Stephan wer?

(Bild: JouWatch)
Stephan Weil (SPD) (Bild: JouWatch)

Es geht um das Bundesland, das große Erfolgsgeschichten hervorgebracht hat, etwa wie die des Gerhard Schröder, Sigmar Gabriel oder Christian Wulff und das dieselverseuchte Aufsichtsratsgremium von VW mit Stephan Weil in seinen Reihen.

Von Schlaglicht

Während 20.000 Billigarbeiter ihren Job verloren, streckten unter dem Stephan die Vorstände ihre Boni ins nächste Jahr und verhielten sich ähnlich ruhig, wie die CDU im Wahlkrampf. In den Staatsmedien flackert ein unreflektierter Hoffnungsschimmer für die tot geglaubte SPD auf. Da ist vom großen Wahlkampfgewinner SPD die Rede. Doch wer hat eigentlich wirklich mathematisch gewonnen? Antwort: Die von den Medien immer gerne zusammengestauchte AfD. Aus dem Stand in den Landtag mit plus 6,2 Prozent, was mehr ist, als die plus 4,3 Prozent der SPD, zumindest nach Adam Riese.

Wenn man sich vorstellt, das der AfD-Spitzenkandidat Armin Hampel gerade noch erfolglos wegen angeblich doppelter Wahlkampfspottabrechnung Besuch vom Staatsanwalt hatte, fragt man sich als kritischer Betrachter: Was wäre wohl passiert, wenn jemand Herrn Weil wegen gezielter Vertuschung des Dieselskandals einen Tag vor der Wahl mit Blaulicht durchsucht hätte?  Gehört das auch zum fairen Wahlkampf bei den niederen Sachsen oder ist das Kalkül der Mächtigen? CDU und FDP sind mit minus 2,4 Prozent die eigentlichen Verlierer. Und die SPD als größte Partei hat ihre Regierungsmehrheit mit Grün bei allem Jubel verfehlt. Denn: Mit den Grünen haben sie keine Mehrheit.

Nach Russen-Gerd, Sigi-Pop und dem Moslem-Wulff und natürlich dem Export-Schlager auf Listenplatz 14,  Mrs Schröder–Köpf, einem Sack voll nicht näher genannt werden wollender VW-Vorstände und Erfolgsmanagern kommt jetzt der Erfolgs-VW-Skandal-Verdecker Stephan Weil auf die Berliner Bühne. Ausgerechnet so einer soll das nun anzurührende Jamaika-Bündnis im Bund kippen?

Es gehört schon viel Utopie dazu, das zu glauben. Sein Parteifreund und Wehner-Mund-Imitator Ralf Stegner hält ihn für eine Lichtgestalt und für regierungsfähig. Dass SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gerade noch seine SPD in die Opposition gewünscht hat, scheint vergessen. Stephan Weil ist der Mann der Stunde. Nur für was? Eine solch leichtgewichtige Figur, deren Konturen schon nach zwei Minuten im Gedächtnis verschwimmen, kann man doch nicht wirklich aufs Parteischild einer Volkspartei heben. Oder haben die gar keinen anderen mehr? Dann also los mit Stephan, äh, wie hieß der gleich wieder?

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