P.P. gegen die AfD – Friedman im Deutschlandfunk

Opfer oder Täter? (Foto: Michel Friedman Von Dontworry - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11953905
Opfer oder Täter? (Foto: Michel Friedman Von Dontworry - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11953905

Auf der Webseite des Deutschlandfunks findet sich am 25. Oktober 2017 ein ausgesprochen skurriler Beitrag, der sich sogar ein wenig sperrig in eine aus meiner Sicht total außer Rand und Band geratene Medienlandschaft fügt. Ein Interview mit Michel Friedman. So kommt sogar mit Verweis auf eine Audiodatei ein Mann zu Wort, den viele schon als Paolo Pinkel im Drogen- und Zuhältermilieu versunken glaubten. Weit gefehlt. Der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden von 2000 bis 2003, Michel  Friedman, betritt die Bühne des Staatsfunks, lehnt sich aus dem Fenster und sagt:

„Die AfD ist eine antidemokratische, autoritäre und auch unmenschliche Partei“.

Der einst renommierte, jetzt deutsche Propagandasender stellt diesen Helden dann auch angemessen vor. Es heißt, der Publizist und Politiker, nicht der Kokser, Michel Friedman hat den Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag als unerträglichen Rückschritt für Demokratie, Pluralismus und Liberalität bezeichnet. Und das sagt der doch tatsächlich.

Damit liegt Friedman, der im Zuge der großzügig als Friedman-Affäre bezeichneten Schmuddel- und Skandalgeschichte einem aufgeschlossenen Publikum auch als Paolo Pinkel bekannt geworden war, auf einer Wellenlänge mit anderen mir verdächtigen Leuten, die sich allesamt für die Legalisierung von schmutzigen und im Prinzip strafbaren Vergehen aussprechen. Denken wir an Volker Beck, dem auch Prügel in Rußland nicht auf die Sprünge geholfen haben. Von Cohn-Bendit soll jetzt nicht die Rede sein.

Friedman ist der Meinung, daß die AfD Bürger erster und zweiter Klasse bestimme. Was jedoch im Interview keine Erwähnung findet, ist, daß Bürger dritter Klasse, also Leute wie er, im Prinzip aus Gründen des Jugendschutzes und des Anstands im Fernsehen und im Rundfunk nichts zu suchen haben.

Paolo Friedman ist sogar der Meinung, die „teilweise nationalsozialistischen, die rassistischen, völkischen, antieuropäischen und antidemokratischen Bestrebungen der AfD seien mit der Wahl salonfähig geworden.“

Für mich ist damit Friedman weiterhin nicht salonfähig, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne des Wortes.

Es hört sich fast an, als weine er: „Ich selbst bin einer von denen, die die AfD meint. Ich bin Migrant, ich bin eingebürgert worden. Gehöre ich zu diesem Deutschland oder nicht?“

Nein. Natürlich nicht.

Dann verweist er, ständig lauter und aggressiver werdend, auf seinen jüdischen Glauben, mit dem angeblich viele AfD-Politiker Probleme hätten. Ein unerträglich bizarres Schauspiel, das einen in vergangen geglaubte Zeiten zurückversetzen möchte. Unglaublich, diese schmutzigen Tiraden gegen eine demokratisch gewählte und ebenso auftretende Partei wie die AfD.

Was Friedman gar nicht einmal ahnt. Mein Beitrag käme gar nicht zustande, wenn er sich ein wenig darauf besonnen hätte, daß Anstand immer noch Anstand und Deutschland immer noch Deutschland ist.

Die von Friedman in diesem Interview kontinuierlich zur Schau gestellte  Frechheit verschlägt weniger hart gesottenen Deutschen doch glatt die Sprache. Friedman ist die persionifizierte Provokation, nicht zuletzt wegen dieses Wikipedia-Eintrags: Seit Februar 2016 ist er Professor für Immobilien- und Medienrecht an der Frankfurt University of Applied Sciences.

Was immer das auch ist, er bleibt salonunfähig.

Dieses Interview sollte in allen Schulen und überall diskutiert werden. Wenn Leute wie Friedman sich so radikal unverschämt im Staatsfunk äußern dürfen, ist die Demokratie wirklich in zusätzlicher Gefahr. (RH)

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