Warum Jamaika nicht funktionieren wird und eigentlich auch nicht darf!

Foto: Collage
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Die Sondierungsgespräche zwischen den „Siegerparteien“ CDU/CSU, FDP und GRÜNE dieser Bundestagswahl, die eigentlich allesamt Verlierer waren, laufen noch, während ich diese Zeilen in den MAC tippe. Am Montag erst traten Angela Merkel und Horst Seehofer gemeinsam mit einem zufriedenen Lächeln vor die Presse, um von einem „klassischen Kompromiss“ zu sprechen, was wohl so viel heißen dürfte, daß jeder die Hälfte seines Programms durchgesetzt habe. Den Wähler, der an Stelle der CDU und der CSU dieses Mal die AfD gewählt hat, um die beiden Vorgenannten für ihre Sorglosigkeit (CDU) und ihren Wankelmut (CSU) in der Flüchtlingskrise zu bestrafen, interessiert allerdings in erster Linie, wie viel CSU, also konservatives Gedankengut, in diesen Kompromiß eingeflossen ist. Der Begriff „Obergrenze“ wurde gestrichen, weil man „Limit“ oder „Kontingent“ wohl in Hinblick auf die Koalitionsgespräche mit den Grünen für politisch korrekter und geschmeidiger hält. Die Begrenzungszahl liegt nun bei den von der CSU stets geforderten 200.000 Flüchtlingen pro Jahr.

Von Micha Schneider

Mein kleiner Einwand hierzu: Man wird aber nicht umhin können, eine solch hohe Einwanderungsbegrenzung später noch revidieren zu müssen, denn vielmehr wäre eine Einwanderungsobergrenze von Null anzuraten, bzw. eine jährliche Rückführungsoption von 200.000 Einwanderern pro Jahr in ihre Heimatländer, besonders der sich hierzulande illegal aufhaltenden Immigranten! Ob dieser Umstand den Grünen paßt oder nicht, spielt auf längere Sicht keine politisch oder gar moralisch vertretbare Rolle. Hauptsache, er paßt in das deutsche Konzept einer wohlüberlegten, vorausschauenden Sicherheitspolitik und gefällt somit den deutschen Bürgern, die letztendlich die alleinigen Auftraggeber und unmittelbaren Vorgesetzten der Politiker sind! Bitte nicht wieder vergessen!

Seltsam ist, daß Angela Merkel ihre starre Ablehnung gegen eine Einwanderungsbegrenzung bis dato erst durch die FOCUS-Umfrage abgelegt haben soll, die nämlich eindeutig dokumentierte, daß 67 Prozent der befragten Bürger eine Obergrenze für Flüchtlinge erwarten. Die Kanzlerin hätte aber dies vielmehr schon beim desaströsen Ergebnis für die Union am Wahlabend erkennen müssen! Denn es ist sicherlich kein Zufall, daß der deutsche Bürger die Union, die SPD, aber auch die Grünen und Linken mit Verachtung bestrafte und sogar unter ungewöhnlich hoher Wahlbeteiligung. Und die FDP kam nur deshalb wieder in den Bundestag, weil ihre Wähler ihr zutrauten, genau diese Obergrenze mittragen zu können. Immerhin sind starke 77 Prozent der FDP-Wähler ebenfalls für eine deutliche Begrenzung des Einwanderungsstroms.

Damit aber nicht genug: Die historisch einmalig zu benennende (Wahl-)Katastrophe für CDU/CSU, SPD, GRÜNE und DIE LINKE kam vor allem deshalb, weil der deutsche Bürger offenbar keine linke Politik mehr im Land wünscht. Die einstmals konservative Union ist dem deutschen Bürger nämlich unter Angela Merkel allzu deutlich nach links gerückt, was nun ein Ende haben sollte, obwohl dieses Ende einer sozialdemokratisierten Union von Merkel selbst sicher nicht eingeläutet werden wird. Auch nicht von Horst Seehofer, der zwar von Bayern aus oft gen Berlin grummelte, aufbegehrte und mit einem Koalitionsende drohte, nur um aber danach doch wieder nach Merkels Berliner Pfeife zu tanzen. Eine allzu verwirrende und kontraproduktive linke Unionspolitik wird folglich nur ohne Merkel und ohne Seehofer endgültig beendet werden können! Man wird sicher von dieser Warte aus von Markus Söder und anderen Mutigen in der Union in Zukunft mehr hören…

Der Wähler hat seinen Willen am Wahltag sehr drastisch zum Ausdruck gebracht, vor allem aber wurde anhand der Wahlergebnisse mehr als deutlich, daß er schon gar nicht eine Beteiligung der Grünen bei der Regierungsbildung wünscht. Alleine schon deshalb wird „Jamaika“, wie man den Koalititonsbund aus CDU/CSU, FDP und GRÜNEN aufgrund der drei Parteifarben in der Koalitionsflagge bezeichnet, nicht funktionieren. Vielmehr darf Jamaika nicht funktionieren, weil der Wähler eine solche Konstellation nicht wollte! Die drittstärkste Kraft im Land heißt nämlich seit dem 24. September 2017 AfD, weil diese neue, heftig angefeindete und übel verleumdete Partei in der Wählergunst der Deutschen ganz vorne liegt, trotz der ständigen Intrigen und Diffamierungen gegen ihre rigoros-konservative Haltung. Die andauernden mentalen Einflüsterungen und verbalen Femegerichte der sich selbst als Demokraten bezeichnenden Meinungskontrolleure gegen die blaue Partei haben folglich nichts genützt! Gut so! Man erlerne also bitte wieder die Grundzüge einer echten Demokratie! Könnte sich bald auszahlen…

So ist es alleine schon deshalb ungeheuerlich, daß CDU/CSU und FDP lieber mit den bisher allzu weltfremd und despotisch agierenden Grünen koalieren mögen als mit der AfD. Wiederum setzt man sich in Berlin über große Teile der deutschen Bevölkerung hinweg, wenn man die AfD ausgrenzt und geradewegs kriminalisiert! Man setzte sich – wir erinnern uns – allzu häufig in der Vergangenheit über des Bürgers Wunsch und Wille hinweg, angefangen von der Rechtschreibreform, über die Einführung des Euros bis hin zur unkontrollierten Einwanderung, die allesamt weder vom Bürger genehmigt, noch von jedem Deutschen gewollt waren. Die fatalen Folgen, die uns zumindest die beiden letztgenannten, selbstherrlich über die Köpfe der Bevölkerung entschiedenen Aktionen einbrachten und noch einbringen werden, stehen uns allen sicher noch vor Augen.

Und es wird deshalb so kommen, wie ich hier ankündige: Jamaika wird nicht klappen! Also, laßt es besser, Leute!

 

 

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