EU- Bürokraten haben Angst vor dem bösen Wolf

(Foto: Durch Michael Roeder/Shutterstock
Nur Rassisten haben Angst vor Wölfen (Foto: Durch Michael Roeder/Shutterstock)

Brüssel – Gerade mal wieder erfolgreich angesiedelt, schon ist der Wolf den „Artisten“ (Steigerungsform des Rassisten), in diesem Falle den EU-Bürokraten, ein Dorn im Auge: Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat mehr Schutz für Menschen vor Wölfen gefordert. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Parlamentsdokumente. Das Zusammenleben mit großen Fleischfressern wie dem Wolf könne sich „negativ auf die nachhaltige Entwicklung der Ökosysteme und der besiedelten ländlichen Räume, insbesondere in Zusammenhang mit traditioneller Landwirtschaft und nachhaltigem Tourismus“ auswirken, heißt es in einem Entschließungsantrag, der im November im EU-Parlament beraten werden soll.

Der Ausschuss fordert die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten auf, „konkrete Maßnahmen zur Bewältigung dieser Probleme zu ergreifen, um die nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume nicht zu gefährden“, heißt es in dem Antrag. Der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke unterstützt diese Forderungen ausdrücklich: „Es muss endlich Flexibilisierungen im europäischen Umweltrecht geben“, sagte Gieseke der Zeitung. Der „allgemeinen Wolfseuphorie“ stehe er sehr kritisch gegenüber, sagte er.

„Der absolute Schutzstatus des Wolfes gehört bei gutem Erhaltungszustand auf den Prüfstand.“ Außerdem brauche es „mehr regionalen Spielraum bei der Entwicklung der Regulierungspläne“. Es sei wichtig, dass das Thema jetzt auf die Tagesordnung komme.

Die nächste Bundesregierung müsse das Thema „in Brüssel engagiert mit vorantreiben“, forderte der Europaabgeordnete. Die Ausbreitung des Wolfes war im niedersächsischen Landtagswahlkampf ein großes Thema. Schätzungen zufolge leben derzeit zwischen 140 und 150 Tiere in Niedersachsen.

Menschen sind durch Wölfe nicht gefährdet, Landwirte und Viehwirte erhalten Entschädigungen, falls der Wolf doch mal an einem Pyrenäenberghund vorbeikommen sollte. Also, wo ist das Problem?

Auf gut Deutsch heißt die Brüsseler Einmischung nichts anderes als: Hier wird wieder einmal zur Jagd auf den Wolf geblasen. Ob die Jäger-Lobby dahintersteckt für die der clevere Vierbeiner lediglich Konkurrenz ist? (Quelle: dts)

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