Berlin: „Flüchtlingsschule“ legt grandiosen Fehlstart hin

Der Anteil der Schulkinder, die kein Deutsch sprechen, steigt. Foto: Tolga Sezgin/Shutterstock)
Der Anteil der Schulkinder, die kein Deutsch sprechen, steigt. Foto: Tolga Sezgin/Shutterstock)

Bereits nach sechs Wochen steht die sogenannte „Flüchtlingsschule“ in Berlin vor dem Aus. Die Schüler schwänzen, die ersten Lehrer schmeißen wegen Überforderung hin. Die rot-rot-grüne Koalition will jetzt das Lieblingsprojekt der SPD-Familiensenatorin Sandra Scheeres kippen.

In der Schule sollten rund 100 Jugendliche lernen, die bereits einen Deutschkurs besucht haben, aber trotzdem auf der normalen Regelschule nicht mitkommen. Um ihnen dennoch die „Integration“ zu ermöglichen, ersann Scheres das Projekt einer speziellen „Flüchtlingsschule“, die schon vor der Eröffnung als „Ghettoschule“ in die Kritik und die Schlagzeilen geriet.

Die ehemalige Luise-und-Wilhelm-Teske-Oberschule liegt in einem Gewerbegebiet im Bezirk Tempelhof-Schöneberg und startete Anfang September ihren Unterricht für „Problem-Flüchtlingsjugendliche“.

Nach Auskunft des Berliner Bildungssenats besuchen momentan rund 50 Jugendliche die Schule. Sie sind überwiegend 15 Jahre alt, einige auch 16 oder 17; ein Drittel seien Mädchen.

Schüler verlassen den Unterricht, wann es ihnen gefällt

Nun, schon wenige Wochen nach dem Start, ist bereits die Rede von „Disziplinierungsproblemen“ mit den Schülern, die aus aller Herren Länder kommen.

Einige Schüler verschwänden während des Unterrichts einfach und niemand wisse, wo sich die Jugendlichen aufhalten. Ein Schüler soll der Drogenszene angehören.

Von einer „problematischen Schülermischung“ spricht Hans-Jürgen Kuhn vom Verein „Schöneberg hilft“, der seit langem gegen das Projekt der SPD-Politikerin Scheeres kämpft: „Das sind sehr schwierige Jugendliche, sie benötigen eine besonders gute Förderung. Doch davon kann hier keine Rede sein.“

Die Senatorin sieht, obwohl ihre Parteikollegen die Schule nun schließen wollen, überhaupt keinen Anlass für eine Richtungsänderung. Sie plant im nächsten Halbjahr noch mehr Jugendliche aufzunehmen und kommt zu dem Schluss: „Die Erfahrungen sind gut.“ (MS)

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