Die Niederlage, die ein erster Sieg ist

Foto: Collage
Foto: Collage

AfD bringt frischen Wind in den Bundestag

Albrecht Glaser, das war zu erwarten, hat sich in drei Wahlgängen als Kandidat der AfD für einen von sechs Vizepräsidentenpositionen im Deutschen Bundestag nicht durchsetzen können (PI-NEWS berichtete). Er hat zwar stets mehr Stimmen bekommen als die AfD-Fraktion selbst hätte aufbringen können, aber das hat in keinem Wahlgang auch nur annähernd zu der erforderlichen Stimmenzahl gereicht. Für den 75-jährigen, der sicher ein kompetenter, äußerst geschäftsordnungssicherer Vizepräsident geworden wäre, ist das bitter, jedoch keine Demütigung, sondern ein moralischer Sieg.

Von Wolfgang Hübner (PINews)

Glaser kann nun gemeinsam mit der Fraktion in den kommenden Wochen entscheiden, wie die Partei auf seine Ablehnung reagieren soll. Auf keinen Fall sollte die AfD-Fraktion auf die Besetzung eines ihr als drittstärkste Kraft im Parlament zustehenden Vizepräsidenten verzichten. Der Vorwand für die Verweigerung des Parteienkartells, Glaser zu wählen, ist ebenso hohl wie bezeichnend: Glaser habe sich gegen die Religionsfreiheit für den Islam ausgesprochen. Dabei hat der hessischen Politiker niemals in Zweifel gestellt, dass jeder Moslem seiner Religion in Deutschland nachgehen kann.

Deshalb war das Verhalten des Parteienkartells, in dem es eine Reihe „Abweichler“ gegeben hat, ein beschämender Kniefall vor den politisch-totalitären Seiten einer Religion, die mehr ist und sein will als nur ein Bekenntnis unter vielen. Falls die AfD für die nächste Sitzung im November eine andere Person für das Amt nominiert, sollte diese keinen Zweifel lassen, Glasers Ansichten zu teilen. Wenn das ebenso die Ablehnung dieser Person zur Folge hätte, wäre das ein Eklat, der ganz Deutschland noch deutlicher als am 24. Oktober machen würde, wie mächtig die Islamisierung schon geworden ist.

Das Parlament aus dem Merkel-Tiefschlaf geholt

Die erste Rede der AfD im Bundestag, sehr eloquent vorgetragen von Fraktionsgeschäftsführer Bernd Baumann, hat bereits jede Menge frische, befreiende Luft in dieses seit Jahren im Merkel-Tiefschlaf gelegene Parlament geweht. Baumann spielte nicht den braven Jungen, der sich freut, endlich unter den Großen mitspielen zu dürfen, sondern bewies Selbstbewusstsein und zeigte eine kontrollierte Angriffslust, die noch etliche bemerkenswerte Sitzungen erwarten lässt.

Baumann hat in der Frage des der AfD-Fraktion mit mafiösen Methoden verweigerten Alterspräsidenten keineswegs einen Nazi-Vergleich gebracht, sondern historisch korrekt daran erinnert, wann und von wem zum letzten Male eine parlamentarische Tradition gebeugt wurde. Damit hat er die Mehrheit mit ihrer Schande konfrontiert – kein Wunder, dass die Reaktion nicht ausblieb. Doch Baumanns Hieb hat gesessen, das wird in Erinnerung bleiben.

Der Eindruck vom Auftakt der Existenz einer AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag ist sehr positiv, mag in den Medien auch anderes darüber berichtet und geschrieben werden. Und es ist gut, dass nun Millionen sehen und hören konnten, wie ein Mann mit nachweisbarer Lebensleistung wie Albrecht Glaser vom Parteienkartell verhindert wurde, hingegen eine bekennende Nationalverächterin und penetrant geistlose  Wichtigtuerin wie Claudia Roth aber ohne Komplikationen wieder in ein Amt gewählt wurde, das allein schon wegen ihrer Person nicht den Rang haben kann, der ihm eigentlich zustände.

Rede von Bernd Baumann:

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.