Griechenland: Windeln für „flüchtende“ Frauen zum Schutz vor Vergewaltigung

(Foto: Durch Ververidis Vasilis/Shutterstock
(Foto: Durch Ververidis Vasilis/Shutterstock)

Auf den griechischen Inseln füllen sich weiter die Lager mit illegalen Einwanderern. Auf Samos und Lesbos sind mehr als 8000 potentielle Asylbewerber in Unterkünften untergebracht, die ursprünglich für 3000 Migranten gedacht waren.

19 Hilfsorganisationen schlagen nun in einem offenen Brief an den Premierminister Alexis Tsipras Alarm. Sie fordern von ihm, der die sogenannte Flüchtlingskrise durch „Solidarität und Gastfreundschaft“ lösen will, den Umzug der „Flüchtlinge“ auf das Festland.

Protestieren tun auch die Neuankömmlinge – im Lager Moria auf Lesbos und mit der Besetzung eines Platzes im Hauptort der Insel Mytilene am Wochenende wollen afghanische „Flüchtlinge“ ihre Weiterreise erzwingen.

Die Hilfsorganisationen fürchten sich vor dem anstehenden Winter und geben an, dass die lange Internierung zu psychischen Problemen bei den Insassen führt. Neben Selbstmordversuchen und Selbstverstümmelungen sei die Gewalt ein besonders großes Problem. Im Lager Moria sollen bereits Windeln an die Frauen ausgegeben werden, um ihnen den nächtlichen Toilettengang und damit die anschließende Vergewaltigung durch männliche „Schutzsuchende“ zu ersparen, so die Angaben der Helfer.

Allein im laufenden Oktober landeten knapp 3000 Asylbewerber auf den griechischen Inseln, nur 24 wurden im Rahmen des „Türkei-Deals“ wieder an die türkische Küste zurückgebracht. Die Polizei in Griechenland ist unterdessen damit beschäftigt, nach 2000 Migranten zu suchen, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Die Polizei habe „Probleme, sie zu finden“, heißt es. (MS)

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