Deutschkurse und Bilderwörterbücher für ausländische Strafgefangene

(Bild: Jouwatch)
Zeigewörterbuch für ausländische Straftäter (Bild: Jouwatch)

In Sachsen-Anhalts Gefängnissen sind fast 40 Prozent der Untersuchungshäftlinge Ausländer. Aufgrund  der „Vielfalt“ der Insassen kommt es dort zu großen Verständigungsproblemen.  

Um eine Isolation der Gefangenen zu vermeiden, habe die JVA Burg bereits versucht, die Häftlinge so unterzubringen, dass sie Menschen aus ihrem Kulturkreis um sich haben. Um es den ausländischen Straftätern während ihrer Zeit in deutscher Unfreiheit noch etwas angenehmer zu machen, sollen nun Deutschkurse abgehalten werden, die den ausländischen Häftlingen auf Steuerzahlerkosten angeboten werden, berichtet der öffentlich-rechtliche Sender MDR Sachsen-Anhalt.

Bilderwörterbuch und Deutschkurse für ausländische Strafgefangene

Die Justizvollzugsanstalt (JVA)  Burg geht aber noch einen Schritt weiter: Da viele Gefangene Analphabeten sind, hat die Gefängnisleitung Bilderwörterbücher in Persisch, Arabisch und Paschtu angeschafft. Denn: Kleinigkeiten wie die Zutaten des Gefängnisessens oder die Zeit des Freigangs können durch Sprachbarrieren zu Problemen werden, so die Sorge der JVA-Leiterin. Mit dem Bilderwörterbuch sei es wunderbar möglich, eine nonverbale Kommunikation mit den ausländischen Insassen zu führen.

Den Strafvollzugsbeamten werden zudem Englisch-Kurse angeboten. Sachsen-Anhalts Steuerzahler berappen hier eine Fortbildung im Themengebiet „Englisch für Vollzugsbedienstete“, bei der die Bediensteten Gelegenheit haben, auch Fachbegriffe zu lernen. Um mit kulturellen Unterschieden umzugehen, gebe es für die Mitarbeiter zum Beispiel im Bereich „Flucht und Traumatisierung“ ebenfalls Schulungen, so die engagierte Leiterin der JVA Burg.

Linke fordert einen „Dolmetscher-Pool“

Henriette Quade (DIE LINKE)  (Bild Quade: Martin RulschWikimedia CommonsCC-by-sa 4.0; siehe Link)

Als Reaktion auf die Verständigungsprobleme in den Gefängnissen fordert die innenpolitische Sprecherin der Linken im Landtag, Henriette Quade, einen „Dolmetscher-Pool“.

Übersetzer und Sprachmittler müssten schnell abrufbar sein, um mit den Gefangenen ins Gespräch zu kommen und zu erfassen, welche Probleme es gebe, so Quade, die bis 2009 stellvertretende Vorsitzende der PDS beziehungsweise der Linken in Halle (Saale) war und seitdem den Posten der stellvertretenden Landesvorsitzende der Linken in Sachsen-Anhalt inne hat und sich- wie JouWatch berichtete – schon mal öffentlich im  Landtag von Sachsen-Anhalt bei der Antifa bedankt.

Bezahlt wird auch dieses Rund-um-Sorglospaket für ausländische Straftäter vom gesetzestreuen Steuerzahler. (SB)

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