USA und Israel verlassen die Unesco

(Bild: Pupitre à l'UNESCO; Copyleft; CC BY 3.0; siehe Link)
Unesco (Bild: Pupitre à l'UNESCO; Copyleft; CC BY 3.0; siehe Link)

Die USA treten zum 31. Dezember 2017 aus der Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen der Unesco  aus. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem teilte mit, das Israel ebenfalls austreten werde. Die USA stören sich zum einen an der israelfeindlichen Haltung der Organisation, zum anderen bestünden Zahlungsrückstände.  

Bereits seit geraumer Zeit wurde immer deutlicher, dass die UNESCO keine Kultur- und Bildungsorganisation mehr ist, sondern – wie es Gerd Buurmann auf seinem Blog nennt – „eine Speerspitze israelfeindlicher Nationen“.

Feindseligkeiten gegen Israel am laufenden Band

Beispiele, die diese Aussage untermauern, gibt es zuhauf.  Im Februar 2014 verschob die Unesco eine Ausstellung mit dem Titel „Menschen, Buch, Land: Die 3.500-jährige Beziehung des jüdischen Volkes zum Heiligen Land“, weil 22 arabische Gruppen davor gewarnt hatten, dass die Veranstaltung den laufenden Friedensbemühungen schade. Die Ausstellung sollte dann im Juni in Paris präsentiert werden. Eine zeitgleiche palästinensische Ausstellung in New York wurde indes nicht als „Einmischung“ in die Friedensverhandlungen empfunden.

Ende 2016 nahm die Unesco eine von arabischen Staaten eingebrachte Resolution mehrheitlich an, die eine Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Tempelberg mit der Klagemauer leugnet. Der Tempelberg wurde darin lediglich als heilige Stätte der Muslime erwähnt. Einer entsprechenden Resolution stimmten 24 Nationen zu, 6 stimmten dagegen und 24 enthielten sich. Deutschland stimmte dagegen. Nicht nur Israels Regierung zeigte sich einmal mehr empört. „Die Unesco hat einst als eine moralische Instanz begonnen, sie ist aber zu einer moralischen Farce verkommen, so Benjamin Netanjahus Fazit in einer beachtlichen Rede zu der schändlichen Resolution.

Unesco bedauert Entscheidung

Nun scheint sowohl die amerikanischen Regierung – wie bereits 1984 unter Ronald Reagan – als auch die israelischen Regierung genug von den antiisraelischen Ausfällen der Organisation zu haben. Der Schritt sei der US-Regierung nicht leicht gefallen, so die Regierungssprecherin Heather Nauert. Man störe sich aber an der israelfeindlichen Haltung der Unesco und an Zahlungsrückständen innerhalb der Organisation.  Vorhergegangen war ein Streit über die Unesco-Mitgliedschaft der palästinensischen Autonomiebehörde, worauf  USA unter der Obama-Administration ihre Beitragszahlungen an die Unesco 2011 eingestellt hatten.

Irina Bokowa, Unesco-Generaldirektorin bedauerte die Entscheidung der USA, die ihr offiziell von US-Außenminister Rex Tillerson mitgeteilt worden sei, zutiefst, so Medienberichte übereinstimmend.

Auch Israel kündigte seinen Austritt aus der UN-Kulturorganisation Unesco an. Das teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag in Jerusalem mit. (SB)

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