Grüne Österreich: „Lila Kuh statt Vassilakou“

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Ersetzt die lila Kuh die Vassilakou? (Foto: Pixabay)

Die Grünen in Österreich sind bei den Nationalratswahlen in Österreich abgestraft worden. Sie scheiterten an der 4-Prozent-Hürde. Im Standard ringt die grüne Vizebürgermeisterin von Wien, Maria Vassilakou, um Worte.

Von Max Erdinger

Ich habe dem Heinerhofbauern seinen Knecht gefragt, was von den Äußerungen der Vassilakou zu halten ist, weil er ein Mann von Verstand ist. Wenn sich einer mit Kuh auskennt, dachte ich, dann dem Heinerhofbauern sein Knecht. Wir haben uns also einträchtig in der herbstlichen Abendsonne auf die Bank vor dem Heinerhof gesetzt und ich habe ihm aus der Zeitung vorgelesen.

Frage – Zitat Standard: „Warum haben die Grünen diesem Abwandern zur SPÖ nichts entgegensetzen können? – Zitatende.

Die Grünen, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht, egal ob in Deutschland oder in Österreich, sind dafür verantwortlich, daß ein Volk verblödet. Es war nur eine Frage der Zeit, meint der Knecht, bis der Punkt erreicht ist, an dem vormalige Grünwähler die SPÖ oder die SPD wählen.

Antwort Vassilakou – Zitat: „Das ist ja kein neues Problem für uns. Wir beobachten dies schon seit etlichen Wahlen, aber noch nie in diesem dramatischen Ausmaß. Ich warne jedoch vor monokausalen Erklärungen. Es gibt sicher einige Fehler, die in den vergangenen Jahren passiert sind. Schnellschüsse bringen sicher nichts.“ – Zitatende

Dem Heinerhofbauern sein Knecht meint, daß ihm diese Antwort recht gibt. Die Vassilakou von den Grünen, sagt er, kann noch nicht einmal eine Frage richtig verstehen. Deswegen gibt sie auch so eine blöde Antwort, meint er. Ob das jetzt ein neues Problem für die Grünen ist, daß sie das Abwandern zur SPÖ nicht verhindern können, sei schließlich nicht gefragt worden. Warum das so ist, hätte der Standard wissen wollen. Wenn einer eine schnelle Auffassungsgabe hat, dann dem Heinerhofbauern sein Knecht.

Zitat Standard:“Welche Fehler?“ – Zitatende

Der Knecht sagt, daß die Vassilakou auch eine Frage aus zwei Wörtern nicht versteht. Ich soll einmal weiter vorlesen, damit ich sehe, daß er recht hat.

Zitat Vassilakou: „An einem Tag wie heute haben die meisten von uns mehr Fragen als Antworten parat. Es gilt einmal zuzuhören – insbesondere den Wählern und Wählerinnen, die uns bei dieser Wahl nicht gewählt haben. Ich will an dieser Stelle sagen: Man kann mich ansprechen, mir eine Mail schicken. Mich interessieren die Gründe dafür.“ – Zitatende

Dem Heinerhofbauern sein Knecht sagt, daß nicht die meisten von den Grünen gefragt worden sind, sondern nur eine, nämlich die Vassilakou. Und daß er also recht hat. Sie versteht eine Frage aus zwei Wörtern nicht. Und daß sie auch eingebildet ist, sagt er, ohne daß eine Sau weiß, warum. Weil: Wenn einer schon so blöd ist, daß er statt den Grünen nicht die FPÖ wählt, sondern die SPÖ, dann braucht die Vassilakou gar nicht erst zu glauben, daß er ihr auch noch eine Mail schickt. Weil es ihm dann wurscht ist, für was die Vassilakou sich interessiert. Die soll sich selber eine Mail schreiben, sagt er.

Zitat Standard: „In Wien-Währing ging es rund 15 Prozent runter, in Wien-Neubau waren es sogar 21. Als Wiener Grünen-Chefin müssen da ja auch bei Ihnen die Alarmglocken läuten.“ – Zitatende.

Bei der Vassilakou braucht es keine Alarmglocken, sagt der Knecht. Die wollte in Wien Lastfahrräder für die Innenstadt einführen. Da ist jeder Alarm vergeblich. Er plädiert deshalb für eine Fahrradklingel, wenn schon etwas bimmeln muß.

Zitat Vassilakou:“Die Grünen haben von Nord bis Süd und von Ost bis West dramatisch verloren. Besonders schlecht waren die Ergebnisse in den Städten. Wien befindet sich da im Mittelfeld. Wenn man gemeinsam im Elend steckt, ist es aber doch müßig, darüber zu reden, wer besser oder schlechter aussieht. Jetzt zählen Zusammenhalt, Besonnenheit und die Bereitschaft, sich zu verändern.“ – Zitatende.

Die einzige positive Veränderung, die er sich für die Vassilakou vorstellen kann, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht, ist die, daß sie als lila Kuh auf der Alm das grüne Gras frißt, weil die Schokolade in Österreich inzwischen beliebter ist als die grüne Politik. Die Grünen sind ungefähr so aus der Mode wie der Dauerlutscher, sagt er. Aber eigentlich ist es ihm wurscht, was die Vassilakou in Zukunft macht, so lange sie nicht Magd auf dem Heinerhof wird.

Zitat Standard: „Gegen den Klimawandel zu kämpfen reicht anscheinend nicht. Wie soll der Kurs der Partei geändert werden? – Zitatende

Da braucht gar nichts mehr geändert zu werden, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht. Das ist wie bei der Berta, sagt er. Kurz bevor sie gestorben ist, hat sie der Bauer noch andersherum in den Melkstand gestellt, aber es hat nichts mehr genützt. Sie hat einfach keine Milch mehr gegeben. Noch nicht einmal mehr durch das Auf- und Abbewegen ihres  Kuhschwanzes hätte man noch Milch aus dem Euter herauspumpen können. Vorbei ist vorbei, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht. Die Grünen sollen sich halt eine Arbeit suchen, sagt er, auch wenn es für Ungelernte nicht leicht ist, in diesen Zeiten eine Arbeit zu finden, weil die besten Hilfsarbeiterjobs schon mit Ärzten und Ingenieuren aus dem Kongo und Nigeria besetzt sind.

Zitat Vassilakou: „Die Verlockung ist sehr groß, gute Vorschläge öffentlich zu unterbreiten. Dass der Kampf gegen den Klimawandel alleine nicht ausreicht, ist mehr als offenkundig. Es muss sehr viel grundlegend anders gemacht werden.“ – Zitatende

Das mit der Verlockung kennt er, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht. Er hätte schon einmal die Witwe vom Mühlbauerhof heiraten wollen. Dumm sei halt gewesen, daß ihm die Witwe gesagt hat, für einen Zahnlosen wie ihn gebe es keine gute Partie, egal wie groß ihm die Verlockung vorkommt.

Zitat Standard: „Ist das das Ende der Grünen?“ – Zitatende

Dem Heinerhofbauern sein Knecht sagt: „Ja.“ Daß es die Grünen nicht wahrhaben wollen, sagt er, sei aber normal. Der Mühlbauer hätte auch erst einen Schlaganfall gehabt, bevor er gestorben ist, sei aber bis dahin noch zuversichtlich gewesen, daß er wieder wird. Was die Vassilakou geantwortet hat, bräuchte ich ihm gar nicht erst vorlesen, sagt er, weil er sich schon denken kann, daß sie wieder daneben liegt. Die Grünen liegen immer daneben, sagt dem Heinerhofbauern sein Knecht. Er hätte aber jetzt keine Zeit mehr für solche unwichtigen Sachen, weil er die Kühe melken muß.

 

 

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