Frankreich: Ein Baby namens „Jihad“

Jouwatch Collage, Symbolbild: Frankreich - Ein Baby namens 'Jihad'
Jouwatch Collage, Symbolbild: Frankreich - Ein Baby namens 'Jihad'

Behörden im französischen Toulouse wurden jetzt alarmiert, da ein Neugeborenes den Namen „Jihad“ erhielt. In der Vergangenheit hatten zuvor schon andere Babynamen für Furore bei unseren europäischen Nachbarn gesorgt, die von der französischen Regierung folglich verboten wurden, darunter „Nutella“ oder „Mini-Cooper“.

Von Bianca Hoe

Aufmerksame Mitbürger haben ein Paar aus dem Süden Frankreichs der Polizei gemeldet, weil das seinem Sohn den Namen ‚Jihad‘ gab. Mit Jihad, was auf arabisch „Anstrengung“ oder auch „Kampf“ bedeutet, wird hauptsächlich der militärische Kampf mit dem Ziel der Errichtung eines weltweiten islamischen Kalifats bezeichnet.

Die Nachricht über den bei Korangläubigen beliebten Namen, erreicht die Behörden kurz nach der Geburt des Jungen am 2.August.

Der Name sorgt aktuell in Frankreich für Gesprächsstoff, da Frankreich unter dem islamischen Terrorismus zu leiden hat und dieser Name aufgrund der Assoziation nicht besonders feinfühlig den Franzosen gegenüber gewählt wurde, auch wenn die wörtliche Übersetzung als ‚Heiliger Krieg‘ unter „Islamexperten“ umstritten ist. Historisch gesehen wird der Jihad als bewaffneter Kampf gegen Nicht-Muslime verstanden.

Französischen Eltern steht es frei, ihr Kind zu benennen, wie sie es wünschen, solange das Kind oder eine dritte Partei dabei nicht beeinträchtigt wird. Auch in Deutschland steht es Eltern nach einem Gerichtsurteil frei, ihr Kind „Dschihad“ zu nennen.

Für skurrile Namen wie ‚Nutella‘, ‚Mini-Cooper‘, oder ‚Babord et Tribord‘ (Backbord und Steuerbord) brachten die französischen Gerichte in der Vergangenheit weniger Verständnis auf und verboten sie kurzerhand.

Bereits 2013 machte eine Mutter mit französischem Pass schon einmal Schlagzeilen. Sie schickte ihren Sohn, der ebenfalls auf den Namen ‚Jihad‘ hört, mit einem T-Shirt in die Schule, auf dem vorne zu lesen war: „Ich bin eine Bombe“. Auf der Rückseite des Shirts folgte der Text: „Geboren am 11. September“.

Bildschirmfoto aus 2013
Bildschirmfoto aus 2013

Die Frau wurde damals zu einer Haftstrafe verurteilt.

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