Tschechien wählt – auch hier liegen die Eurokritiker vorne

Jouwatch Collage: Andrej Babis
Jouwatch Collage: Andrej Babis

Am kommenden Wochenende wird in Tschechien ein neues Parlament gewählt. Zum Entsetzen von Brüssel zeichnet sich auch hier ein deutlicher Gewinn der Euroskeptiker ab.

Prognosen zufolge liegt die Bewegung „Aktion unzufriedener Bürger“ kurz ANO genannt, in Führung. Sie bringt es unter ihrem Spitzenkandidaten, dem Milliardär Andrej Babiš, in den letzten Umfragen auf 25 Prozent.

Andrej Babiš hat sich die Bekämpfung der Korruption auf die Fahnen geschrieben und stellt sich gegen die „Einmischung“ der EU in die tschechische Politik. Der tschechischen Wirtschaft geht es gut, mit einem prognostizierten Wachstum von 3,1 Prozent in 2017 gehört das Land zu den dynamischsten Volkswirtschaften Europas. Die Arbeitslosenquote liegt in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich bei gerade einmal 2,9 Prozent.

Wird Andrej Babiš der nächste tschechische Präsident, heißt das für Brüssel, es gibt ein weiteres euroskeptisches Land, dass die Bemühungen der Eurokraten, Europa den Anschein der Einigkeit zu geben, torpediert.

Euro- Nein, Danke!

Es könnte den Druck auf die EU erhöhen ein Europa der Zwei-Geschwindigkeiten zu errichten, womit Andrej Babiš kein Problem hätte, wie er in der Vergangenheit betonte.

Der Milliardär Babiš lehnt die Einführung des Euro ab. Mit dem Beitritt zur EU ist Tschechien zwar die Verpflichtung eingegangen, die Währung zu übernehmen, doch das Land ist skeptisch und verzögert die Einführung immer wieder. Als nächsten Termin hat die jetzige Regierung das Jahr 2020 genannt. Das könnte unter einem neuen eurokritischen Präsidenten noch schwieriger werden. (MS)

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