ES am Rande des Nervenzusammenbruchs

Foto: Screenshot/Youtube
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Die geschlechtsfluide Hengameh Yaghoobifarah, aufmerksamen Lesern als ES bekannt, hasst nichts so sehr wie Menschen, die Spaß am Leben haben und denen solche hysterischen Sachen am A… vorbeigehen: Weiße Männer mit gesunden Instinkten.

 Von Volker Kleinophorst

Wissen Sie was ein Cis-Mann ist? Musste ich auch googlen, obwohl ich dachte, mich in dem Genderquatsch ganz gut auszukennen. Also, ein Cis-Mann ist einer, der mit sich und seinem Geschlecht kein Problem hat, sich wohlmöglich sogar wohl fühlt. Ich zum Beispiel. Trans bedeutet jenseits der Geschlechtergrenzen, Cis diesseits. Ausgedacht hat sich das Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch 1991. Vorher habe man von „normal“ gesprochen, das grenze zu sehr aus. Das war dem Horkheimer- und Adorno-Schüler (Frankfurter Schule) ein Dorn im Auge, weshalb Cis auch gerne abfällig gebraucht wird. Normal ist ja blöd. Cis-Frauen gibt es allerdings auch.

Damit sich die „Nicht-Cis-Menschen“, die people of color,  nicht permanent ausgebeutet fühlen, sollen Weiße, besonders natürlich die unsäglichen Cis-Menschen, von diesen keine Symbole, Kleidungsstücke oder Handlungen übernehmen. Man würde so diesen Minderheiten Identität und Ansehen rauben. Wobei es ja schon gewagt ist, zu behaupten, dass „people of color“ weltweit eine Minderheit darstellen.

In der deutschen Fanatiker Szene besonders verhasst: Weiße mit Rastalocken. Da muss man sogar bei einem Reggae Konzert schon mal draußen bleiben.

Eine dieser Hassfratzen ist die geschlechtsfluide Journalistin ES eine Kämpferin für Toleranz und Vielfalt, die noch nicht weiß, ob sie Männlein, Weiblein oder „Was auch immer“ ist. Wie ES sich Toleranz vorstellt, konnte man im Missy-Magazin, dem Magazin für Pop, Politik und Feminismus lesen, die ES zu FUSION geschickt haben, einer Techno-Party im Mecklenburg-Vorpommern, dem „Karneval der Kulturlosen.

Für ES steht fest: Dreadlocks bei Weißen geht gar nicht. Mit So was möchte ES nicht einmal reden, ja nur daneben sitzen. Gut ein Taxi kann man sich mit Cis-Männern schon teilen, spart ja Geld. Aber innerlich bleibt man voller Verachtung. Was von Cis-Männern, diesen rassistischen, biersaufenden Dumpfbacken, natürlich keiner merkt. Kaum da, stellt ES entsetzt fest, dass ES auf einer kolonialrassistischen „Dreadlock-Convention“ einem Schauplatz der „Weißen Vorherrschaft“ gelandet ist. Eigentlich nicht ganz überraschend, denn die Fusion findet in Deutschland statt, genauer in dem „Bundesland mit sehr vielen Nazis“, Mecklenburg-Vorpommern. Doch es war ja noch viel schlimmer.

„Neben den Dreadlocks trugen weiße Menschen Kimonos, Kegelhüte, Oberteile mit verschiedenen chinesischen Zeichen, Bindis, Saris, Federkopfschmuck, Tunnel, Turbane, Sharwals (das sind die Hosen, wo der Schritt ganz weit unten hängt), oder einzelnen Federn im Haar. Warum ist es für so viele Leute so schwierig, ein Outfit zu finden, ohne andere damit anzugreifen? Wie wäre es mit einer Jeans und einem Shirt? Einem Blümchenkleid? Einem karierten Rock? Oder, wenn es dich glücklich macht, einem Einhornkostüm?“

Man fragt sich, warum sich ES von Allen und Jedem angegriffen fühlt und ob sie selber nicht auch mit ihrer Outfit-Kopie der US-Sängerin Beth Ditto, ihren Tattoos, dem Nasenring, den gefärbten Haaren, an irgendeiner Stelle „kulturelle Aneignung“ betreibt. Aber sie ist mit ihrem persischen Wurzeln ja people of color und da macht man alles richtig. Auch wenn man in der Nähe von Hamburg aufgewachsen ist, selber eher blass denn weiß ist und die Perser auf die Arier zurückgehen, ihre indoeuropäischen Vorfahren.

Interessant, die Gründe von ES, warum ES auf das Fusion-Festival wollte:

Depressiv, Examensarbeit, ja und dann dieser Selbsthass.

Dass sich Kultur in Austausch entwickelt und nicht in der Abgrenzung, sollte als sachliche Begründung, warum das nur wieder ein neuer Blödsinn ist, ausreichen.

Wie immer ist das Problem, dass zwar wenig Hirn, aber viele Steuergelder drin stecken.

Denn leider muss man ES und diesen Quatsch ernst nehmen.

In Anlehnung an ein Gandhi Zitat (sicher auch kulturelle Aneignung): „Erst ignorierst du den Mist, dann belächelst du ihn, aber wenn du ihn dann nicht bekämpfst, wird er dir schon bald den Alltag versauen.“

Denn als Nächstes wartet schon Lookism (Benachteiligung durch zu schön oder zu hässlich), Femmephobie (Wenn Lesben „zu weibliche“ Lesben ablehnen), ungleiche Bezahlung nach Rasse und Behinderungsgrad… Wo es endet: An der Stanford Universität in Kalifornien gibt jetzt einen Kurs zur „Überwindung des Weißseins.“

ES ist nicht allein.

Wandere aus, solange es noch geht!
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