Norwegen will zukünftig Sammelunterkünfte für Asylanten

(Symbolbild: JouWatch)
Norwegen ändert Asylantenunterbringung (Symbolbild: JouWatch)

Wie die Zeitung Aftenposten berichtet, sollen die rund 80 über das Land verteilten Unterkünfte geschlossen werden. Die norwegische Einwanderungsministerin Silvy Listhaug (FrP) von der rechtskonservativen Fortschittspartei will neu ankommende Asylanten zukünftig in einer zentralen Unterkunft südlich der Hauptstadt Oslo unterbringen.

Als Grund für die zentrale Unterbringung in einer großen Industriehalle mit rund 1.000 – in separaten Zelten – aufgestellte Betten wird eine enorme Kostenreduktion, sowie ein beschleunigtes Asylverfahren und – im Fall der Ablehnung – eine ebenso beschleunigte Abschiebung genannt. In der Sammelunterkunft sollen ebenfalls Polizei, Ausländerbehörde und Krankenhauspersonal untergebracht werden.

Norwegens Ausländerbehörde erwartet für das kommende Jahr rund 3.000 neue Asylbewerber, so Medienberichte übereinstimmend. Sollte das Parlament zustimmen, will Norwegen bereits im nächsten Jahr mit der zentralen Immigrantenunterbringung beginnen.

Norwegen verschärft Asylpolitik unter bürgerlicher Regierung

Seit 2013, nachdem die Norweger ihrer vorherigen sozialistischen Regierung die Tür gewiesen haben, wird das Land von einem bürgerlichen Bündnis regiert, das die Arbeitslosenzahlen drücken konnte und in Sachen Zuwanderung restriktiv regiert. Mitte September wurde das konservativ-bürgerliche Parteienbündnis erneut bestätigt.

Ende 2015 hat sich Norwegen -wie auch Dänemark- dazu entschlossen, das Asylrecht zu ändern und einzuschränken. So wird anerkannten Asylanten nur noch eine mittelfristig begrenzte Aufenthaltserlaubnis erteilt und der Familiennachzug kann erst nach drei Jahren stattfinden. Asylbewerber ohne Schutzbedarf werden schon an der Grenze abgewiesen.(SB)

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