„Antifa-Kongress“ im DGB-Haus München

(Bild: JouWatch / Screenshot)
DGB Bayern stellte Räumlichkeiten für einen "Antifa Kongress" zur Verfügung (Bild: JouWatch / Screenshot)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DBG) Bayern wird vom 3. bis zum 5. November seine Räumlichkeiten in München für den „ANTIFA KONGRESS BAYERN“ – „Theorie, Vernetzung & Party“ zur Verfügung stellen.

Sowohl auf der Impressumfreien Internetseite „Antifa Kongress Bayern“ wie auch auf Facebook wird seit dem 1. Oktober eine Veranstaltung unter dem Namen „ANTIFA KONGRESS BAYERN“ beworben. Die nicht zu identifizierenden Veranstalter freuen sich seither, vom 3. bis zum 5. November 2017 im Haus des Deutsche Gewerkschaftsbunds (DGB) in München auf eine „Reihe von Vorträgen und Workshops, sowie ein vielfältiges Rahmenprogramm“. Die antifaschistischen Veranstaltungen will man an den jeweiligen Abenden mit Party und Konzerten ausklingen lassen. Wer Schlafplätze für sich suche, der könne sich über eine E-Mail an den Veranstalter wenden, jedoch mit dem expliziten Hinweis, hierbei keinen Klarnahmen zu nennen.

„Antifaschisten“ unter sich

Die berufenen Antifaschisten werden sich laut Programm durch ein Kombiticket und einem Unkostenbeitrag ein ganzes Wochenende mit dem Themenkomplex: „AfD und Antifeminismus / AfD und Soziale Frage / Rechter Terror / NSU / CSU – Ideologie & Realpolitik / Antirassistische Theorie & Praxis / Kämpfe der Migration / Utopie / Feminismus / Kritik der politischen Ökonomie / Renationalisierung & autoritäre Tendenzen / Out of Action / Digitale Selbstverteidigung / Demosani-Arbeit…“ beschäftigten.

Die brisanten Themen werden unter anderem von Frigga Haug (Soziologin, Mitglied der LINKE und Beirat der „Rosa-Luxemburg-Stifung“), Andreas Kemper (Soziologe mit Themenschwerpunkte Bildungsbenachteiligung, Klassismus, antifeministische Männerrechtsbewegung und die „kritische Auseinandersetzung mit antidemokratischen Tendenzen zum Beispiel bei der AfD“) oder auch von „Gruppen gegen Kapital und Nation“ beackert.

Ebenfalls mit dabei: Antifa-Journalist Tobias Bezler, alias Robert Andreasch. Bezler ist, wie bereits von JouWatch und Autor Christian Jung mehrfach berichtet, seit Jahren mit städtischer finanzieller Unterstützung damit beschäftigt, Andersdenkende und politische Gegner durch Fotoaufnahmen zu dokumentieren und im Auftrag der Stadt München zu registrieren. So hält „Robert Andreasch“ immer wieder in der bayerischen Landeshauptstadt Vorträge bei der durch den Verfassungsschutz beobachteten „Antifa NT“. Dabei mobilisierte der städtisch finanzierte Antifa-Aktivist unter anderem linke Mitstreiter für die Blockade gegen den AfD-Bundesparteitag Ende April 2016 in Stuttgart.

DGB gibt keine Auskunft, ob Verfassungsfeinde DGB-Räumlichkeiten nutzen

Eine telefonische Anfrage durch JouWatch bei der Pressestelle des Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in München, ob der DGB seine Räumlichkeiten vom 3. bis 5. November tatsächlich für die Veranstaltung des „ANTIFA KONGRESS BAYERN“ zur Verfügung stelle, konnte von dem zuständigen Pressesprecher Daniel Fritsch ad hoc nicht beantwortet werden. Rückgefragt, ob es im DGB-Haus keine Liste gebe, wo diese Veranstaltung vermerkt sei, konnte von Fritsch ebenfalls nicht beantwortet werden. Vielmehr sei es so, dass der DGB in seinen Räumlichkeiten bis zu 60 Veranstaltungen beherberge und die Auskunft, ob die Antifa einen Kongress dort abhalte, nicht sofort erteilen könne. Der DGB-Pressesprecher Bayern, im DGB-Haus in München in der Schwanthalerstraße 64 am Ort des Geschehens präsent, wolle sich jedoch bei der Hausverwaltung kundig machen.

Die im Telefongespräch zugesagte Beantwortung einer schriftlichen Presseanfrage mit den zusätzlichen Fragen, wer der Veranstalter des „ANTIFA KONGRESS BAYERN“ ist und ob der DGB in der Vergangenheit bereits seine Räumlichkeiten ähnlichen Veranstaltern zur Verfügung gestellt habe, wurde bis zur Veröffentlichung dieses Artikel nicht beantwortet.

Ebenfalls steht die Frage unbeantwortet im Raum, ob der DGB- die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften mit über sechs Millionen Mitgliedern- vom Verfassungsschutz beobachtet wird, wenn dieser seine Räumlichkeiten Verfassungsfeinden zur Verfügung stellt. (SB)

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