ZDF-Journalist Kleber vergleicht Scharia mit katholischem Katechismus

(Bild: Sceenshot ZDF)
Claus Kleber interviewt AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel zum Islam und stellt einen hanebüchenen Vergleich auf (Bild: Sceenshot ZDF)

Erziehungs-Journalist und Moderator des öffentlich-rechtlichen heute-journals, Claus Kleber, interviewte am Dienstag nach der Konstituierung des Deutschen Bundestages die AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel zum Thema Islam und der Forderung der AfD an Islamverbände in Deutschland. Ein neues Bravourstück eines ideologiegesteuerten, staatlichen Journalismus.

Weidel legte dem stoisch dreinblickenden Kleber dar, dass der Islam auf der Scharia fuße – und die Scharia mit dem Grundgesetz und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sei, weil sie nicht die Gleichheit von Mann und Frau kennt und auch nicht die Gleichheit von Muslimen und Nichtmuslimen. Die von der AfD geforderte Distanzierung des Islamfunktionärs des Zentralrats der Muslime von der Scharia und das klare Bekenntis zum Grundgesetz sei bis heute ausgeblieben, erläuterte die AfD-Vorsitzende weiter.

Kleber erwiderte darauf wörtlich: „Nun hatte sich der Zentralrat der Muslime schon vor 14 Jahren eindeutig und seither immer wieder zum Grundgesetz bekannt. Was Muslime schlecht tun können, ist sich von der Scharia lossagen, genauso wenig, wie ein Katholik sich vom Katechismus lossagen würde. Die Frage an Sie ist jetzt – ohne jetzt Katechismus und Scharia vergleichen zu wollen: Welche praktischen Konsequenzen ziehen Sie daraus? Da müssten Sie ja eigentlich dafür eintreten, dass dem Islam das Grundrecht auf Religionsausübung weggenommen wird.“

Der Nachrichtensprecher Kleber – für seine ebenso tendenziösen, wie stellenweise beleidigenden Fragen bekannt – entgegnete der Erwiderung Weidels, dass beispielsweise von Islamverbänden seitens des Staates ein Eid „auf unser Grundgesetz“ abgefordert werden müsse: „Aber nur den Muslimen? Sie müssten sich von der Scharia lossagen, sonst könnten sie kein Grundrecht auf Religionsausübung haben.“

Weidel bejahte dies ausdrücklich mit der nochmaligen Begründung, dass die Scharia „nicht grundgesetzkompatibel ist“. Die AfD-Politikern betonte, dass der Staat ganz genau hinschauen müsse, was in unserem Land im Namen des Islams und der Scharia bereits passiere. (SB)

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