Nicht lustig!

Nicht lustig! (Bild: Schlaglicht)

Mit einer schlappen Masche versuchen neuerdings selbsternannte Satiriker der linken Art, der AfD ein Nazi-Image unterzuschieben. Nicht neu, nicht lustig, aber aktuell.

Von Schlaglicht

Jüngster Versuch: Beim Potsdamer Landtagsmitglied Thomas Jung. Dort meldete sich per Mail ein dubioser Herr Gamper, der seines Zeichens die „Chinesische Shunquing Alliance“ (was soviel heißt wie „Bruderschaft-Bruderschaft“) bei der Projekt-Planung eines historischen Themenparks in Brandenburg unterstützen will. Er bat um ein Treffen und politische Unterstützung.

Die Nazi-Offenbarung kam dann erst beim Italiener eine Woche später, wo man den Herren samt Assistentin mit versteckter Kamera traf: 1000 Arbeitsplätze wolle er schaffen, auf jeden Fall würde er „das Projekt durchziehen.“ Dann legte er einen Flyer auf den Tisch. Titel: „Reichspark.“ Er verspricht „Entdecken Sie Deutschlands ersten N.S.-Themenpark“ mit „mehr als 62 Attraktionen.“ So soll „das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte für alle Besucher erlebbar gemacht werden.“ „Eine unvergessliche Zeitreise für die ganze Familie.“ Vom KZ bis zur Napola, „spektakuläre Live Shows“ und 12 Restaurants mit authentischen Gerichten samt professioneller Kinderbetreuung durch HJ- und BDM-Darsteller. Herr G. lächelt nicht.

 (Bild: Schlaglicht)
Nicht lustig! (Bild: Schlaglicht)

Thomas Jung verschlägt es den Atem. Von einer derartigen Geschmacklosigkeit rät er dem dubiosen Satire-Onkel ab. Davon solle er Abstand nehmen, er selber damit nichts zu tun haben. Zur Bestellung kommt es nicht. Dafür legt der China-Nazi nach. Auf einem Tablett-Computer zeigt er ein schlecht geschnittenes Werbefilmchen mit glücklichen Familien vor dem Berliner Olympiastadion auf einem Märzfeld (sollte wohl Maifeld heißen), Bilder von KZ-Modellen und erlebbaren D-Day-Szenarien aus der Normandie. Geschmacklosigkeiten, rassistische Verherrlichungen der NS-Kultur in Reinkultur.

Thomas Jung erinnert Herrn Gamper an die deutsche Geschichte, die nicht nur aus den Jahren des Adolf-Nazi bestehe. Er erinnert an all die geschichtsträchtigen Orte hier in der Umgebung, die Roosevelt-Villa, in der der Abwurf der ersten Atombombe beschlossen wurde, den Verladebahnhof im Grunewald, wo unsägliches Leid Berliner Juden dokumentiert wurde. Daran könne er sich bei der Gestaltung eines Themenparks orientieren. Und er erinnert den Unlustigen an die verheerende Geschichtsklitterung, die durch einen solchen Themenpark entstehen würde.

Enttäuscht packt der unlustige Volksverhetzer Gamper seine Sachen inklusive Kamera in eine Tasche und meint: „Wir werden das auf jeden Fall machen. Dann eben ohne ihre Partei. Wir fragen Kollegen von Ihnen.“

(Bild: AfD-Brandenburg)
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender AfD-Brandenburg: Rechtsanwalt Thomas Jung (AfD) (Bild: AfD-Brandenburg)

Rechtsanwalt Jung rätselt noch, ob diese Szene gerade wirklich passiert war. Dann schickt er an die E-Mailadresse zusammen mit seinem Referenten eine Unterlassungsaufforderung, in der er dem vermeintlichen Reichspark-Gründer jegliche Unterstützung explizit verweigert und mit Strafen droht, sollte dieser ihn in Wort-Schrift und Bild geschnitten, geschichtsgeklittert in einem vermeintlichen Satire-Magazin darstellen.

Offensichtlich gehört Geschmacklosigkeit und die Unterstellung von Volksverhetzung jetzt auch schon zum Programm manch linker Spaßvögel, um Brandenburgs zweitgrößte Partei zu diffamieren. Bleibt abzuwarten, wo der Reichspark-Satiriker mit seiner Großleistung aufschlägt. Vermutlich beim vom Steuer- und Gebührenzahler finanzierten Fernsehen im Spartenkanal für Geschmacklosigkeiten und andere nicht lustige Diffamierungen. Politische Kultur ist das jedenfalls keine. Oder eine knapp achtzig Jahre alte.

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...