Entscheidung in letzter Minute: Teile der J.F.K.-Akte bleiben weiter unter Verschluss

Jouwatch Collage: Trump entscheidet über geheime J.F.K. Akten
Jouwatch Collage: Trump entscheidet über geheime J.F.K. Akten

Trump hat es nicht getan. Er entschied am Donnerstag, nur Teile der John F. Kennedy Akte freizugeben.

1992 hatte der US-Kongress entschieden, dass die J.F.K.-Akte spätestens nach 25 Jahren freigegeben werden müsse. Die Frist lief am 26. Oktober aus. Der Kongress hatte damals als Auflage beschlossen, dass es in der Entscheidung des Präsidenten liegt, der Veröffentlichung der Daten nur dann zuzustimmen abhängig davon, dass keine negativen Auswirkungen für Justiz, Militär, außenpolitische Beziehungen oder die Geheimdienst befürchtet werden.

Seit der Entscheidung vor 25 Jahren wurden etwa 88% der Papiere der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eigentlich sollten am 26.10.17 die restlichen Daten folgen.

Trump hatte selbst vor kurzem noch getwittert, dass ihm an einer Veröffentlichung der Dokumente gelegen sein, jedoch intervenierten sowohl CIA-Chef Mike Pompeo als auch das FBI, das 1963 die Ermittlungen im Fall der Ermordung von John F. Kennedy leitete. De facto werden einige Akten weiter zurückgehalten.

Als Grund wurde mitgeteilt, dass es in den Dokumenten weniger um den Mord an J.F.K. gehe, sondern um Einsätze der CIA. Die Zurückhaltung der Akten diene dem Schutz der Nachfahren der damaligen Beteiligten.

Das Nationalarchiv veröffentlichte daher nur 2.891 Datensätze im Zusammenhang mit der Ermordung von Präsident John F. Kennedy. Diese Datensätze stehen online auf den Webseiten des Nationalarchivs zum Download bereit.

Präsident Trump ordnete an, dass die verbleibenden Aufzeichnungen, die bisher noch unter Verschluss liegen, in den kommenden Wochen und Monaten geprüft und dann schrittweise veröffenlicht werden sollen. Diese Anweisung ermöglicht es den Nationalarchiven, bis zum Ende des vorläufigen Zertifizierungszeitraums am 26. April 2018 weitere Informationen zu veröffentlichen.

Das Nationalarchiv veröffentlichte am 24. Juli 2017 3.810 zusammenhängende Aufzeichnungen, darunter 441 Datensätze, die zuvor vorenthalten wurden, sowie 3.369 Datensätze, die bis dahin teilweise unter Verschluss lagen.

Darüber hinaus veröffentlichte das Nationalarchiv die nicht klassifizierten elektronischen Aufzeichnungen der „Assassination Records Review Board (ARRB)“, darunter 52.387 E-Mails und 16.627 Dateien von den ARRB-Festplatten.

1992 begann das Nationalarchiv, die Daten zum Attentat auf John F. Kennedy zu sammeln. Die J.F.K.-Akte umfasst etwa fünf Millionen Seiten. 88 Prozent sind seit den späten 1990er Jahren ohne Einschränkungen öffentlich zugänglich. (BH)

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