„Es gibt sie noch, die Sportler mit Prinzipien“

(Bild: Pressefoto England squash)
Emily Whitlock - eine Sportlerin mit Rückgrat (Bild: Pressefoto England squash)

Renommierte  Fußballclubs haben kein Problem damit, Trainingslager und Freundschaftsspiele in Staaten mit höchst unfreiheitlichen Gesellschaften, sprich islamischen Staaten abzuhalten.

So steckt der FC Bayern Millionen für einen mehr als lukrativen Werbe-Deal mit dem wahhabitischen Katar ein.  Während seine Spieler das Logo des islamischen Unterdrückerstaates auf den Trikoärmel präsentieren, mimt der Fußballverein gleichzeitig den großen Kämpfer gegen Rassismus und für Menschenwürde. Dass eine Fußballweltmeisterschaft in einem islamischen Land, das aufgrund seiner Religion per se Frauen- und Menschenrechte mit Füßen tritt, stattfinden kann, zeigt die moralische Verkommenheit in weiten Bereichen des Profisports auf.

Jedoch keine Regeln ohne Ausnahmen. Solch eine stellt die englische Spitzensportlerin Emily Whitlock unzweifelhaft dar. Whitlock sagte ihre Teilnahme bei dem – für Squashverhältnisse mit 165.000 Dollar sehr hoch dotierten Masters- im saudiarabischen Riad ab. „Es geht hier um Frauenrechte und darum, dass ich keine Bürgerin zweiter Klasse bin. Das Geld und die Rankingpunkte sind nicht im Entferntesten so viel wert wie meine moralischen Standards“, so die Nummer 12 der Weltrangliste gegenüber der Londoner Times.

Männliche Zuschauer sind beim Masters in der Frauenuniversität „Prinzessin Nora bint Abdul Rahman“ nicht zugelassen. Die Squashspielerinnen, die sonst in der Regel Trägershirts und kurze Röcke tragen, sind verpflichtet, sich islamkonform in Leggins und T-Shirts zu kleiden. Auch eine Übertragung auf Squash TV, dem Internetsender der Professional Squash Association (PSA), wurde von den Saudis nicht gestattet, so die ebenfalls berichtende Basler Zeitung (bazonline). Whitlock erhält für ihre Entscheidung in Internetforen viel Lob.

Einmal mehr zeigt sich auch im Spartensport Squash, was moralische Grundsätze und der angebliche Kampf gegen „Rassismus und Menschenfeindlichkeit“ – Menschenrechtsverletzungen sind ein immanenter Bestanteil des Islams – tatsächlich wert sind. Wie bazonline weiter berichtet, habe sich der Profiverband der Squashspieler -Professional Squash Association (PSA)- auf die frauenverachtenden Bedingungen eingelassen, weil mit dem Saudi Ziad al-Turki ein einflussreicher Geschäftsmann an der Spitze der Organisation steht. Dessen Kontakte im gesamten Nahen Osten seien von großer Bedeutung für die Beschaffung von Sponsorengeldern und die Entwicklung des weiterhin nicht olympischen Squash-Sports. (SB)

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