ZEIT für Fake-News

Foto: Screenshot
Zeit - Dass Fake News Magazin (Foto: Screenshot)

Die „seriöse“ ZEIT hat sich dem Kampf gegen Fake-News“ verschrieben. Doch wie „seriös“ ist die ZEIT selbst? Mit Fakten hat sie auf jeden Fall Probleme, sobald sie aus der „falschen Ecke“ kommen.

Von Volker Kleinophorst

„Was passiert mit einer Gesellschaft, die Fakten nicht mehr akzeptiert? Was, wenn die Wahrheit zwischen „alternativen“ und „echten“ Tatsachen verloren geht“, fragt sich die ZEIT auf ihrer Sonderseite Fake-News? Dabei ist es so einfach: Da können nur die „seriösen Medien“ weiter helfen.  Die ZEIT zählt sich selber natürlich zu diesen seriösen Medien und hat sich dem Kampf gegen „falsche Wahrheiten“ verschrieben. Produziert aber selber welche. Denn Fakten bei der ZEIT sind abhängig davon, wer etwas sagt.

So ist man in Hamburg kurz vor der Schnappatmung, wenn Alice Weidel „behauptet“ zwei Drittel aller Flüchtlinge hätten keine Schulausbildung.

Da müssen die Fake-News Jäger ran und erklären:

„Der gegenwärtige Stand der empirischen Forschung zeigt aber ein anderes Bild: Fast zwei Drittel der Flüchtlinge haben mittlere und weiterführende Schulabschlüsse erworben und mehr als drei Viertel haben mittlere und weitere Schulen besucht.“

„Es ist nicht korrekt, aus dem Umstand, dass keine Angaben zu den Schulabschlüssen vorliegen, zu schließen, dass diese Personen auch keinen Schulabschluss haben.“

„Krieg und Flucht verhindern Schulbesuch“

Daran ist ja einiges auf den ersten Blick unlogisch. Also entweder war man nicht in der Schule wegen Krieg und Vertreibung, oder man hat eben einen Schulabschluss, oder man hat auch ohne Krieg und Vertreibung keinen. Außerdem muss sich selbst der geneigte Leser fragen, woher die Zeit so genau weiß, was Menschen, von denen wir nicht einmal wissen, wer sie sind und woher sie kommen, für Schulabschlüsse haben. Aber das wäre ja höchstwahrscheinlich rechtspopulistisch.

Woher solche „Ansichten“ kommen, hätte man leicht feststellen können. Denn was die ZEIT Frau Weidel um die Ohren haut, stand genau so bereits 2015 im eigenen Blatt: „Zwei Drittel können kaum lesen und schreiben.“

Im Interview erklärt damals Bildungsökonom (was es nicht alles gibt) Ludger Wößmann:

„Das heißt, dass zwei Drittel der Schüler in Syrien nur sehr eingeschränkt lesen und schreiben können, dass sie nur einfachste Rechenaufgaben lösen können. Und das bedeutet, dass diese Schüler in Deutschland, selbst wenn sie Deutsch gelernt haben, kaum dem Unterrichtsgeschehen folgen können.“

„…. zwei Dritteln der jungen Syrer, die nach internationalen Bildungsstandards als funktionale Analphabeten gelten müssen, wird zumeist die nötige Ausbildungsreife für die hiesigen Betriebe fehlen.“

„70 Prozent der Azubis aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, die vor zwei Jahren eine Lehre begonnen haben, haben diese bereits wieder abgebrochen.“

„Zu meinen, dass die erwachsenen Flüchtlinge bei uns den Fachkräftemangel lösen werden, halte ich nicht für realistisch.“

Der Gang ins eigene Archiv kann hilfreich sein.

Der Blogger Hadmut Danish weißt in dem Zusammenhang auf zwei entlarvende Äußerungen hin:

Eine im aktuellen Kommentar vom 23.10 „Alternative für Deutschland . Nehmt diese Wähler endlich ernst“ von Tilman Steffen: „Die bisherigen Strategien, die AfD kleinzuhalten, sind gescheitert. Die Pathologisierung ihrer Wähler als arm und abgehängt hat nicht funktioniert.“

Eine aus „Europa braucht Schonung“ von 2013: „So, die Bundestagswahl ist vorbei, das inoffizielle deutsche Rede- und Handlungsverbot für alles Europäische ist damit aufgehoben.“

Danish empört sich: „Die Frage ist also, welche Mittel, Taktiken und Strategien die Presse im Allgemeinen und die ZEIT im Besonderen angewandt haben. Hat man hier bewusst, gewollt und systematisch gelogen, gefakenewst?“

Sieht doch ziemlich danach aus, das es zwei Arten gibt, Fakten zu bewerten und auch ein redaktionelles Wissen, worüber man wie zu berichten hat.

Hat nicht Klaus Kleber in einem seiner verunglückten Versuche, witzig zu sein mal gesagt, Frau Merkel rufe ihn nicht jeden Morgen an, um die Kommentare abzusprechen.

Wie man sieht, nicht nötig.

Die „seriösen“ Medien wissen auch so, was von ihnen erwartet wird.

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...