Im Hirn der Anderen (Sexismus-Mix)

Foto: JouWatch
Scharfe Waffe gegen Sexismus (Foto: JouWatch)

Ich wollte schon immer wissen, was Frauen denken. Bei einem Experiment gelang mir ein Durchbruch. Allerdings gab es viel Rauschen und nur zwei Kanäle: Katarina Barley und Andrea Nahles. Interessant war es trotzdem.

Von Volker Kleinophorst

Jeden Morgen steht Katarina Barley fragend vor ihrem Kleiderschrank. Wie kann ich mich für den täglichen Parforceritt durch die geifernden Männerhorden adäquat kleiden?

„Was nehme ich bloß? Nicht zu sexy, aber wenn keiner guckt, ist ja auch blöd. Außerdem habe ich Geschmack. Bin ja nicht die Nahles. Ho ja, dieses figurbetonte Twin Set, das ich mir auf der Unesco-Konferenz gekauft habe. Sündhaft teuer. Milf Chic total. Man kann doch diesen Migrantenchicks wie der Chebli nicht kampflos das Feld überlassen. Die ist doch auch schon fast 40.

Den Damenbart gezupft, Häppchen Mascara, ich bin die… Na lassen wir das. Haben die mir doch wieder das alte Chauvi-Schwein von der Fahrbereitschaft geschickt. Der immer so freundlich lächelt. Den Unterschied zwischen Lächeln und sexueller Nötigung kennt der auch nicht. Wenn er mir nicht auf den Hintern guckt, geh ich hoch und zieh mich nochmal um.

Wär doch gelacht. Als die olle Merkel damals in Oslo ihre Möpse zeigte, hat kein Mensch mehr darauf geachtet, was sie redet. Das brauch‘ ich auch.

Hat mir dieses Schwein doch auf den Hintern geguckt? Ich muss mit der Fahrbereitschaft reden. Wir brauchen mehr weibliche Fahrer. Obwohl, wenn die alle so fahren wie ich, dann kann ich mich ja gleich ans Steuer setzen.

Jetzt hält der Höhlenmensch mir doch ernsthaft die Tür auf und lächelt schon wieder so anzüglich zurückhaltend. Die Schweine werden immer raffinierter. Freundchen. Das wird Konsequenzen haben.

Da schlägt es doch dem Fass den Boden aus. Haut mir doch der Typ die Tür vor der Nase zu. Benimm war gestern, was? Klar! CSU! Das sind auch schon fast AfDler. Oh, da ist ja der süße Staatssekretär. Ob die von der Leyen? Na wenn ja wohl nur mit ‘ner Reitgerte, die alte Zimtzicke. Ha. Ha. Mein lieber Staatssekretär, die Hose ist aber ziemlich eng. Na, ihm steht’s ja . Ha, Ha. Gottseidank kann keiner meine Gedanken lesen. Ach da hinten steht ja die Nahles. Mein Gott, wie die immer rumläuft.“

In der Ecke steht Andrea Nahles, die Bärbels Probleme nicht hat, weil sie:

  1. wenig Gespür in Kleiderfragen hat.
  2. Andrea Nahles ist.

„Würg, die Barley. Die hält sich auch für die Allertollste. Wenn die sich nicht dauernd alles wegzupfen würde, sähe die doch aus wie ein Waschbär. Aber solche kommen Küsschen hier, Küsschen da nach oben. Siggis Augenstern. Ich arbeite mir den Arsch ab. Und dann, lass mal Andrea, wir schicken die Katarina. Die, mit ihren schiefen Zähnen. Wenn man nicht so genau hinguckt, sehe ich viel besser aus. Hach, jetzt kommt die blöde Kuh auch noch auf mich zu.“

Küsschen hier, Küsschen da.

„Hallo Katarina, toll sieht du aus. Du gestern der Einwand bei der Fraktionssitzung, genau deiner Meinung. Ich steh da so hinter dir. Ich trau dem Siggi ja nicht, wie er da taktiert.“

„Hallo Andrea. Ach du bist süß. Schicker Hosenanzug übrigens. Wenn ich mich auf eine verlassen kann. Gut das du jetzt… Was bist du nochmal? Haste du schon den Staatssekretär gesehen. Ziemlich eng die Hose. Ich meine vorn.“

„Ich bin Fraktionschefin!!! Er füllt es ja aus. Ha. Ha. Du, wir müssen uns unbedingt an die Weinsteinsache hängen. Sexismus ist wieder heiß. Frauenpower.“

Kichernd haken sie sich unter und verschwinden in den Katakomben des Parlaments, während Andrea darüber nachdenkt, wie sie der Katarina die Spitze mit der Fraktionschefin heimzahlt.

 

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