In der Schule fürs Leben lernen

Symbolfoto: Durch Anna Grigorjeva/Shutterstock
Hurra, der Mann mit dem Koks ist da? (Symbolfoto: Durch Anna Grigorjeva/Shutterstock)

Noch nie war Schule so echt wie heute. Nutten, Koks, Gewalt. Mit der Wirklichkeit kann man ja nicht früh genug anfangen.

Von Volker Kleinophorst

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, ist eigentlich falsch. Seneca der römische Philosoph und Politiker, hatte das genaue Gegenteil geschrieben: „Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir.“

Vor 40 Jahren gab es jede Menge Schüler, die das Lehrpersonal gerne auf die Verfälschung hinwiesen, um zu ergänzen, das es auch wohl eher den Schulalltag beschreibe. Schließlich würde man endlos vollgemüllt, mit Wissen das keiner braucht. Damals lernte man ja noch viel auswendig.

Eine Millionen Bildungsreformen später hat sich die Schule da wirklich gebessert. Der Realitätsbezug ist jetzt da. Voll krass sozusagen.

So berichtet die Preußische Allgemeine Zeitung (PAZ)in ihrer Print-Ausgabe vom 13. Oktober: „Gewalt und Drogen gehören in unseren Schulen zum Alltag“. Gekifft werde nicht mehr nach, sondern in der Schule. Nicht nur Marihuana sei am Start. Nein auch Speed, Ecstasy, sogar Kokain, Crack und Heroin. Um das Französische Gymnasium in Berlin-Tiergarten wurde ein 1,80 Meter hoher Eisenzaun gezogen, um Prostituierte, Freier, Dealer und Fixer fernzuhalten. In Stuttgart überlegt man die Jakobschule zu schließen. Drogenprobleme! Mehr „Leben“ geht ja kaum. Da kann man sich ja am Sonntag den Tatort schenken.

Die Senatsverwaltung Berlin lässt derweil von der privaten Sigmund-Freud-Universität (SFU) und der Humboldt-Universität (HU) untersuchen, wie Lehrkräfte und andere an Schulen tätige pädagogische Fachkräfte mit dem Gender-Thema umgehen.

Na immerhin wissen die Kinder heute, wovon da die Rede ist. Die Wahrscheinlichkeit ist nämlich hoch, dass der Nachwuchs in der Schule mit Pornografie und Gewaltvideos in Kontakt kommt.

Gewalt? Unter Schülern gaben 55 Prozent an, schon mal „Opfer“ gewesen zu sein. Aber auch die Lehrer lernen dazu. „23 Prozent der Lehrkräfte gaben an, dass sie selbst schon mal Opfer einmal Ziel von Beschimpfungen, Diffamierungen, Mobbing, Drohungen, oder Belästigungen waren.“

Eins bleibt immer gleich, je dümmer desto Gewalt.

So sind von den Gymnasiallehrern „NUR“ 13 % betroffen, an Haupt- und Sonderschulen 45 bzw. 49%.

Immerhin: Zwar beherrschen die meisten Schüler heute ihren Stoff nicht mehr, können sich aber durchsetzen.

Opfer gibt es auch: So berichten Lehrer aus dem Ruhrgebiet und aus Berlin von einer ausgeprägten Deutschenfeindlichkeit. Da zahlen natürlich unsere Kinder die Zeche.

Deutsche Kinder sind nur noch Opfer. DAS Schimpfwort für Deutsche stand sogar in der Berliner „Lehrerzeitung“: SCHWEINEFRESSER!

Wir sind weit gekommen in diesem Land: In der Schule lernt man jetzt fürs Leben.

Unsere Kinder wissen jedenfalls schon mit 10 Jahren, dass sie sich anzupassen haben und Ihnen dieses Land nicht mehr gehört. Sonst gibt es aufs Maul.

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