frankfurt – Die Goethe-Universität in Frankfurt stornierte einen geplanten Vortrag des Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Gegen Wendts Vortrag hatte sich Widerstand formiert. Wendt ist verärgert, wie die „Welt“ berichtet.

Geplant war der Vortrag des Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft als Einstimmung auf das Wintersemester. Er hätte den Titel „Polizeialltag in der Einwanderungsgesellschaft“ gehabt. „Einwanderungsgesellschaft“ ist jedoch ein Reizwort. Auch der Name des Polizeigewerkschaftschefs läßt bei vielen den Blutdruck ansteigen. Wendt wurde in der Vergangenheit durch hoch umstrittene Äußerungen populär. So hatte er beispielsweise bestritten, daß es bei der Polizei „Racial Profiling“ gebe. Die G-20-Krawalle in Hamburg nannte er außerdem die „Quittung für eine verfehlte Politik“ der rot-grünen Regierung.

Die kontroverse Diskussion an der Universität Frankfurt wird deshalb nun ausfallen. Die Universität sagte anfang der Woche den für Donnerstag geplanten Vortrag kurzfristig ab. Offizielle Begründung der Absage seien Sicherheitsbedenken gewesen, wie die Polizeigewerkschaft mitteilt. Es sei mit einer Protesteskalation linksalternativer Gruppierungen zu rechnen. Die  „Frankfurter Rundschau“ meldete jedoch, lediglich eine Änderung in der inhaltlichen Ausrichtung der Vortragsreihe sei Grund für die Absage gewesen und berief sich dabei auf eine Mitarbeiterin des Instituts, das den Vortrag ursprünglich organisiert hatte.

Wissenschaftler: Wendt verwendet“rassistische Denkstrukturen“

Die Hochschulleitung der Goethe-Universität in Frankfurt äußerte sich ebenfalls. Sie sei zu keiner Zeit in die Entscheidung zur Absage von Wendts Vortrag eingebunden gewesen. Für die Organisation der Vortragsreihe zeichne die Leitung des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam als Verantwortliche. Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich Widerstand gegen den Vortrag des Gewerkschaftschefs aufgebaut. Etwa 60 Wissenschaftler hatten dem Forschungszentrum Globaler Islam einen offenen Brief geschrieben, in welchem sie die Absage der Veranstaltung forderten. Die Kritiker warfen Wendt „rassistische Denkstrukturen“ vor. So habe er sich „wiederholt fernab eines aufgeklärten Diskurses positioniert“, etwa, als er sich „offensiv“ für die „rassistische Polizeipraxis“ Racial Profiling einsetzte. Die Universität dürfe den zu erwartenden, diskriminierenden Äußerungen des Gewerkschaftschefs keinen Raum zur Verfügung stellen. (ME)

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