Katholiken offen für muslimische Feiertage

(Bild: Steffen Prößdorf ; CC BY-SA 3.0 de; siehe Link)
Thomas Sternberg, Präsident des ZdK und CDU-Landtagsabgeordneter NRW (Bild: Steffen Prößdorf ; CC BY-SA 3.0 de; siehe Link)

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) unterstützt Thomas de Maizière (CDU) in seinem Vorschlag, einen muslimischen Feiertag in Deutschland einzuführen.

Das ZdK – dieses ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände, sowie Initiator der Deutschen Katholikentage – sei offen für muslimische Feiertage. In einer mulitreligiösen Gesellschaft könne in Gegenden mit einem hohen Anteil an frommen Muslimen ein islamischer Feiertag hinzukommen, ohne das die christliche Tradition unseres Landes verraten werde, so ZdK-Präsident Thomas Sternberg gegenüber der Passauer Neuen Presse.

Das Argument, in vielen islamischen Staaten sei es Christen unmöglich, ihre Religion frei auszuüben, ließ Sternberg, der als Nachfolger des nicht weniger islamverliebten Alois Glück den Chefsessel beim ZdK besetzt, als Einwand gegen die Einführung muslimischer Feiertage in Deutschland nicht gelten. Die Klage darüber könne nicht die Religionsfreundlichkeit unserer Staatsordnung beeinträchtigen, so das CDU-Mitglied Sternberg weiter. Sternberg, der seit 2012 Mitglied im Landesvorstand der CDU-Nordrhein-Westfalen ist, stellt sich somit als Parteikollege hinter Thomas de Maizière und spricht in seiner Funktion als ZdK-Präsident für die katholischen Laien in ganz Deutschland.

Ob diese so mit dem Gesagten des ZdK-Prädidenten übereinstimmen, darf bezweifelt werden. Denn sowohl ein großer Teil der Union, als auch die Mehrheit der deutschen Bevölkerung – die zur Einführung eines muslimischen Feiertages aufgrund von fehlenden direktdemokratischen Mitteln nicht befragt werden wird – lehnt diesen islamaffinen Vorstoß ab. Wie WeltOnline mit Verweis auf die Bildzeitung berichtet, sprächen sich sieben von zehn Befragten laut einer INSA-Umfrage dagegen aus. INSA-Chef Hermann Binkert erkennt darin, dass für die ganz große Mehrheit der Deutschen der Islam nicht zu Deutschland gehöre. „Die politisch Verantwortlichen sollten die Meinung der Bevölkerung in diesen Fragen wirklich ernst nehmen“, so die INSA-Empfehlung. (SB)

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