London: Islamisches Zentrum im jüdischen Viertel geplant!

Foto: Collage
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In einem der bekanntesten jüdischen Viertel in London herrscht helle Aufregung. Hier soll ein großes islamisches Zentrum samt Moschee eröffnet werden. Kritiker werden mit der „Islamophob“-Keule mundtot gemacht.

Von Marilla Slominski

Die ehemals von der BBC genutzte Konzerthalle Golders Green Hippodrome wurde am 24. Juli dieses Jahres von der islamischen „Hilfsorganisation“ Centre for Islamic Enlightening für fast 6 Millionen Euro ersteigert. Hier soll nun das Hussainiyat Al-Rasool Al-Adham Center entstehen – Gemeindecenter und Moschee.

Ahmed Al-Kazemi, Sprecher der Organisation freut sich: „Für uns wird ein Traum war. So ein wunderbares Gebäude wie das Golders Green zu besitzen ist eine große Chance für unsere schiitische Gemeinschaft.“

Das historische Gebäude war 1913 von Bertie Crewe als Konzerthalle und Veranstaltungsort im Norden Londons gebaut worden. Hier fanden 3000 Menschen Platz und lauschten unter anderem Marlene Dietrich, Laurence Olivier und Django Reinhardt.

So mancher Bürger des Viertels, dass sich besonders unter den Juden besonderer Beliebtheit erfreut, äußert seine Bedenken. Eine Petition gegen die Moschee wurde bereits 4000mal unterschrieben. Einige sind besorgt über den entstehenden Verkehr und Lärmbelästigung, andere sind weniger zurückhaltend und äußern offen ihre Ängste.

„Diese Moschee zwingt die jüdische Bevölkerung zu flüchten“, „Eine große muslimische Institution mitten in einer von den zwei jüdischen Vierteln Londons ist ein hochgefährliches Unterfangen“, heißt es in Kommentaren.

Die Besorgten ernten sofort Kritik vom prominenten Rabbi vor Ort Mark Goldsmith: „Das sind dieselben Sachen, die über die Juden in den 1920er Jahren gesagt wurden, als sie nach Golders Green zogen. Golders Green ist nicht nur jüdisch. Es ist ein Platz, an dem alle zusammenleben, das ist es was London ausmacht“, wischt er alle berechtigten Bedenken seiner Gemeindemitglieder bei Seite. Das islamische Center plant indes seinen ersten Tag der offenen Tür im Dezember: „Wir können es gar nicht abwarten unsere Nachbarn kennenzulernen“, so der Sprecher Ahmed al-Kazemi. Die Auseinandersetzungen werden auch in den nächsten Monaten weitergehen.

 

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