Die 300-Millionen-Visa-Karte für Flüchtlinge

Foto: Screenshot
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Die sogenannte „Kizilay-Essenskarte“ erfreut sich unter den syrischen „Flüchtlingen“ in der Türkei steigender Beliebtheit. Mittlerweile sind 1 Million Migranten im Besitz dieser Kreditkarte, auf die monatlich rund 30 Euro geladen werden. Das Geld steht ihnen zur freien Verfügung und wird u.a. vom EU Steuerzahler und dem UN-Welternährungsprogramm spendiert.

Von Marilla Slominski

Die EU scheut keine Kosten, wenn es darum geht, „Flüchtlinge“ von der Reise nach Europa abzuhalten. Im vergangenen Jahr ließ sie mehr als 300 Millionen Dollar springen, um „Syrer“, die in die Türkei geflüchtet sind, in den Besitz der „Kizilay“ Kreditkarte zu bringen. Inzwischen sind 1 Million von ihnen im Besitz dieser Karte, lautet die Erfolgsmeldung in diesen Tagen.

Das Projekt, das von der türkischen Hilfsorganisation Roter Halbmond (Türkiye Kızılay Derneği) initiiert und nach ihr benannt ist, ermöglicht es den Kartenbesitzer, die 30 Euro für Nahrung, Medizin oder Kleidung auszugeben. Mit dieser Karte hat jedes registrierte Familienmitglied Anspruch auf die ca. 30 Euro, die auch bar ausgezahlt werden können, so der Generaldirektor des Roten Halbmondes Mehmet Gulluoglu.

Es habe zwar in der Vergangenheit bereits Barauszahlungen an „Flüchtlinge“ gegeben, aber noch nie in so einem großen Umfang, erklärte der Sprecher des UN-Welternährungsprogramms Jonny Hogg, im vergangenen Oktober.

Der Chef des türkischen Roten Halbmondes sieht bei dem Geldbetrag noch Luft nach oben: „Es ist ein Anfang“, freut sich Mehmet Gulluoglu.

In der Türkei halten sich inzwischen mehr als 3,2 Millionen Syrer auf. Etwa eine halbe Million lebt in Istanbul. Eine Million Syrer ist im Libanon untergekommen.

In Europa ist eine weitere Million untergebracht. Fast 660.000 von ihnen leben voll versorgt in Deutschland. Deutschland ist damit das bei den Syrern beliebteste Aufenthaltsland in Europa.

Von etwa 18 Millionen Syrern haben inzwischen 5,5 Millionen laut der UNO-Flüchtlingshilfe ihre Heimat verlassen.

 

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