Jürgen von der Lippe: „Gender-Scheiße …“

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Steht nicht auf Gender-Müll: Jürgen von der Lippe (Foto: Imago)

Der SPIEGEL brachte ein Interview mit Jürgen von der Lippe, in welchem der Entertainer  frisch und frei von der Leber weg redet.

von Max Erdinger

Zitat: „Die Frauenquote sorge nur für Quotenfrauen, Anreden wie „Liebe Kolleginnen und Kollegen“ seien „Gender-Scheiße“: Der Entertainer Jürgen von der Lippe feuert im Interview mit dem SPIEGEL eine Breitseite gegen den Feminismus.“ – Zitatende.

Gut so, weitermachen. Der Feminismus hat schon lange nichts mehr mit gleichen Rechten  für die Frauen zu tun, aber alles mit einer Kriegserklärung gegen den Mann. Mit gleichen Pflichten und Fähigkeiten hatte er sowieso noch nie etwas zu tun.

Zitat: „Der Komiker und Moderator Jürgen von der Lippe hält nichts davon, dass Frauen in allen Lebensbereichen Gleichstellung einfordern. „Bei mir hört es schon auf mit der Forderung nach einer Frauenquote in Aufsichtsräten. Damit ist niemandem gedient“, sagte er im Gespräch mit dem SPIEGEL. Eine Frauenquote würde zu nichts Gutem führen, „da sie Personen in Positionen brächte, nur weil sie das richtige Geschlecht haben“. – Zitatende.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Zitat: „Die Praxis, Begriffe sowohl in die männliche als auch in die weibliche Form zu setzen („Liebe Kolleginnen und Kollegen“), hält von der Lippe für „Gender-Scheiße“. „Das macht mich fertig“, so der Entertainer.“ – Zitatende.

Höchste Zeit also, massiv Front gegen die Impertinenz der feministisch-genderistischen Klugscheißer und Klugscheißerinnen zu machen. Jürgen von der Lippe macht die Anmaßung dieser Leute fertig, mich bringt sie auf die Palme. Die halten sich tatsächlich für befugt, nach Hunderten von Generationen menschlicher Geschlechtlichkeit so zu tun, als seien sämtliche kulturellen Gepflogenheiten vor ihrer Zeit die Gepflogenheiten von Holzköpfen gewesen, die das Männer-Frauen-Ding nicht richtig durchschaut haben. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß das der Fall sein könnte.

Aber unabhängig davon, daß Feministen und Genderisten in ihrer maßlosen Selbstüberschätzung in der Sache selbst daneben liegen, weil sie die Biologie quasi für „biologistisch“ erklärt haben, um sich selbst da, wo sie wesentlich stärker vertreten sind als in der Biologie, – in der Soziologie nämlich – ,  vornehmlich unter pekuniären Aspekten eine Relevanz zuzuschanzen, die mit der Realität des menschlichen Seins nichts zu tun hat: Die größte Impertinenz ist, daß sie dem Volk ihren gequirlten Schwachsinn per Gesetz, Verordnung und verbindlicher Sprachregelung zwangsweise ins Hirn drücken. In verschiedenen EU-Gremien wurde bereits diskutiert, öffentliche Feminismuskritik unter Strafe zu stellen, ähnlich, wie das für die „Klimaleugnung“ gefordert worden – und für die Holocaustleugnung bereits Realität ist.

Tatsächlich handelt es sich beim Feminismus heute um die reine Rosinenpickerei. Warum das so ist, läßt sich sehr einfach erklären: Je nachdem, was Feministinnen erreichen wollen (beweisen wollten sie eh noch nie etwas), bedienen sie sich entweder einer gleichsheitsfeministischen Argumentation oder einer differenzfeministischen. Beispiele: Frauenquoten für die Sahnejobs in der Wirtschaft müssen her, weil Frauen dort unterrepräsentiert sind, obwohl sie den Männern angeblich gleich sind. Erläßlich sind Frauenquoten für körperlich anstrengende, unangenehme, vergleichweise schlecht bezahlte und gefährliche Tätigkeiten wie die des Gerüstbauers oder des Industrietauchers, weil Frauen und Männer unterschiedlich sind. Das gewiefte Hin- und Herspringen zwischen gleichheits- und differenzfeministischer Argumentation ist also mit „Rosenpickerei“ zutreffend beschrieben. Da hilft auch der notorisch gebrachte Hinweis der Feministen nichts, Frauen hätten es im Leben schon dadurch schwerer, daß sie die Kinder zur Welt bringen. Etwa ein Drittel der deutschen Akademikerinnen bringt zu seinen Lebzeiten kein einziges Kind zur Welt. Außerdem gab es eine Wehrpflicht für Männer, respektive eine Verpflichtung zum gesellschaftlichen Zwangsdienst. Eine Gebärpflicht gab es zu keiner Zeit.

Eine flankierende Maßnahme zum Schutz dieser Rosinenpickerei ist die systematische und unsanktionierte Verächtlichmachung alles Männlichen, wie man sie heute in der Berichterstattung über die exorbitant ansteigenden sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen auf deutsche Frauen erlebt. Die Täter sind undifferenziert immer irgendwelche „Männer“ oder „Männergruppen“. Aus welchen (Un)Kulturkreisen diese Männer jeweils stammen, fällt in der Berichterstattung unter den Tisch. Sie kann deswegen unter den Tisch fallen, weil sich das Volk in Jahrzehnten des feministischen Keifmonologs bereits daran gewöhnt hat, Männer als fragwürdige und defizitäre Gestalten zu begreifen. Frauen gelten heute unreflektiert als die besseren Menschen. Dementsprechend lau fällt die Gegenwehr gegen diese systematische Diffamierung einer kompletten Hälfte des deutschen Volkes aus.

Dem Feminismuskritiker wird heute gerne vorgeworfen, er sei ein Frauenfeind. Nicht, weil Feministen etwa selbst davon überzeugt wären, daß dem so ist, sondern einfach deswegen, weil es gottlob einen gesellschaftlichen Konsens darüber gibt, daß Frauenfeindlichkeit tatsächlich ein arges Übel wäre. Wer also erfolgreich als „Frauenfeind“ etikettiert worden ist, der ist als Feminismuskritiker bei allen diskreditiert – und die Feminismuskritik als solche ebenso. Dabei ist sie mehr als berechtigt. Sie ist notwendig. Das, was einst als Engagement für Frauenrechte vor über 100 Jahren begann, wird heute als Spaltkeil zur Trennung der Geschlechter eingesetzt. Es wird systematisch Mißtrauen zwischen den Geschlechtern gesät, was in Extremfällen bereits dazu führte, daß Frauen einen schwer verletzten, ihnen unbekannten Mann nicht ins Krankenhaus fuhren, sondern ihn einfach auf der Straße liegen ließen, wo er dann verstarb, ehe Rettungskräfte vor Ort sein konnten. Die Frauen wurden auch nicht für unterlassene Hilfeleistung belangt, da sie vor Gericht glaubhaft machen konnten, sie hätten sich vor dem Verletzten gefürchtet.

Die hässlichsten Auswüchse eines durchgeknallten Feminismus sind den meisten Deutschen naturgemäß unbekannt. Mit Namen wie Valerie Solanas oder Andrea Dworkin verbinden sie nichts. Valerie Solanas, die Feministin, die auf Andy Warhol schoß, ist eine Gelegenheitsprostituierte gewesen, die zudem als Verfasserin des „Manifests zur Vernichtung der Männer“ (S.C.U.M. – society for cutting up men) in den einschlägigen Kreisen weltberühmt wurde. In ihrem Manifest forderte sie die Aufstellung öffentlicher Gaskammern, in die Männer sich begeben können, wenn sie ihrer eigenen Minderwertigkeit überdrüssig geworden seien. Bei Valerie Solanas handelt es sich zwar um einen bizarren Extremfall, dennoch wurde ihr Manifest als Bühnenstück adaptiert und ausgerechnet im kulturmarxistisch völlig verblödeten Schweden vor wenigen Jahren noch in verschiedenen Theatern aufgeführt. Und zwar mit dem Wohlwollen der Kulturkritik im schwedischen Presse-Mainstream. Andrea Dworkin, selbst ausgestattet mit der Anmutung einer ungewaschenen und übelriechenden Fünf-Zentner-Sau, träumte in einem ihrer literarischen Machwerke davon, Männer aufzuspießen wie Spanferkel und ihnen statt eines Bratapfels den Absatz eines Stöckelschuhs „in ihre blutig geschlagenen Visagen zu rammen“. In einem legendären Fernsehstreit mit Esther Vilar behauptete Alice Schwarzer noch 1975 faktenfrei und rotzfrech, Männer in industrialisierten Nationen überlebten Frauen um fünf Jahre. Keine Ahnung zu haben oder bewußt zu lügen, ist noch nie ein Hindernis auf dem Weg zur prominenten Feministin gewesen.

Gerade zu Alice Schwarzer darf ich mir die Anmerkung erlauben, daß mir ihr heutiges Gejammer über den massenhaften Import westfrauenverachtender Individuen aus dem islamischen (Un)kulturkreis und die fehlende Verteidigung deutscher Frauen durch deutsche Männer angesichts der Vorkommnisse in der Silvesternacht 2015/16 auf der Kölner Domplatte maximal am Allerwertesten vorbeigeht. Sie wäre die Letzte gewesen, die Ina Deter für ihren Hit-Titel „Neue Männer braucht das Land“ anfangs der achtziger Jahre widersprochen hätte. Sie selbst hat dauernd die „neuen Männer“ gefordert. Nun hat sie „neue Männer“ – und zwar gleich in doppelter Ausführung. Einerseits die feministisch und frauenrechtlich Unbeleckten aus dem Morgenland – und andererseits die feministisch Entklöteten aus dem Abendland. Leidtragende sind „ihre Frauen“.

Es ist übrigens meine, inzwischen anderthalb Jahrzehnte andauernde Beschäftigung mit den Ungereimtheiten der feministischen Agenda und den der Öffentlichkeit unbewußten Aspekten des deutschen Feminismus, die mich heute – aus feministischer Sicht – weit hinter den „feministischen Entwicklungsstand“ hat zurückfallen lassen, den ich als 17-Jähriger vor vierzig Jahren schon einmal hatte. Meine Lebenserfahrung als erfolgreicher Charmeur tat ein Übriges, um mir heute völlig schamlos sicher zu sein, daß es grundsätzliche, biologische und kulturell gewachsene Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die dann, wenn man sie leugnet oder ignoriert, unweigerlich in die gesellschaftliche Katastrophe führen müssen.

Anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts, als der Feminismus sozusagen noch in den Kinderschuhen steckte, konnten sich studierte Männer noch völlig frei ihre Gedanken zum Weib machen. Nicht, daß ich mir hier völlig kritiklos die Einsichten eines Dr. J.P. Möbius zueigen machen wollte, der 1903 mit seinem Werk „über den physiologischen Schwachsinn des Weibes“ Aufsehen erregte. Aber interessant ist die Lektüre dieses Werks allemal – und zwar unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. Wer, so frage ich, hat im heutigen Deutschland noch die eigene geistige Freiheit, sich diesem Werk überhaupt vorurteilslos zu nähern und es allein an dem zu messen, was Möbius dort schrieb, ohne sich dabei zu überlegen, als was Möbius gefälligst zu gelten hat? Ich behaupte, das dürften die Wenigsten sein. Alle anderen haben nach jahrzehntelanger feministischer Indoktrination „gelernt“, daß es in Bezug auf das „Männer-Frauen-Ding“ Fragen gibt, zu denen man sich individuell keine eigene Meinung bilden darf. Da gelten inzwischen Dogmen, die mit Zähnen und Klauen gegen jedes -, auch gegen jedes bessere Wissen verteidigt werden. Weibliche Defizite – und seien sie noch so offensichtlich – dürfen nicht thematisiert werden. Männliche Defizite hingegen jederzeit.

Ziemlich unbekannt dürfte auch die Tatsache sein, daß der Feminismus in der Ausprägung, mit der wir es in Deutschland zu tun haben, nicht zwangsläufig hätte so kommen müssen. Es gab innerhalb der feministischen Bewegung auch andere Denkrichtungen, als die, welche heute herrscht. Die alte, sehr würdige Dame des anfänglichen Feminismus, die Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing, äußerte sich im Alter über das völlig unzivilisierte Dingens, das sich heutzutage Feminismus schimpft, folgendermassen – Zitat: „Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.“ – Zitatende.

Bei diesem Zitat erscheinen vielleicht nicht nur vor meinem inneren Auge Katarina Barley, Renate Künast und das ganze restliche Arsenal bundesrepublkanischer Schreckschrauben. Es hätte auch anders kommen können. Ester Vilar, die mit ihrem Bestseller „Der dressierte Mann“ im Jahre 1971 drohte, Einfluß auf den quasistalinistischen Feminismus einer Alice Schwarzer zu nehmen, verließ Deutschland wenige Jahre später und übersiedelte unter dem Eindruck von Gewalt- und Morddrohungen seitens Schwarzers Schwestern im Ungeiste gegen sich und ihre Familie nach Spanien über. Vor etwa zehn Jahren habe ich sie dort ausfindig gemacht und sie gefragt, ob sie sich nicht wieder in die deutsche Geschlechterdebatte einklinken wolle. Esther Vilar winkte nur müde ab. Auch die Autorinnen Karin Jäckel und Gabriele Kuby können ein Lied vom Gesinnungsterror der quasistalinistischen Schwarzer-Feministinnen singen.

Der Differenzfeminismus einer Esther Vilar hätte dann, wenn er sich hätte durchsetzen können, wahrscheinlich viel Positives für Frauen erreichen können, ohne daß es dabei zu einer Spaltung von Männern und Frauen gekommen wäre. Die vollkommen widersinnige Vermännlichung von Frauen in ihrer ganzen Vergeblichkeit hingegen, dieses Resultat der Durchsetzung eines totalitären, quasistalinistischen Zwangs gegen Kultur, Menschlichkeit und Realität ist verantwortlich für das desaströse Verhältnis der Geschlechter auf politischer und öffentlicher Ebene.

Längst dient dieser „Feminismus“ nicht mehr irgendeiner Verbesserung der Lebenssituation von Frauen. Komplimente werden zu sexuellen Belästigungen umdefiniert. Jedes charmante, interessierte und wohlwollende Augenzwinkern zwischen den Geschlechtern wird argwöhnisch beäugt, wird diffamiert und in die kulturmarxistisch relevanten Kriterien von Macht und Unterdrückung gepresst. Das öffentlich propagierte Verhältnis von Männern und Frauen darf heute getrost als hochneurotisch bezeichnet werden.

Es ging um unser Lebensglück und es geht um das Glück unserer Kinder und Enkel. Heerscharen von Männern und Frauen meiner Generation hat der Schwarzersche Feminismus um ihr Lebensglück gebracht, weil wir ihn einfach zu lange für diskutabel gehalten haben. Deswegen muß diesen gleichheitsfeministischen Xanthippen und ihren lila Pudeln, diesen hirnkastrierten Erfüllungsgehilfen, endlich bedingungslos der Krieg erklärt werden. Weg mit diesem ganzen destruktiven Krempel! Man wird zukünftig überhaupt wieder viel dafür tun müssen, daß ehemals funktionierende, staatlich nicht kontrollierte Sozialverbände wieder als das funktionieren, was sie sein sollten: Bollwerke gegen die staatlich geförderte Indoktrinierung durch linke Welten- und Menschheitsverbesserer.

Auch, wenn das mit dem Thema nur indirekt zu tun hat: Ein digitaler Freundeskreis in den sozialen Netzwerken darf durchaus als ein notgeborener, daher zeitgemäßer und funktionierender Sozialverband in der realen Vereinzelung begriffen werden. Wir müssen alles daran setzen, daß die Zensur der sozialen Netzwerke eine vergleichsweise kurze Episode unserer Geschichte bleiben wird.

 

 

 

 

 

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