Wie man Intoleranz als Kampf für die Toleranz tarnt

(Symbolbild: JouWatch)
Linker Kampf - Kampf der Intoleranten (Symbolbild: JouWatch)

Phil Lawler, der Gründer von Catholic World News, zeigt, mit welcher Strategie auch in der katholischen Kirche zunehmen inhaltliche Debatten abgewürgt werden. Das Muster ist hierbei immer dasselbe. Seit Jahrzehnten im linkspolitischen Kampf äußerst erfolgreich eingesetzt, gründet diese Vorgehensweise auf die Ideen des geistigen Vaters aller Linken: Saul Alinsky.

Der politischen Linken ist es in den letzten Jahrzehnten gelungen, sich einen Schafspelz überzuziehen. „Mit viel Kreide im Rachen werden die Ziele von Revolution und Umsturz in eine bürgerliche, verschleiernde und verharmlosende Sprache verpackt. Mit dem dazu passenden Verhalten gibt man sich den Anschein einer demokratischen Gesinnung. Als Linke wird hier das gesamte als links zu betrachtende Spektrum verstanden“, schreibt JouWatch-Autor Christian Jung. Wer die Vorgehens- und Funktionsweise dieser Strategie verstehen will, muss den geistigen Vater dieser Vorgehensweise kennen. Sein Name: Saul Alinsky.

Linke Bewegung oder die „Anleitung zum Mächtigsein“

Bereits 1946 schrieb Alinsky in seinem Buch „Reveille for Radicals“ („Weckruf für Radikale“) über die Grundsätze und die Taktik des „community organizing“, oder zu Deutsch Gemeinwesenarbeit und ergänzte diese Jahrzehnte später mit seinen Anweisungen für Radikale (Deutsch: „Anleitung zum Mächtigsein“). Dabei sprach er von einer Massenbewegung, die die Welt verändern werde. Es gehe um nichts Geringeres als um Revolution.

Alinsky sieht die Notwendigkeit den Gegner als (vereinzeltes) Ziel herauszupicken, der Reaktionsmöglichkeiten zu berauben und jede Attacke auf dieses Ziel zu konzentrieren. Dabei muss eine Person als der Gegner, ja Feind der Gesellschaft auszumachen sein. Gegen diese eine Person, der ein Gesicht zugeordnet werden muss, richtet sich dann die Wut der Massen. Es geht Alinsky darum, denjenigen herauszupicken, der im Sinne des Gemeinwesenarbeiters (GWA) als der Schuldige an einer Schieflage zu gelten hat und für die Gesellschaft die Personifikation der Angst darstellt. Zur Manipulation gehört es auch, den politischen Gegner der Lächerlichkeit preiszugeben.

Strategie, andere mundtot zu machen

Just diese Vorgehensweise, diese rhetorischen Strategie, mit deren Hilfe inhaltliche Auseinandersetzungen verhindert werden sollen, machen sich nach Ansicht von Phil Lawler, dem Gründer von Catholic World News (CWN), auch in der katholischen Kirche breit. In einem Kommentar, der auf kath.net veröffentlicht wurde, schildert Lawler, wie seiner Ansicht nach die angesprochene Strategie abläuft:

  • Behaupte, dass Menschen mit anderen Ansichten von Hass motiviert sind.
  • Behaupte, dass sie gefährliche Extremisten und eine Gefahr für die Gesellschaft sind.
  • Behaupte, dass du an einer wirklichen Diskussion interessiert bist, aber deine Gegner diese nicht zulassen.
  • Vergleiche deine Gegner mit Nazis.
  • Bestehe darauf, dass verantwortungsbewusste Menschen nichts mit deinen Gegnern zu tun haben wollen.

Und schließlich …

  • Behaupte, dass deine Gegner intolerant sind.

Der Trick bestehe darin, so Lawlers Analyse,  das eigene intolerante Vorgehen als Einsatz für Toleranz zu tarnen.

Die von Lawlers in linkspolitischen Kreisen eingesetzte Strategie und somit Alinskys Gedankengut hat sich wie ein klebriges Spinnennetz über viele westlichen Gesellschaften gelegt und ist zum unheilvollen Taktgeber der veröffentlichten Meinung geworden. (SB)