AfD-Hetze: Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln gibt Amt auf

(Bild: Pia Modanese; bilder-erzbistum-koeln.de; Pressebereich)
Bild aus besseren Tagen: Ansgar Mayer (li) und Msgr. Markus Bosbach (re) (Bild: Pia Modanese; bilder-erzbistum-koeln.de; Pressebereich)

Köln – Medien- und Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln, Ansgar Mayer, hatte nach der Bundestagswahl heftig in die Tasten gehauen und aus seiner „Enttäuschung“, die er gegenüber den Sachsen ob deren AfD-Zuspruchs empfand, freien Lauf gelassen.

„Tschechien, wie wär’s: Wir nehmen Euren Atommüll, Ihr nehmt Sachsen?“. So das Angebot des ‏Direktors für Medien und Kommunikation des Erzbistums Köln, auf Twitter. Nicht nur die Sachsen fühlten sich beleidigt, so dass der schnittige Direktor – ehemals der Axel Springer-Journalistenschmiede entschlüpft und für „Computer Bild“ tätig – wohl selbst überrascht vom über ihn hinwegfegenden Shitstorm, heftig zurückruderte (JouWatch berichtete).

Ihm wurde überdies vorgeworfen, die von ihm selbst für die öffentliche Kommunikation von Mitarbeitern des Erzbistums erstellten Regeln für einen respektvollen Umgang missachtet zu haben. Im Grundsatz beharrte Mayer aber darauf, dass auch und gerade die katholische Kirche mit deutlichen Worten und klaren Positionen gegen „Rechtspopulismus und Rechtsextremismus“ Stellung beziehen müsse.

Nun meldet der „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass Mayer sein Beschäftigungsverhältnis noch in diesem Jahr mit dem Bistum beenden werde. Mayer habe der Leitung seinen Kündigungsentschluss vor wenigen Tagen übermittelt, schreibt das Blatt unter Berufung auf sichere Quellen. Der flüchtlingsaffine Kardinal Rainer Woelki sei zwar verstimmt über Mayers Tweets gewesen, hätte ihm jedoch „die Stange halten wollen“. Jedoch seien „andere einflussreiche Kräfte in der Bistumsleitung“ so deutlich auf Distanz zu Mayer gegangen, so dass dieser, das für seine Aufgabe nötige Vertrauensverhältnis nicht mehr als gegeben angesehen habe. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.