#Metoo – Kurzschluss beim Spiegel

Foto: Durch Mihai Surdu/Shutterstock
Foto: Durch Mihai Surdu/Shutterstock

Die Sexismus Debatte rund um Schweinstein eskaliert. Jetzt soll doch über Migrantengewalt gegenüber Frauen geredet werden. Das geht wirklich zu weit.

Von Volker Kleinophorst

Frauen sind die besseren Menschen. Zumindest moralisch, qua Geburt. Dass sie die Allerschlausten sind, erklärt uns heute jeder Werbespot. Trotzdem sind sie Opfer. Immer. Zumindest wenn es nichts kostet.

Jetzt erwarte ich ja gar nicht, dass die medialen Bienen-Königinnen der Selbstgerechtigkeit sich mit ihrem eigene Verhalten kritisch auseinandersetzen, sich zum Beispiel mal fragen, wie oft sie selbst übergriffig, sexistisch (nicht nur gegenüber Männern, besonders ja gegen das eigene Geschlecht) oder ausgrenzend sind. Dass Frauen lügen, um sich Vorteile zu verschaffen, hat es ja noch nie gegeben. Keine hat jemals mit Sex eingesetzt, um etwas zu erreichen.

Was mich noch mehr erstaunt. An diesen Sexismus-Themen besteht wohl kein Interesse:

  1. Frühsexualisierung
  2. Migrantengewalt besonders sexuelle
  3. Pornografisierung der Gesellschaft

Zu diesen doch ziemlich frauenaffinen #Metoo Themen findet sich kein Star kein Sternchen, das dafür die Trommel rührt. Das Kinder im Schulunterricht über Blowjobs und Analverkehr unterrichtet werden, das von Migranten Frauen und sogar Kinder vergewaltigt werden, dass die Pornografie quasi ab dem Alter verfügbar ist, an dem man irgend etwas smartphone computerähnliches bedienen kann:

Kein Thema.

Besonders bei Migrantengewalt. Bloß nicht hinschauen.

Den Vogel schießt mal wieder das ehemalige Nachrichtenmagazin Spiegel ab:

„In der #Metoo-Diskussion wird jetzt auch über den Sexismus von „Flüchtlingen“ (Beim Spiegel ist jeder Migrant immer Flüchtling) debattiert – das ist ein Rückschritt.“

Grund für den Vorstoß: Der Artikel von Marlen Hobrack „Warum wir Feministinnen über Flüchtlinge reden müssen“ vom 25.10. aus der Welt (hinter der paywall), die davor warnt, dass Feministinnen aus Angst als rassistisch zu gelten, Sexismus von Flüchtlingen verschweigen.

Diese Debatte, so Eva Thöne heute in Spiegel Daily (auch paywall), „verschleiert die Strukturen, die #Metoo in den vergangenen Wochen aufgedeckt hat und immer noch aufdeckt.“

Es sei ein Kurzschluss, wenn man Flüchtlinge und Sexismus zusammendenke.

#Metoo habe seine Kraft entwickelt, weil es „die Ansprüche zwischen unserem Sein und unserem Bewusstsein (Ich kann Marx googeln) frappierend aufzeigt“.

Das ist leider wahr. Er zeigt, das es den Frauen von #Metoo wohl vor allem um eines geht, ihr Sein. Und das sie keinerlei Bewusstsein dafür haben, wo die wirklich Probleme mit des Sexismus liegen.

Man möchte sich als Opfer präsentieren und gegen Männer hetzen.

Weiße Männer wohlgemerkt.

So fern der Wirklichkeit ist #Metoo ist überflüssig wie ein Kropf.

Wandere aus, solange es noch geht!
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