Angela Merkel und das Schweigen der Vögel

Foto: Collage
Nach Merkels "Ende" gibt es viel zu tun Foto: Collage

Dem aufmerksamen Naturbeobachter ist es schon länger aufgefallen. Erst verschwanden die klebrigen Reste toter Insekten auf den Windschutzscheiben nach der Fahrt auf der Autobahn und seit kurzem verstummen vielerorts die Schreie der Raubvögel am Himmel.

Von Marilla Slominski

Jetzt ist es auch wissenschaftlich bestätigt. In Deutschland findet ein Artensterben ungeahnten Ausmaßes statt. Fast 30 Jahre lang sammelten Insektenkundler ihre Erkenntnisse und sprechen nun von einem „ökologischen Armageddon“. Die Anzahl von allem Kleinen, dass da um uns „kreucht und fleucht“ hat um 75 Prozent abgenommen. „Es ist noch schlimmer als angenommen“, gibt der Studienautor Caspar Hallmann zu. Sein britischer Kollege geht sogar noch weiter. „Wie es scheint, machen wir große Landstriche unbewohnbar für die meisten Formen des Lebens, und befinden uns gegenwärtig auf dem Kurs zu einem ökologischen Armageddon. Bei dem derzeit eingeschlagenen Weg werden unsere Enkel eine hochgradig verarmte Welt erben,“ sagt Co-Autor Dave Goulson von der Sussex University vorher.

Neben dem üblichen Verdächtigen, dem Klimawandel, der heute gerne für alles Mögliche als Ursache benutzt wird, gehen die Wissenschaftler von einem Zusammenhang zwischen der intensiven Landwirtschaft und dem Insektensterben aus. Seit Jahren bleibt es beim Thema Vogelsterben bei ihren Warnungen.

Vor allem der flächendeckende Raps- und Maisanbau zur Energiegewinnung dürfte hier eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Auf rund 1,34 Millionen Hektar, das sind mehr als zehn Prozent der deutschen Ackerfläche, leuchteten im vergangenen Jahr von Ende April bis Anfang Mai die Rapsblüten in intensivem Gelb. Mais wurde auf einer Fläche von 2.554 Millionen Hektar angebaut. Knapp 12 Millionen Hektar Ackerfläche wurden 2016 insgesamt intensiv bewirtschaftet.

An diesem Punkt scheiden sich die Geister. Während die einen, wie der NABU, die Produktionsförderung von nachwachsende Rohstoffe für Energieträger wie Biokraftstoffe und Biogas und den damit verbundenen Hunger nach immer mehr Fläche mitverantwortlich für weniger Artenvielfalt machen, stellt sich die andere Seite hin und meint: „Wer „A“ wie Atomausstieg sage, muss auch „B“ wie Biomasse aus Mais sagen, weil das der effizienteste Weg ist, um bei knapper Fläche ein Maximum an Leistung zu erzielen“, so die Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Friedhelm Taube und Prof. Dr. Antje Hermann von der Universität Kiel.

„Bei uns sterben die Insekten wie die Fliegen“

Kleine verwilderte Randstreifen an den Feldern und gut gemeinte „wilde“ Naturecken  reichten bei Weitem nicht mehr aus, um die Entwicklung zu stoppen, warnen Biologen wie Professor Dr. Werner Kunz von der Universität Regensburg: „Wir sind voll von Naturschutzgebieten, aber bei uns sterben die Insekten wie die Fliegen!“

„Wir haben heute zu viel Grün! Die alte Landwirtschaft hat mit der Entnahme von Brennholz und dem Plaggen des Bodens für Einstreu im Stall den damaligen Artenreichtum befördert. Selbst die biologische Land- und Weidewirtschaft kann ausgestorbene Arten nicht zurückholen!“. Sein Lösungsvorschlag: “ Wir brauchen Sonderflächen für bedrohte Arten – hier die Landwirtschaft, da den Naturschutz. Kleine Lerchenfenster und Blühstreifen reichen da nicht aus.“ Artenschutz müsse sich für den Landwirt lohnen und von der EU prämiert werden, fordert Kunz.

Die grüne Kanzlerin – Göttin der Zerstörung

Mais- und Rapsfelder soweit das Auge reicht und über ihnen erheben sich die neuen „Götter“ der Klimawandler in den ehemaligen Hoheitsraum der Vögel. Mit der Energiewende der „grünen“ Kanzlerin hat die größte Umweltzerstörung aller Zeiten Gestalt angenommen. Ehemals liebliche Landschaften verwandeln sich in flächendeckende Industrieparks mit sich permanent drehenden Rotoren. Auch hier gilt das Motto: Immer mehr und immer höher. „Wie soll da noch ein Vogel lebend durchkommen“ fragt sich der Autofahrer nicht nur auf der A9 ab Leipzig Richtung Süden beim Anblick der über 100 Meter hohen Windkraftanlagen, die sich bis zum Horizont krebsartig in die Landschaft gefressen haben.

Zogen über den Feldern in den vergangenen Jahren noch unzählige Raubvögel, ist es leer geworden am Himmel. Auch hier scheiden sich beim Thema Windkraftanlagen die Geister: Kaum ein Problem für das fliegende Volk, so die einen. Todesfallen, deren Rotoren sich bei starkem Wind mit bis zu 270 Stundenkilometer drehen und alles zerschreddern, was ihnen zu nahe kommt, für die anderen.

„Ich könnte kotzen“

Der aus dem Fernsehen bekannte Naturfilmer Andreas Kieling, stellte im vergangenen Jahr ein erschreckendes Video zum Thema ins Netz, dass von den Mainstreammedien so gut wie nicht wahrgenommen wurde. In dem kurzen Film schildert er den Fund von einem toten Mäusebussard, zwei Wacholder- und einer Singdrossel sowie zwei toten Fledermäusen, die seine Jagdhündin in nur 15 Minuten unter einem einzigen Windrad fand. Angesichts von abgeräumten Nestern der eigentlich streng geschützten Schwarzstörche und der sich immer weiter drehenden Schredderanlagen, ist er nur noch wütend: „Ich könnte kotzen“, so der beliebte Tierfilmer.

Und so wird Angela Merkel im Sinne der Grünen ein weiteres zerstörerisches Projekt in diesem Land weiter verfolgen. Nach ihrer Milliardenschweren Griechenland-Rettung, ihrer offenen-Grenzenpolitik, der das Land Millionen kulturfremder Einwanderer zu verdanken hat, springen nun mit ihrer Energiewende die wehrlosesten unseres Landes  über ihre messerscharfe Klinge – auch hier gibt es kein Zurück mehr.

Hier eine Dokumentation, die die Wut auf die „grüne“ Kanzlerin wohl noch  erhöhen wird:

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.